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  • 13.04.2018 Neue Fachhochschule Ostschweiz - Regierungen einigen sich mehr ...
  • 30.04.2018 Rückblick. 9. Internationale wissenschaftlicher Kongress für Pflegeforschung - Forschungswelten mehr ...
  • 03.05.2018 AGE-Lab für AAL-Technologien mehr ...
  • 04.05.2018 Studienreise: Auf den Spuren von St.Galler Jugendlichen mehr ...
  • 14.05.2018 Digitale Pflegehelfer als Ersatz? mehr ...
  • 18.05.2018 Master in Sozialer Arbeit: 10 Jahre Einsatz für soziale Entwicklung und Verantwortung mehr ...
  • 31.05.2018 Aktueller Bericht zur neuen Fachhochschule Ostschweiz mehr ...
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  • 04.07.2018 Neuausrichtung der Masterstudiengänge mehr ...
  • 13.08.2018 «Kommunikation wird immer mehr zu einer Kernkompetenz» mehr ...
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  • 04.09.2018 FHS eBusiness Challenge 2018 mehr ...
  • 06.09.2018 Unspoken, Unseen, Unheard of. Unexplored Realities in Qualitative Research mehr ...
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  • 17.09.2018 WTT YOUNG LEADER AWARD 2018 mehr ...
  • 19.09.2018 Vernissage: Hans Hartung und Roland Brauchli: Druckgrafiken. Ein Dialog in Strichen und Flecken mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 25.10.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - ein gelungener Start – Stufe C2E mehr ...
  • 29.10.2018 Musikalische Wanderlesung mehr ...
  • 06.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Ausstellung mehr ...
  • 07.11.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - konsequente Umsetzung - Stufe R4E mehr ...
  • 07.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Lesung mehr ...
  • 08.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Film mehr ...
  • 09.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Tanz mehr ...
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  • 13.11.2018 Vorabendprogramm St.Galler Demenzkongress mehr ...
  • 14.11.2018 St.Galler Demenz-Kongress mehr ...
  • 16.11.2018 Fachsymposium «Soziale Frage» mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
  • 23.11.2018 8. Ostschweizer Gemeindetagung mehr ...
  • 28.11.2018 Bodenseetagung 2018 – Soziale Arbeit 4.0 mehr ...
  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...

FHS-Standpunkte: Pflegende Angehörige – entlasten statt überlasten

Zunahme der Pflegebedürftigkeit, ökonomische Einschnitte, drohender Pflegenotstand, mangelnde Versorgungssicherheit sowie eine steigende Zahl illegaler Hilfspersonen im Spitexbereich – das sind unbequeme Themen, die uns mit unserer eigenen Krankheitsanfälligkeit und den Herausforderungen des Gesundheitswesens konfrontieren. Vor diesem Hintergrund klingt das Begriffspaar „häusliche Pflege“ wie Balsam in den Ohren von Politikern und Ökonomen. Die meisten Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebensphase zuhause im Kreis der Familie zu verbringen. Das Prinzip „ambulant vor stationär“ kommt diesem Wunsch entgegen. Es sieht vor, zunächst familiäre Ressourcen auszuschöpfen, bevor externe Hilfe beansprucht wird. Vordergründig ist dies durchaus logisch und vernünftig. Dennoch werden hierbei viele Aspekte der häuslichen Pflege zu wenig berücksichtigt.

60 Wochenstunden zuhause pflegen
Erkrankt ein Familienmitglied, ergibt sich für die Angehörigen eine problematische Situation. Nach und nach oder völlig unvorbereitet müssen sie die Aufgaben des erkrankten Mitglieds übernehmen. Dieser Rollenwechsel kann das gesamte Familiensystem aus dem Gleichgewicht bringen und in eine Krise führen. Infolge wachsender Pflegeaufgaben ziehen sich viele Angehörige aus ihrem Freundeskreis zurück, nehmen persönliche Interessen kaum noch wahr und leben schliesslich in sozialer Isolation. Häufig sehen sie sich sogar dazu gezwungen, ihren Beruf aufzugeben, um die häusliche Versorgung weiterhin sicherstellen zu können. 60 Wochenstunden und mehr für die Pflege und Betreuung eines Angehörigen sind in der Schweiz keine Seltenheit (Swissagecare, 2010, 17).

Hohe gesundheitliche Risiken pflegender Angehöriger
„Ambulant vor stationär“ kann also Betroffene massiv überfordern und bis an die Grenze physischer und psychischer Belastbarkeit führen. Je länger die häusliche Pflegesituation andauert, desto stärker sind pflegende Angehörige hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, zum Beispiel Bluthochdruck oder Gelenkbeschwerden. Oft fühlen sie sich völlig auf sich alleine gestellt. Doch tausende von Menschen in der Schweiz sind in einer ähnlichen Situation. Angehörige sind der grösste „Pflegedienst“ weltweit. Mehrere Milliarden Franken an unentgeltlicher Hilfe und Betreuung leisten sie pro Jahr – im Verborgenen. Sie entlasten die öffentlichen Haushalte und stellen das „Rückgrat“ unseres Gesundheitswesens dar. Doch ihre individuellen Nöte und ihr hoher Einsatz finden häufig noch zu wenig politische Aufmerksamkeit.

Einen gesellschaftlichen Dialog anregen
Als Mitte der 1990er Jahre die Prämisse „ambulant vor stationär“ eingeführt wurde, stand sie in engem Zusammenhang mit „Rehabilitation vor Pflege“ sowie „Prävention vor Kuration“. Die beiden letzten Aspekte sind leider inzwischen ins Wanken geraten. Umso wichtiger ist es, in einer Gesellschaft mit immer mehr pflegebedürftigen beziehungsweise chronisch kranken Menschen einen öffentlichen Dialog über häusliche Pflege anzuregen. Am 30. Juni findet in St.Gallen ein Publikumsanlass zum Thema „Belastung und Entlastung − wenn Angehörige betreuen und pflegen“ im historischen Saal der Migros-Clubschule statt. Eingeladen sind Angehörige, die bereits ein Familienmitglied pflegen oder dies zukünftig tun werden. Wer eine Pflegeerfahrung hinter sich hat, ist ebenfalls willkommen. Ziel der Veranstaltung ist, gemeinsam über die Herausforderungen häuslicher Pflege ins Gespräch zu kommen. Diese benötigt dringend, präventive und rehabilitative Strukturen, damit „ambulant vor stationär“ nicht einseitig zu Lasten einzelner Familienmitglieder geht. Es gilt, die Ressourcen der familiären, häuslichen Pflege für zukünftige Anforderungen stark zu machen. Pflegende Angehörige entlasten statt überlasten – das sollte unsere Sorge sein.


Dr. André Fringer ist Projektleiter am Institut für Angewandte Pflegewissenschaften IPW der FHS St.Gallen und Studiengangsleiter des Weiterbildungsstudiums Palliative Care
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