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  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 25.10.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - ein gelungener Start – Stufe C2E mehr ...
  • 07.11.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - konsequente Umsetzung - Stufe R4E mehr ...
  • 16.11.2018 Fachsymposium «Soziale Frage» mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
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Erste All School Charrette: Startschuss für die ArchitekturWerkstatt St.Gallen

Der Pioniergeist des Beginnens
In der ersten Woche ihres Studiums lernten die 32 Studierenden der neuen ArchitekturWerkstatt der Fachhochschule St.Gallen nicht nur sich und den Lehrkörper kennen, sondern näherten sich auch ihrem Studienort an: der Hauptpost St.Gallen. In der 1. All School Charrette machten sie zu einer räumlichen Situation im Gebäude eine interpretative Analyse, übersetzten sie in ein Modell und präsentierten dieses in der Schlusskritik im Plenum vor zwei eingeladenen Gastkritikern.

Mit einem gewissen Stolz über das Geleistete blickten die Studierenden auf die erste, sehr intensive Woche zurück. Die Ergebnisse stehen für alle sichtbar auf schwarzen Stelen im Atelier: hier ein Modell des Uhrenturms des Postgebäudes, dort der nachgebaute Dachstuhl. Dass sie mit einer Projektwoche ins Studium gestartet sind, findet Anklang. «Ein guter Einstieg, mir gefällt, dass wir gleich eine solche Arbeit gemacht haben», sagt einer der Studierenden.

Dem Postgebäude angenähert
Zu Beginn dieser Arbeit stand eine Postkarte, auf der eine räumliche Situation oder ein Detail in der alten Post abgebildet war, sowie ein Begriff. Beim Uhrturm etwa stand «Zeichen», beim Dachstuhl «Tragwerk». Die Aufgabe war es, sich mit der Situation oder dem Detail und dem Begriff auseinanderzusetzen. Sie studierten die Pläne der Erbauer Otto Pfleghard und Max Haefeli und diskutierten fakultativ, was sich die Architekten überlegt hatten. Dann analysierten sie in Gruppen, was sich hinter der von ihnen gewählten Situation oder dem Detail verbirgt und übersetzten ihre interpretative Analyse über einen Transfer in ein eigenständiges Modell aus Graupappe, Holz oder Knetmasse. Am Ende der Woche präsentierten sie ihr Modell in der Schlusskritik im Plenum.

Arbeiten beeindrucken Gastkritiker
Die zwei eingeladenen Gastkritiker zeigten sich beeindruckt. «In dieser Woche ist viel passiert, viele Fragen konnten angesprochen werden. Und die Studierenden haben mit einer grossen Ernsthaftigkeit gearbeitet», lobt Architekt Johannes Brunner von der bbk Architekten AG in Balzers. Auch Claudia Komrei, Architektin und Lehrbeauftragte für Architekturgeschichte und Theorie, ist voll des Lobes. Die Ergebnisse seien beeindruckend, sie hätten viel ausgelöst und Anlass zu grundsätzlichen Diskussionen gegeben. «Diese Form der Auseinandersetzung funktioniert heute in der Architektur gut», sagt sie. Architekt Bernardo Bader von bernardo bader architekten in Dornbirn zeigte sich vom Einstieg mit der All School Charrette überzeugt. «Von einem gebauten Gebäude können wir viel lernen.» Wichtig sei, dass man nicht nur rede, sondern auch etwas produziere.

Die Freiheit des Beginnes
Eine positive Bilanz über die erste Woche zieht auch die Leiterin der ArchitekturWerkstatt St.Gallen, Anna Jessen. Sie sei erstaunt, wie differenziert die Arbeiten seien, und wie jede Gruppe einen sehr persönlichen Zugang zur Aufgabe gefunden habe. Und dies obwohl sich, am neuem Ort vereint, weder die Studierenden noch der Lehrkörper untereinander gekannt haben. Noch mehr aber freut sie der Pioniergeist, der spürbar ist. «Es ist eine Mischung aus positiver Unvoreingenommenheit und der wunderbaren Freiheit des Beginnens. Gerade weil die Studierenden noch keine fertigen Bilder im Kopf haben, lassen sie sich auf neue Dinge ein.»

ArchitekturWerkstatt St.Gallen: Lernen am konkreten Werk
Sebastian Wörwag, Rektor der Fachhochschule St.Gallen, freut sich ebenfalls über die erste Werkschau. «Lernen am konkreten Werk, das ist ein besonderes Merkmal unseres neuen Bachelor-Studiengangs in Architektur.» Mit der Architektur verhielte es sich ähnlich wie mit dem Erlernen einer Fremdsprache, es brauche genauso ein Vokabular und eine Grammatik. Im gewichtigen und traditionsreichen Gebäude der alten Post hätten die Studierenden einen idealen Sprachlehrer. «Erst wenn man die Architektursprache gelernt hat, kann man eine eigene Form von Stilbildern entwickeln. Aber eine Sprache muss man sprechen. Architektur lernt man nur im Tun und im Gestalten.»
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