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Bildungslandschaft Ostschweiz - wohin geht der Weg?

Sind die St.Galler Hochschulen Konkurrenten, wie man es von anderen Regionen kennt? Hört ihr Wachstum denn gar nicht mehr auf? Wie sehen sie die Ostschweiz? Die drei St.Galler Rektoren standen am Wissenschaftscafé Interessierten Red und Antwort.

"Was in St.Gallen geht, wäre in anderen Städten undenkbar", antwortet FHS-Rektor Sebastian Wörwag. Ob es nicht noch Berührungsängste zwischen den verschiedenen Hochschultypen gäbe, hatte die Moderatorin des Wissenschaftscafés, Eva Nietlispach, im Textilmuseum in die Runde gefragt.

Zusammenarbeit statt Konkurrenz
Erwin Beck, Rektor der Pädagogischen Hochschule, erzählt: "Wir treffen uns regelmässig", und plaudert gar aus dem Nähkästchen, "beim nächsten mal will ich diskutieren, ob wir mit vereinten Kräften ein ganz grosses Programm des Schweizerischen Nationalfonds gewinnen können – alleine haben wir kaum Chancen." Man dürfe hier regionales Bewusstsein zeigen. "Wir repräsentieren auch gemeinsam den Bildungsstandort nach aussen", ergänzt Thomas Bieger, Rektor der Uni St.Gallen. Zudem hätten sie gleiche Interessen. "Gemeinsam haben wir gut 12‘000 Studierende: Wo wohnen die? Welche Sportangebote können sie nutzen?" Auch aus finanzpolitischen Gründen sei die Kooperation sinnvoll.

Sebastian Wörwag nennt konkrete Projekte: "Mit der Uni haben wir den Verein Startfeld für Jungunternehmende lanciert. Am Schweizer Bildungsforum in St.Gallen diskutieren wir regelmässig hochschulübergreifende Themen." Die drei Hochschulen leben also bereits das neue Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz, das 2015 in Kraft tritt. "Das geht in diese Richtung", sagt Bieger. Allerdings könne man einem Professor nicht befehlen, mit wem er zusammenzuarbeiten habe. Wörwag weiss: "Aus Kooperation muss Mehrwert entstehen. Dafür braucht es erst mal Vertrauen, Offenheit und gemeinsame Interessenlagen."

Leuchttürme schaffen
Nach Sebastian Wörwag fehlt der Ostschweiz noch ein Geschäftsmodell. "Wie wollen wir uns positionieren? Das geht über Bildung hinaus, fragt aber auch nach ihrem Stellenwert." Andere Regionen – wie etwa Luzern – führten diese Diskussionen um thematische Cluster. "Wofür stehen wir?" Thomas Bieger erklärt: "westlich von Bern gibt es vier Universitäten, östlich von Zürich nur noch uns." Wir seien eine Region, in der man nicht alles finanzieren könne. So gesehen sei es sinnvoll, dass wir Leuchttürme schaffen. Erwin Beck fordert, man müsse auch mehr in nationale Gremien rein. "Alle St.Galler Hochschulen erhielten überall im Land viel Lob, aber man nimmt uns zu wenig wahr."

Segelschiff, statt Öltanker
Wie viel wollen und können die drei Hochschulen noch wachsen? Ist eine grosse Hochschule gar eine Frage des Prestiges? "Die PH ist die kleinste Hochschule in St.Gallen. Wir müssen noch etwas wachsen, um Exzellenz hinzubringen", wünscht sich Beck. "Mit unserem Gebäude stossen wir an Grenzen", sagt der Fachhochschulrektor. Nachfrage sei zwar ein Indiz für Gutes, aber absolute Grösse sei kein Wert für sich oder erstrebenswert. "Wir sind gross genug, um gewisse Probleme der Kleinen nicht zu haben, wollen aber lieber wendiges Segelschiff bleiben, als Öltanker werden." Allerdings warten wir immer noch auf den prognostizierten demografischen Knick – aber er kommt bisher nicht. Für die Universität gehe es weniger um Grösse als um richtige Wachstumspfade. Die letzten Schübe seien nicht gut gewesen – sie basierten auf den Kindern der Baby-Boomers, der Einwanderung und der Erhöhung der Maturitätsquote. Aber die Wissenschaft spezialisiere sich auch laufend aus. "Früher hat ein Chirurg vom Kniegelenk bis zum Kaiserschnitt alles gemacht. Wir brauchten damals einen Marketingprofessor – heute sind es zehn mit ihren Marketing-Spezialdisziplinen."



Wissenschaftscafé St.Gallen
Das Wissenschaftscafé widmet sich aktuellen gesellschaftlichen Fragen und lässt dabei Expertinnen und Experten mit einem breiten Publikum in einen Dialog treten. In einem nicht-akademischen Rahmen, einem Café, begegnet wissenschaftliche Kompetenz den Interessen und Fragen der Bevölkerung. Aktuelle Themen werden auf einer wissenschaftlichen Basis diskutiert, wobei auf Referate verzichtet wird. Vielmehr werden von beiden Seiten Fragen aufgeworfen und Meinungen abgegeben, um so die Vielschichtigkeit eines Themas aufzuzeigen und verschiedene Facetten zu beleuchten. Weitere Informationen unter www.fhsg.ch/scienceetcite.
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