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Networking-Tag der FHS Alumni: Alles erreicht – und jetzt?

Die Alumni der FHS St.Gallen luden zum alljährlichen, öffentlichen Networking-Tag in die Olma-Hallen. Für einmal standen weniger Wortgefechte oder pointierte Vorträge, sondern Philosophisches, Nachdenkliches und Sinnliches im Mittelpunkt.

Mit dem Motto „Alles erreicht – und jetzt?“ gingen der Networking-Tag der FHS Alumni und seine prominenten Referierenden auf Sinnsuche. Vor 550 Gästen führte der deutsche Professor Wilhelm Schmid in der St.Galler Olma-Halle gekonnt ins grosse Thema der Philosophie ein: der Sinn des Lebens.

Werden, was man kann
Wer nach Sinn suche, könne diesen gemäss Schmid auf verschiedenen Ebenen erfahren; der sinnlichen, der geistigen, der seelischen und – wer denn wolle – auf einer transzendenten oder metaphysischen Ebene. Ins Zentrum stellte Schmid dabei Beziehungen, ob partnerschaftlich, freundschaftlich oder familär: „Gerade Freunde sind die, welche uns mögen, obwohl sie uns kennen.“ Aber auch geliebte Gegenstände könnten „sinnvoll“ sein, so Schmid. Zum Schluss fasste er zusammen: „Der Sinn des Lebens ist die volle Entfaltung des Lebens“. Jeder solle sich fragen: „Was sind meine Möglichkeiten? Schöpfe ich diese aus? Kann ich gar weitere Möglichkeiten erfinden? Wie kann ich werden, was ich sein kann?“

Den Menschen dienen
SRF-Moderatorin Anna Meier diskutierte anschliessend mit alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz, Kommunikationslegende Beatrice Tschanz und dem St.Galler Gastro-König Köbi Nett darüber, wie erfolgreiche Menschen, die beruflich scheinbar alles erreicht haben, ihrem Leben Sinn geben können.

Bea Tschanz, die nach ihrem kommunikativen Meisterstück beim Swissair-Unglück in Halifax landauf, landab Transparenz in Krisensituationen gepredigt hatte, findet heute eher darin Sinn, wenn sie sich für andere Menschen einsetzen kann. „Wenn ich mich heute bei Krisen im Land umschaue, dann macht man es leider meistens trotz all meiner Vorträge anders; man zieht die Mauern hoch.“ Deshalb finde sie mehr Sinn darin, wenn sie Menschen etwas zurückgeben könne für die Wertschätzung, die man ihr entgegengebracht habe – auch ohne Honorar. Eine kleinen Hieb gegen die Herren in Chefetagen konnte sie sich nicht verkneifen: „Wenn es darum ging, schlechte Nachrichten mitzuteilen, hiess es oft: Dafür haben wir ja die da.“ Und meinte damit sich selber. Im umgekehrten Fall würden aber gerne die Ellbogen ausgefahren, um „in der Sonne zu stehen“. Sie habe bereits in der Unterneh-menskommunikation immer Sinn dabei gefunden, den Menschen – und nicht den Medien – zu dienen.

Selbstbewusst und selbstkritisch
Hans-Rudolf Merz verdeutlichte mit einer Fabel, dass man gar nie wisse, wann man auf dem Höhepunkte sei: „Zwei Hähne kämpften um dieselbe Henne. Der Gewinner plusterte sich auf dem Miststock auf und krähte lauthals seinen Sieg heraus – dabei habe er leider die Rechnung ohne den Geier über ihm gemacht.“ Als Finanzminister habe er 23 Milliarden einsparen können. „Ich bin mir ziemlich sicher, das schafft keiner mehr!“ Merz gab aber auch zu, dass die Schieflage der UBS in der Finanzkrise ihren Teil zu seinem Herzinfarkt beigetragen habe. „Dass ich meine Arbeit danach zu Ende führte, habe ich aber nie infrage gestellt.“ Selbstkritisch betrachtete er zudem seine Rolle im „Lybien-Skandal“ mit Gaddafi: „Das ist nicht gut herausgekommen“. Gleichzeitig habe ihm aber noch niemand sagen können, welche Entscheidungs-Alternativen besser geendet hätten. Sinn findet Merz heute in Projekten zum Schutz der Bergwelt. Aber auch das alte Testament berge hierfür einen enormen Fundus, der allerdings Zeit abverlange. Das Buch sei ein „Sau-Schinken“.

Im Kleinen Grosses tun
Köbi Nett, Visionär und erster Schweizer Gastronom mit Erwähnung im Gault Millau, gibt seinem Leben Sinn, in dem er alle sieben Jahre etwas Neues wagt – sei es ein Wohnungswechsel oder eine neue Geschäftsidee. Zudem habe er fast schon eine Schwäche für „Problemlehrlinge“. Viele, von denen Andere meinten, aus ihnen werde nichts mehr, habe er aufgenommen. „Heute führen dieselben teils grossartige Hotels in Asien.“ Einig waren sich alle Podiumsteilnehmer darin, dass es wichtig sei, gerade im Detail, Kleinen und Alltäglichen Sinnvolles zu tun – statt immer die ganz grossen Ziele zu verfolgen. So findet Köbi Nett: „Ein Gast der lächelt, bedeutet mir alles“.

Ein Best-of für 2014
Nach dem Podium traten der TV-Mann Beni Turnheer, der Ex-Banker und Aussteiger Rudolf Wötzel, der Unternehmer Daniel Model gleichzeitig in den Speakers Corners auf und berichteten anhand ihrer eigenen Erfahrungen und Pläne über sinnstiftende Aufgaben. Dabei konnten die Gäste zwischen den Referaten hin und her wechseln und spontan entscheiden, wem sie zuhören möchten. Der Marathon-Läufer Viktor Röthlin gab dem Publikum als Schlussreferent einige Tipps und Tricks weiter. Zum Programmende verkündete Monika Kedziora von den FHS Alumni das Motto des Networking-Tags 2014: Bei einem „Best-of“ aller Referierenden der bisherigen Networking-Tage soll diesen eine „Carte blanche“ gewährt werden – man darf gespannt sein. Ausklingen liessen die 550 Gäste den Tag mit der traditionellen Networking-Party.
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