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1. St.Galler Demenz-Kongress - ein Tag voller Fakten und Emotionen

Der 1. St.Galler Demenz-Kongress am 27.11.2013, organisiert vom Fachbereich Gesundheit der FHS St.Gallen und den Olma Messen, St.Gallen, vermittelte vielfältige Impulse, um „herausforderndem Verhalten“ hilfreich zu begegnen.

In Momenten der Überforderung, der Reizüberflutung und der bedrohten Selbstintegrität kann „herausforderndes Verhalten“ die einzige „Sprache“ sein, die einem Menschen mit Demenz noch bleibt. Dies war eine der Kernbotschaften an die mehr als tausend Teilnehmenden.

„Unser Kongress findet kurz nach der Verabschiedung der nationalen Demenz-strategie statt – welch ein erfreuliches Zusammentreffen“, sagte Prof. Martina Merz-Staerkle, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, FHS St.Gallen. Als Initiantin des Kongresses war es ihr Anliegen, das Wissen der Fachhochschule mit einem Thema zu verbinden, das die Gesellschaft bewegt. „Demenz geht uns alle an“, betonte Regierungsrätin Heidi Hanselmann, Vorsteherin des Gesundheitsdepartements, Kanton St.Gallen. 110.000 Menschen in der Schweiz leiden aktuell an Demenz und jedes Jahr erhalten 26.000 Personen eine Demenzdiagnose. Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig fachlich fundierte Konzepte sind, um Menschen mit Demenz in ihrer „eigenen Welt“ zu erreichen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und ihr Verhalten nachvollziehen zu können.

„Herausforderndes Verhalten“ als Reaktion auf das soziale Umfeld
Als „Aufforderung an uns, sozial zu handeln“ deutete Dr. Thomas Beer, Dozent an der FHS.Gallen. das „herausfordernde Verhalten“. Häufig sei es eine Reaktion auf das soziale Umfeld und Ausdruck einer Suche nach sozialer Resonanz. Droht die Intimsphäre verletzt zu werden, beispielsweise bei pflegerischen Tätigkeiten mit Körperkontakt oder im Zusammenhang mit Ausscheidung, dann zeigen Menschen mit Demenz häufig „herausforderndes Verhalten“, berichtete Prof. Dr. Susi Saxer, Projektleiterin am Institut für Angewandte Pflegewissen-schaft IPW-FHS. Sie verwies auf hilfreiche Modelle wie die „Kognitive Triade“, um Bedürfnisse, Gedanken und Emotionen zu erkennen, die sich hinter „herausforderndem Verhalten“ verbergen.

Verlust des Selbstgefühls und fragmentiertes Erleben
Wer Sinneseindrücke nicht mehr mit dem eignen Selbst in Verbindung bringen kann, wer sensorisches Empfinden nicht mehr in Bewegungsverhalten umsetzen kann und wer die elementare Gewissheit „Das bin ich“ verloren hat – der lebt in einer Wirklichkeit mit ständigem „Filmriss“, erklärte Dr. Christoph Held, Facharzt Psychiatrie, Geriatrischer Dienst der Stadt Zürich. Sind sich Pflegende bewusst, dass ein Mensch mit Demenz das, was er wahrnimmt, teilweise nicht mehr mit seinem eigenen Selbst oder einer Handlung verbinden kann, werden sie ihm verständnisvoller begegnen können. Wie dieses „fragmentierte“ Erleben die Persönlichkeit verwandeln kann und „ganz neue Gefühlswelten“ zum Vorschein kommen – das führt uns Kunst besonders intensiv vor Augen: Die Schauspieler des Ensembles „Hirntheater“ und der Regisseur David Sieveking eröffneten tiefe, intim-berührende und nachdenklich stimmende Eindrücke in das Leben mit Demenz.

Nächster St.Galler Demenz-Kongress: Mittwoch, 26. November 2014
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