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  • 08.03.2018 Präsentation Industrieprojekte Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen mehr ...
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  • 17.06.2018 Salon de Débat: «Skepsis und Sicherheit/Gewissheit» mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...

Wenn Mädchen Roboter bauen und Jungs in die Soziale Arbeit eintauchen

Ein kleiner Roboter fährt durch die eigens dafür gebaute Fahrbahn. Schnurstracks geradeaus, dann dreht er nach links, fährt weiter, dreht wieder exakt im richtigen Moment um die Ecke und steuert ohne Touchieren die Ziellinie an. Michelle und Livia klatschen sich begeistert in die Hände, sie haben ihren neuen technischen Liebling top programmiert. Der Nächste rollt perfekt los, schafft aber die Linkskurve nicht, bleibt in der Ecke stecken und rotiert mit seinen Rädern. «Siehst du, wir müssen hier weiter runterkorrigieren, versuchen wir es mit minus 40», sagt ein anderes Mädchen zu seinem Gruppengspänli. So geht es im Eiltempo weiter, Gruppe für Gruppe testet deren Roboter in der Fahrbahn. Sie tüfteln, rechnen und programmieren.

Frauen sind technikaffin
Es sind Mädchen aus der 5. bis 7. Klasse, die sich für den nationalen Zukunftstag an der FHS St.Gallen angemeldet haben. «Die Teilnehmerinnen sind extrem motiviert und es hat sich einmal mehr gezeigt, dass Mädchen genauso begabt sind in der Technik wie Jungs», sagt Projektleiterin Barbara Baumann. Genau darum ging es der FHS St.Gallen.

In der Schweiz ist die Ingenieurbranche nach wie vor eine Männerdomäne, der Anteil Frauen ist niedrig. «Vielerorts herrscht die Meinung vor, dass Frauen nicht technikaffin seien. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Sie haben viel mehr Fingerspitzengefühl, denken voraus, wogegen die Jungs eher mal einfach machen und drauflos preschen», so Projektleiter Jörg Bachmann von der FHS St.Gallen. Es müsse in der Gesellschaft ein Umdenken stattfinden und Mädchen sollten viel früher an die Technik herangeführt werden. Genau darum lancierte der Fachbereich Bau und Technik der FHS St.Gallen im Rahmen des Nationalen Zukunftstags zum ersten Mal ein Spezialprojekt für Mädchen. Die Aufgabe lautete, einen Roboter zu bauen und zu programmieren mit Lego MINDSTORMS und der Software EV3 Home Edition.

Programmieren unter Zeitdruck
Inzwischen ist es 14.30 Uhr. Die nächste Aufgabe steht an: Der Roboter soll Ultraschall- und Farbsensoren bekommen, damit er Hindernisse selbst erkennt und bei der Ziellinie automatisch stoppt. Jörg Bachmann zeigt vor, wie es geht. Die Mädchen klicken sich durch das Programm, hoch konzentriert optimieren sie ihr technisches Wunderkind. Von allen Seiten strecken sie die Hände auf, sie sind nervös, denn jetzt läuft die Zeit: Um 15.15 Uhr soll der Roboter startklar sein und sich im Wettrennen gegen die anderen behaupten. Die drei Projektmitarbeiterinnen haben alle Hände voll zu tun. Dann ist es soweit: Aufgeregt stehen die Zweiergrüppchen in Reih und Glied, in den Händen ihr technisches Baby und das Handy. Schliesslich wollen sie diese Szene festhalten, um ihre Leistung nachher den Freundinnen und Eltern zeigen zu können. Aufgeregt fiebern sie mit dem Roboter mit, drücken Daumen, jubeln und gratulieren sich gegenseitig.

Jungs tauchen in die Soziale Arbeit ein
Zur selben Zeit sind die Jungs zurück von ihren Praxisbesuchen in sozialen Institutionen und erzählen sich gegenseitig von ihren Eindrücken. Die eine Gruppe besuchte den Jugendkulturraum flon in St.Gallen, die andere das Unternehmen Valida, das Menschen mit Behinderungen Arbeits- und Wohnplätze bietet. Auch hier das Ziel der FHS St.Gallen, den Jungs ein eher «frauenlastiges» Arbeitsfeld näherzubringen: die Soziale Arbeit. «Der Partyclub flon ist so cool, da kann man Pingpong spielen und an DanceBattles teilnehmen», sagt einer der Jungs. «Man kann dort mega viel machen, nur Bier trinken darf man nicht», berichtet ein anderer. Beeindruckt ist auch die Gruppe, die bei Valida reinschauen durfte. «Sie haben dort Maschinen zum Gravieren», erzählt ein Junge.

«Das war ein spannender Tag»
Auch die Jungs sind 5.- bis 7.-Klässler und bekamen die Gelegenheit, die verschiedenen Berufe der Sozialarbeit und Sozialpädagogik näher kennenzulernen. Als sie nach den Highlights gefragt werden, antworten viele: der Tag war mega spannend, der flon ist cool und die Sozialarbeiter waren voll nett. «Mich hat wirklich erstaunt, welch reife Fragen die Jungs stellten und wie interessiert sie an die Themen herangingen», sagt Jonathan Dähler, Student und Praktikant im Fachbereich Soziale Arbeit.

Für die FHS St.Gallen – unter dem Lead der Fachstelle Gender und Diversity –hat sich der Einsatz am Zukunftstag gelohnt. Der eine oder andere Junge fand, ihm würde die Arbeit als Sozialpädagoge oder Sozialarbeiter gefallen. Und Natalie und Florine finden: «Anfangs war es noch etwas schwierig, aber mit den Anleitungen ging es dann mega gut. Uns hat es heute grossen Spass gemacht».

Text: Nathalie Schoch


Tagblatt-Artikel: Auch Mädchen können Roboter bauen


Zukunftstag 2017

Bilder: Donato Caspari
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