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  • 06.09.2017 Semesterstart mit zwei neuen Bachelor- und einem neuen Master-Studiengang mehr ...
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  • 01.02.2018 Provida Unternehmerreport 2018 mehr ...
  • 07.02.2018 Mit dem Vereinbarkeitssimulator zur Work-Life-Balance mehr ...
  • 19.02.2018 Rückblick Fachtagung: Kinderwelten 2018 mehr ...
  • 24.02.2018 ArchitekturWerkstatt St.Gallen - offener Projekttag mehr ...
  • 01.03.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Demokratie und Menschenrechte - ein Spannungsfeld?» mehr ...
  • 08.03.2018 Präsentation Industrieprojekte Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen mehr ...
  • 12.03.2018 Lesereise der IBH-AG Gender & Diversity mit Tina Witte mehr ...
  • 14.03.2018 Sofa-Gespräch "Master-Studium in Pflege - und dann?" mehr ...
  • 15.03.2018 Zeitdiagnose Männlichkeiten in der Schweiz mehr ...
  • 22.03.2018 Bücherflohmarkt für einen guten Zweck mehr ...
  • 22.03.2018 7. Schweizer Bildungsforum: Maschine vs. Mensch – und Bildung? mehr ...
  • 03.04.2018 FHS-Infoabend am Dienstag, 03. April 2018 mehr ...
  • 08.04.2018 Salon de Débat: «Realität und Täuschung» mehr ...
  • 18.04.2018 erpcamp 2018 mehr ...
  • 19.04.2018 9. internationaler wissenschaftlicher Kongress für Pflegeforschung - Forschungswelten mehr ...
  • 02.05.2018 11. Ostschweizer Innovationstagung mehr ...
  • 09.05.2018 Achter Mai-Anlass IPW-FHS mehr ...
  • 31.05.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenwürde – mehr als eine Worthülse?» mehr ...
  • 17.06.2018 Salon de Débat: «Skepsis und Sicherheit/Gewissheit» mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 16.11.2018 Fachsymposium «Soziale Frage» mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...

FHS-Standpunkte: Herausforderungen im Bologna-Zeitalter

Herausforderungen der Fachhochschulbildung im Zeitalter von „Bologna“
1999 fiel mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung der Startschuss für ein ehrgeiziges bildungspolitisches Projekt: die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Hochschulraumes. Die Schweizer Fachhochschulen haben sich diesem Prozess angeschlossen und tief greifende Veränderungen vollzogen. Seit mittlerweile sieben Jahren prägen modularisierte Bachelor- und Masterstudien, ein Leistungspunktesystem (ECTS) zur Förderung der studentischen Mobilität und ein neues Lehr-/Lernverständnis die Fachhochschullehre. Es ist also genügend Zeit verstrichen, um Bilanz ziehen und die zentralen Herausforderungen für die Sicherung der Ausbildungsqualität benennen zu können.

Gefragt im Arbeitsmarkt
Ein erklärtes Ziel der Bologna-Reform war die Arbeitsmarktfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen. Daran gemessen erhalten die Fachhochschulen dank ihrem praxisorientierten Profil gute Noten: Laut Bundesamt für Statistik waren von den Abgängern der ersten Bologna-Generation ein Jahr nach Studienabschluss nur gerade 2,9% erwerbslos; 12 Monate nach Abschluss hatten bereits 70% eine Stelle gefunden, die ihren Qualifikationen entspricht. Die Fachhochschulen bieten also auch mit „Bologna“ attraktive Studiengänge an, die von der Arbeitswelt geschätzt werden.
Dieses positive Bild täuscht allerdings darüber hinweg, dass die Fachhochschulen weiterhin vor grossen Aufgaben stehen. Besonders herausforderungsreich präsentiert sich die Umsetzung des neuen Lehr-/Lernverständnisses. Danach sollen die Studierenden ein hohes Mass an Eigenverantwortung übernehmen und das eigene Lernen zu einem grossen Teil selbst steuern und kontrollieren. Von den Dozierenden wird gefordert, dass sie weniger Wissen „vermitteln“ und stattdessen das Selbststudium der Studierenden initiieren und begleiten.

Neue Rollen für Studierende und Dozierende
In struktureller Hinsicht ist diese Neuorientierung bereits Realität: In den Studienplänen wurde das Selbststudium gegenüber dem herkömmlichen Frontalunterricht deutlich ausgebaut. Was den kulturellen Wandel angeht, stehen viele Fachhochschulen aber noch am Anfang oder mitten drin, da die Studierenden und Dozierenden in ihre neuen Rollen hineinwachsen und darauf vorbereitet werden müssen. In diesem Zusammenhang gewinnt die Frage an Bedeutung, ob die Berufsmittelschulen die Schülerinnen und Schüler genügend auf das Studium vorbereiten. Gesicherte, generalisierbare Antworten dazu gibt es bisher nicht. Zentral ist auch die Frage, ob die Fachhochschulen ihre Dozierenden genügend weiterbilden. Laut dem „Bologna-Report 2010“ wurden zahlreiche Weiterbildungsangebote geschaffen und teilweise auch didaktische Fachstellen errichtet. Die Angebote werden aber unterschiedlich stark genutzt und sind unterschiedlich wirksam. Deshalb muss verstärkt darüber nachgedacht werden, wie die Verbindlichkeit und Wirksamkeit didaktischer Qualifizierungsmassnahmen erhöht werden können.

Lehrqualität erfordert auch Mittel
Halten wir fest: Im Zeitalter von „Bologna“ hängt die Ausbildungsqualität an Fachhochschulen massgeblich von der Qualität des Selbststudiums, also von der Hochschulreife der Studierenden und den didaktischen Fähigkeiten der Dozierenden, ab. Aber: Die Lehrqualität wird nicht ausschliesslich durch Dozierende und Studierende verantwortet. Es müssen auch genügend Ressourcen bereitgestellt werden, denn unzureichende Lehrbudgets können sich als Bumerang erweisen. Bei weiter steigenden Studierendenzahlen fördern sie die Tendenz zu Grossgruppen und schlechteren Betreuungsverhältnissen, was die Fachhochschullehre in die Gefahr bringt, zunehmend zu einem anonymen Massengeschäft zu verkommen.

Die Fachhochschulen sind auf gutem Weg. Sie benötigen aber ausreichende Mittel, um die Herausforderungen meistern sowie eine hohe Lehrqualität und ihr spezifisches Profil behalten zu können.

*Prof. Dr. José Gomez leitet das Zentrum für Hochschulbildung der FHS St.Gallen. Am 6. November ist er Podiumsgast am zweiten Schweizer Bildungsforum in St.Gallen: www.fhsg.ch/bildungsforum
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