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«Viele Fälle von Sterbefasten werden nicht als solche deklariert»

Das aktuelle Projekt von Prof. Dr. André Fringer, Projektleiter am Institut für Angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS, zum Thema Sterbefasten lässt aufhorchen. Im Interview erzählt der Forscher, was es damit auf sich hat und was aus den Forschungsdaten entstehen soll.

Herr Fringer, man schätzt, dass zwei Prozent der Schweizer Bevölkerung ihr Leben durch Sterbefasten beenden. Lässt das Alarm schlagen?
André Fringer: Vordergründig nicht, aber hintergründig definitiv. Da reden wir vielleicht von 40 bis 50 Prozent, die ihrem Leben so ein Ende setzen. Heute werden viele Fälle von Sterbefasten nicht als solche deklariert.

Ist das Sterbefasten etwas Neues, dass es früher nicht gab?
Fringer: Nein, das gab es schon immer. Aber durch die Moderne und den heutigen Stand der Medizin ist es in den Hintergrund gerückt. Medizinisch wird viel versprochen, das Motto «das Leben muss erhalten bleiben» ist omnipräsent und hat die Thematik dadurch verdrängt.

Das Institut für Angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS erhebt zurzeit Daten zum Sterbefasten. Was genau untersuchen Sie?
Fringer: Wir führen gerade eine Vollerhebung durch und sammeln quantitative wie auch qualitative Daten. Quantitativ geht es um die Haltung und Erfahrung von rund 800 Spitex-Organisationen, 1000 Langzeitpflegeinstitutionen und 5000 Hausärzten. Das Ziel sind Prävalenzzahlen, sprich: Wie häufig kommt das Sterbefasten tatsächlich vor? Auf qualitativer Ebene führen wir in einem zweiten Schritt Fokusgruppen-Interviews durch. Das heisst, wir besprechen die Daten mit Expertinnen und Experten in Gruppen, um sie einordnen und interpretieren zu können.

Mit welchem Ziel?
Fringer: Schlussendlich sollen Leitlinien entstehen, wie das Pflegefachpersonal mit dem Thema Sterbefasten umgehen soll. Damit wollen wir den nötigen professionellen Rahmen schaffen, der heute fehlt. Als Beispiel wissen wir von einem Fall, beim dem sich eine Frau, die todkrank war, fürs Sterbefasten entschieden hatte. Aber sie konnte es nicht durchführen, weil ihr religiöses Umfeld einen solch enormen Druck auf sie auslöste und ihr mit der Hölle drohte, dass sie aus Angst trotzdem Nahrung zu sich nahm. Dem Umfeld ist indes nicht aufgefallen, dass sie zwar ass, aber nie etwas trank. Schlussendlich ist die Frau trotz Nahrung nach sechs Wochen gestorben, weil ihr die nötige Flüssigkeit fehlte. Solche Situationen zeigen uns, dass der professionelle Rahmen wichtig ist. Ausserdem wissen wir unterdessen, dass es nicht das Sterbefasten gibt. Es gibt verschiedene Arten.

Was hat der Beitrag von Schweiz Aktuell ausgelöst? Haben sich Menschen zur Thematik gemeldet?
Fringer: Ja, aufgrund der Berichterstattung haben bereits einige Personen mit uns Kontakt aufgenommen, die das Sterbefasten als Angehörige miterlebt haben. Wir sind froh um jeden, der sich meldet, damit wir weitere Daten erheben können.

Aktueller Beitrag von Schweiz Aktuell
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