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Ein Ort der Kreativität und Innovation

Unter dem Dach des neuen Bildungsstandorts Post der Fachhochschule St.Gallen finden sich zwei Ausbildungsmodelle, die einzigartig in der Schweiz sind: Während der neukonzipierte St.Galler Architekturstudiengang auf einem Werkstattgedanken basiert, werden Studierende der Pflege und der Medizin im Rahmen des geplanten Joint Medical Masters künftig gemeinsam Unterricht haben. Unter Beisein von Vertreterinnen und Vertretern der St.Galler Regierung, der Trägerkantone und der Praxis wurde der neue Bildungsstandort jetzt offiziell eröffnet.

Optimaler könnte der Standort nicht sein: mitten in der Stadt St.Gallen direkt am Bahnhof, in einem altehrwürdigen Jugendstilgebäude. Umso mehr freute sich Rektor Sebastian Wörwag genau hier in der ehemaligen Hauptpost den neuen Bildungsstandort der Fachhochschule St.Gallen (FHS) mit dem Fachbereich Gesundheit und der ArchitekturWerkstatt offiziell zu eröffnen. Den Bezug der Räume im zweiten Stock sieht er als einen weiteren Beitrag, den Ruf St.Gallens als Bildungsstadt zu festigen. «Ein Raum ist jedoch nur so gut, wie das, was darin stattfindet», sagte Sebastian Wörwag. Er sieht den Raum als einen Ort, der vieles ermöglicht und in dem vieles geschehen kann. Anders als in einem klassischen Vorlesungssaal würden die Studierenden hier in einer Werkstatt bzw. in Praxisräumen lernen. «Sie lernen nah am baulichen Objekt und nah am Menschen.»

Studiengänge gegen den «Braindrain»
Regierungsrat Stefan Kölliker bezeichnete den neuen Bildungsstandort als einen Ort der Kreativität und Innovation mit einzigartigen Bildungslehrgängen. Und vor allem als einen Ort, der dazu beiträgt, der Ostschweiz gute Fachkräfte zu erhalten. «Seit 2000 verzeichnet der Kanton St.Gallen einen negativen Wanderungssaldo. Mehr Personen ziehen weg als zu.» Und das führe zu einem «Braindrain», einer Abwanderung des Humankapitals. Denn wer für eine Ausbildung wegziehe, kehre später oft nicht mehr zurück. Ein eigenständiger Architekturstudiengang trägt deshalb seiner Meinung nach bei, den Fachkräftemangel in den hiesigen Architekturbüros zu mindern. Und der neue Joint Medical Master könne helfen, Pflegefachkräfte und Ärzte in der Ostschweiz zu halten, so eine gute medizinische Versorgung sicherzustellen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. «Solche einzigartigen Ausbildungsmodelle sind wichtig, um die Abwanderung zu bekämpfen.»

Ein Beitrag für die Zukunft
Ein eigennütziges Motiv hinter der ArchitekturWerkstatt gestand Regierungsrat Marc Mächler ein. «Als Bauherr braucht der Kanton gut ausgebildete Architektinnen und Architekten genauso wie Fachleute, die den privaten Bau als Ganzes betrachten.» Das dominierende Thema der Zukunft sei für Städte und Gemeinden die innere Entwicklung. «Wie kann die Bevölkerungszunahme und die gewollte Entwicklung des Wirtschaftsstandorts bewältigt werden, ohne bestehendes Kulturland weiter zu bebauen?» Über die Notwendigkeit der inneren Verdichtung sei sich die Politik und Bevölkerung einig, nur ende dieser Konsens oft an der eigenen Grenze. Aber nicht nur Gebäude seien wichtig. «Bei der Entwicklung ins Innere geht es auch um das Dazwischen, um den Aussenraum.» Er hofft deshalb, dass die angehenden Architektinnen und Architekten dereinst dies als Chance verstehen und ihren Beitrag dazu leisten.

Clinical Assessment und Handwerk
Birgit Vosseler, Fachbereichsleiterin Gesundheit und FHS-Prorektorin, stellte die interprofessionelle Zusammenarbeit im Rahmen des Joint Medical Masters vor. Über Interprofessionalität werde vielerorts gesprochen, sagte sie. «Wir aber machen es. Wir rücken die Studierenden der Medizin und Pflege näher zusammen. Sie lernen im Clinical Assessment gemeinsam und voneinander.» Im Zentrum steht dabei vor allem die Anamnese (das Erstgespräch mit neuen Patientinnen und Patienten) sowie die körperliche Untersuchung und Diagnostik aus dem jeweiligen fachlichen Blick. Die angehenden Mediziner und Pflegefachkräfte lernen, berufsübergreifend einen lösungsorientierten und zielgerichteten Umgang mit Patientinnen und Patienten im kommunikativen Geschehen auszuüben. Dafür absolvieren die beiden Fachrichtungen einige Module situativ zusammen. «Die Ausbildung von Pflegefachkräften ist heute auf Augenhöhe mit dem Medizinstudium. Jetzt geht es darum, gesellschaftlich vorgegebene Hierarchien abzubauen und die Begleitung von immer komplexer werdenden Krankheitsverläufe zu optimieren», sagte Birgit Vosseler.

Anna Jessen, Leitung Architektur, präsentierte das Konzept der ArchitekturWerkstatt. Architektur versteht sich in dieser als ein autonomes Handwerk, das in der Werkstatt vermittelt, erprobt, versucht und diskutiert wird. «Neben den tatsächlich existenten Werkstätten für Drucktechniken, Holzbearbeitung, Gipsguss und Digitales ist der Begriff der Werkstatt auch Synonym für das gemeinsame Machen und das Gelingen einer Zusammenarbeit auf materieller und sozialer Ebene», sagt Jessen. Die Werkstatt erarbeite sich im engen Diskurs mit der konkret gebauten Umwelt, dem zu entwerfenden architektonischen Projekt, den Lernenden, den Lehrenden und der planenden und ausführenden Praxis die Fähigkeit, Raum und Architektur in seiner ganzheitlichen Verantwortung für Mensch und Umwelt wahrzunehmen, darzustellen und entwerfen.

Impressionen
Eröffnung Bildungsstandort Post
Fotos: Jelena Gernert

Weitere Informationen: www.fhsg.ch/architektur, www.fhsg.ch/pflege
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