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  • 09.11.2017 Ringvorlesung Freundschaft – Freundschaft im höheren Lebensalter mehr ...
  • 10.11.2017 Kulturzyklus Kontrast: Konzert mehr ...
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  • 14.11.2017 Vorabendprogramm St.Galler Demenz-Kongress mehr ...
  • 15.11.2017 St.Galler Demenz-Kongress mehr ...
  • 16.11.2017 Ringvorlesung Freundschaft – Das sozialisatorische Potenzial mehr ...
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  • 30.11.2017 Fachveranstaltung zu Trends in Praxis und Theorie Sozialer Arbeit mehr ...
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  • 10.01.2018 1. St.Galler New Work Forum mehr ...
  • 15.02.2018 Fachtagung: Kinderwelten 2018 mehr ...
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  • 02.05.2018 11. Ostschweizer Innovationstagung mehr ...

Vielen Dank für 13 Jahre FHS, Monika Wohler!

Während 24 Jahren hat Monika Wohler, Prorektorin der FHS St.Gallen und Leiterin des Fachbereichs Soziale Arbeit, das Bildungsangebot der Sozialen Arbeit entscheidend mitgeprägt. Im Interview blickt Monika Wohler auf innovative Zeiten zurück, begründet die anhaltende Nachfrage nach professionell ausgebildeten Fachleuten und verrät ihre Wünsche für die Zukunft – auch in politischer Sicht.

Monika Wohler, die Herausforderungen im Berufsfeld Soziale Arbeit sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Hat unsere Gesellschaft mehr Probleme?
Nein, es gibt nicht mehr Probleme, aber die Problemsituationen sind komplexer geworden als noch vor zwanzig Jahren. Professionelle der Sozialen Arbeit handeln zunehmend in einem Spannungsfeld zwischen ihrem öffentlichen Auftrag und den Anliegen der Klientgruppen. Das stellt hohe Anforderungen an Berufsleute der Sozialen Arbeit – an ihr Wissen und Können, ihre Professionalität.

Welche Bedeutung hat die Fachhochschule St.Gallen für die Soziale Arbeit in der Ostschweiz?
Für die fachliche Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit in der Ostschweiz war entscheidend, dass die Ausbildungsangebote im Jahr 2001 mit einem Hochschulstudium ergänzt wurden. Bei der Bearbeitung von anspruchsvollen Fragen der Sozialen Arbeit bilden theoretisches Wissen und Praxiserfahrung ein wichtiges Fundament. Die FHS St.Gallen bietet nicht nur Angebote in der Lehre und der Weiterbildung an, sondern gibt auch entscheidende Impulse aus der Forschung und Entwicklung. Wir bearbeiten bedeutsame Fragen aus der Praxis und stellen gleichzeitig Fragen an die Praxis – so fliessen wichtige Erkenntnisse hin und her.

Sie haben die Ausbildungsangebote in der Ostschweiz entscheidend mitgeprägt: Zuerst als Dozentin der OSSA, dann als Abteilungsleiterin der fusionierten Höheren Fachschule für Soziale Arbeit und in den letzten 13 Jahren als Leiterin des Fachbereichs Soziale Arbeit an der FHS St.Gallen. Was waren für Sie die wichtigsten Meilensteine?
Nach der Fusion der OSSA und OSSP zur Höheren Fachschule für Soziale Arbeit begann eine besonders innovative Phase: In einem fünfköpfigen Leitungsteam entwickelten wir in Projekten die neuen Strukturen und Prozesse. Das Curriculum wurde neu nicht mehr nach „Fächern“ gegliedert, sondern entlang zentraler Fragestellungen der Sozialen Arbeit. Das war eine erfolgreiche und breit abgestützte Entwicklungsarbeit. Die Fachhochschule schliesslich förderte den weiteren Ausbau der Weiterbildungsangebote, der Forschung und des Consultings. Ein grosser Entwicklungsschritt folgte 2006, als die Fachhochschule St.Gallen zusammen mit den Hochschulen Luzern, Bern und Zürich den Kooperationsmaster gründete. Das war insofern ein Meilenstein, weil die vier Hochschulen ein gemeinsames Curriculum in Sozialer Arbeit entwickelten.

Wie haben sich die Studierendenzahlen in den vergangenen 24 Jahren entwickelt?
Als ich 1990 als Dozentin in St.Gallen anfing, hatten die OSSA und die OSSP zusammen insgesamt gut 100 Studierende. Die FHS St.Gallen verzeichnet heute rund 640 Studierende im Fachbereich Soziale Arbeit. Unsere Abgängerinnen und Abgänger finden in der Regel sehr schnell eine Stelle. Die Nachfrage der Praxis nach qualifizierten Fachleuten der Sozialen Arbeit ist gross. Das hat nicht zwingend mit einem wachsenden Stellenangebot zu tun. In den vergangenen Jahren ist der Anspruch der Praxis gestiegen, die vorhandenen Stellen mit professionell ausgebildeten Fachleuten zu besetzen.

Wie haben die Öffentlichkeit und die Politik das Berufsbild der Sozialen Arbeit geprägt?
In all den Jahren meiner Tätigkeit in der Sozialen Arbeit hat sich die Politik immer engagiert und für die Bearbeitung sozialer Probleme Rahmenbedingungen geschaffen. Zahlreiche neue Gesetzesbestimmungen etwa im Asyl-Bereich, bezüglich Betäubungsmitteln oder Gleichstellung von Mann und Frau haben sich auf die Soziale Arbeit ausgewirkt und diese in vielen Fällen auch unterstützt. Ohne eine breit abgestützte Debatte und das Engagement von Fachleuten aus Bildung und Sozialer Arbeit wären viele Entwicklungsschritte nicht möglich gewesen.

Was wünschen Sie den Bildungsinstitutionen der Sozialen Arbeit für die Zukunft?
Ich wünsche der FHS St.Gallen, dass sich viele junge, an gesellschaftlichen Fragen interessierte Leute für ein Bachelor- oder Masterstudium interessieren und dass das Bildungsangebot weiterhin entsprechend den Anforderungen an den Beruf theoretisch und methodisch weiterentwickelt wird. Die Forschung und Entwicklung in der Sozialen Arbeit sollen die Grundlagen für professionelles Handeln festigen. Ein weiteres Anliegen von mir ist, dass die Zusammenarbeit zwischen der Fachhochschule, anderen Ausbildungsanbietern und Praxisorganisationen bestehen bleibt. Wir sind gemeinsam für die Qualifizierung der Fachkräfte zugunsten der Nutzerinnen und Nutzer verantwortlich.

Was sind Ihre Erwartungen an die politische Öffentlichkeit?
Ich hoffe, dass die Politik erkennt, dass sich Investitionen in die Weiterentwicklung der Sozialen Arbeit aus öffentlicher Sicht sehr lohnen – und dass nicht immer ein kurzfristiger materieller Nutzen ausschlaggebend sein kann.



Zur Person
Monika Wohler, Jahrgang 1952, ist seit 2001 Prorektorin der Fachhochschule St.Gallen und Leiterin des Fachbereichs Soziale Arbeit. Insgesamt ist sie seit 24 Jahren in Ostschweizer Bildungsinstitutionen der Sozialen Arbeit tätig: Ab 1990 war sie Dozentin für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit an der Ostschweizer Schule für Sozialarbeit (OSSA). Nach der Fusion der OSSA mit der Ostschweizer Schule für Sozialpädagogik (OSSP) zur Höheren Fachschule für Soziale Arbeit (HFS) im Jahre 1996 war sie bis 2001 Leiterin der Abteilung Sozialarbeit sowie Mitglied des Gesamtleitungsteams der HFS. Nach 13 Jahren Tätigkeit an der FHS St.Gallen tritt Monika Wohler am 31. August 2014 in den Ruhestand.
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