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  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...
  • 28.11.2018 Bodenseetagung 2018 – Soziale Arbeit 4.0 mehr ...
  • 23.11.2018 8. Ostschweizer Gemeindetagung mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
  • 16.11.2018 Fachsymposium «Soziale Frage» mehr ...
  • 14.11.2018 St.Galler Demenz-Kongress mehr ...
  • 13.11.2018 Vorabendprogramm St.Galler Demenzkongress mehr ...
  • 10.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Theater mehr ...
  • 09.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Tanz mehr ...
  • 08.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Film mehr ...
  • 07.11.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - konsequente Umsetzung - Stufe R4E mehr ...
  • 07.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Lesung mehr ...
  • 06.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Ausstellung mehr ...
  • 29.10.2018 Musikalische Wanderlesung mehr ...
  • 25.10.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - ein gelungener Start – Stufe C2E mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 19.09.2018 Vernissage: Hans Hartung und Roland Brauchli: Druckgrafiken. Ein Dialog in Strichen und Flecken mehr ...
  • 17.09.2018 WTT YOUNG LEADER AWARD 2018 mehr ...
  • 14.09.2018 Mini Rock – das kleinste Ostschweizer Openair mehr ...
  • 06.09.2018 Unspoken, Unseen, Unheard of. Unexplored Realities in Qualitative Research mehr ...
  • 04.09.2018 FHS eBusiness Challenge 2018 mehr ...
  • 30.08.2018 Update für Personalverantwortliche, OBA 2018 mehr ...
  • 27.08.2018 Achtung Kinderrechte! Ganz früh! Aber wie? mehr ...
  • 24.08.2018 18. Ostschweizer Technologie Symposium OTS mehr ...
  • 23.08.2018 Das Fest der Talente 2018 mehr ...
  • 13.08.2018 «Kommunikation wird immer mehr zu einer Kernkompetenz» mehr ...
  • 04.07.2018 Neuausrichtung der Masterstudiengänge mehr ...
  • 25.06.2018 Semesterkritik: Architekturstudierende entwerfen Sommerbar für St.Gallen mehr ...
  • 31.05.2018 Aktueller Bericht zur neuen Fachhochschule Ostschweiz mehr ...
  • 18.05.2018 Master in Sozialer Arbeit: 10 Jahre Einsatz für soziale Entwicklung und Verantwortung mehr ...
  • 14.05.2018 Digitale Pflegehelfer als Ersatz? mehr ...
  • 04.05.2018 Studienreise: Auf den Spuren von St.Galler Jugendlichen mehr ...
  • 03.05.2018 AGE-Lab für AAL-Technologien mehr ...
  • 30.04.2018 Rückblick. 9. Internationale wissenschaftlicher Kongress für Pflegeforschung - Forschungswelten mehr ...
  • 13.04.2018 Neue Fachhochschule Ostschweiz - Regierungen einigen sich mehr ...
  • 19.03.2018 Fachdiskurs über Männlichkeiten mehr ...
  • 16.03.2018 Unternehmensspiegel St.Gallen: Die Disruption ist spätestens gegen Schluss eine Abrissbirne. mehr ...
  • 21.02.2018 Die alternde Gesellschaft braucht Roboter mehr ...
  • 19.02.2018 Rückblick Fachtagung: Kinderwelten 2018 mehr ...
  • 07.02.2018 Mit dem Vereinbarkeitssimulator zur Work-Life-Balance mehr ...
  • 01.02.2018 Provida Unternehmerreport 2018 mehr ...
  • 11.12.2017 Wenn die Bücherbotin an der Haustür klingelt mehr ...
  • 11.12.2017 Rückblick Fachveranstaltung: Trends in Praxis und Theorie Soziale Arbeit mehr ...
  • 24.11.2017 Rubén Rodriguez Startz zum Leiter des Weiterbildungszentrums gewählt mehr ...
  • 21.09.2017 FHO Studienstart 2017 mehr ...
  • 21.09.2017 Diplomfeier Master Wirtschaftsinformatik mehr ...
  • 18.09.2017 Tagung Digitalisierung und Alter: Senioren wollen nicht abgehängt werden mehr ...
  • 12.09.2017 Podiumsgespräch an der OBA: Generationenmix im Team bringt Unternehmen Wettbewerbsvorteile mehr ...
  • 11.09.2017 Die Berufe der Zukunft sind anders mehr ...
  • 06.09.2017 Semesterstart mit zwei neuen Bachelor- und einem neuen Master-Studiengang mehr ...
  • 30.08.2017 Eine Trägerschaft für drei Standorte mehr ...

Soziale Arbeit

31.05.2018Aktueller Bericht zur neuen Fachhochschule Ostschweiz

Die neue Fachhochschule Ostschweiz nimmt Form an: Die Eckpunkte für die Trägerschaft der neuen Fachhochschule Ostschweiz sind geklärt, die künftige Organisation der Schule zeichnet sich ab und die weiteren Vorbereitungsarbeiten sind aufgegleist. Dies sind die Erkenntnisse aus einem Zwischenbericht der Regierung an den Kantonsrat.


Medienmitteilung

18.05.2018Master in Sozialer Arbeit: 10 Jahre Einsatz für soziale Entwicklung und Verantwortung

Seit zehn Jahren bieten die Fachhochschulen Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich in einer erfolgreichen Kooperation den konsekutiven Masterstudiengang in Sozialer Arbeit an. Bislang absolvierten mehr als 270 Studierende das Masterprogramm und aktuell sind 250 Studierende eingeschrieben.
Im Herbst 2008 startete für 34 Studierende der neue, konsekutive Masterstudiengang Soziale Arbeit BE│LU│SG│ZH – eine Kooperation der Fachhochschulen Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich, die bis heute Bestand hat. Die Studierenden interessierten sich für das Handwerk Sozialer Arbeit, das sich im Nachgang zu einem Bachelorstudium stärker auf konzeptionelle und forschungsbasierte Aufgaben für die Praxis Sozialer Arbeit ausrichtet. Sie und ihre Dozierenden sahen sich als Pioniere und es war ein Privileg, in diesem neuen Studienprogramm mitmachen zu dürfen.

Schweizweites Masterprogramm Soziale Arbeit
Vieles war neu, aber nicht ganz alles: 2007 erarbeiteten Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche Soziale Arbeit aller Schweizer Hochschulen unter der Leitung von Johannes Schleicher (BFH) ein Grundkonzept für konsekutive Masterstudiengänge in Sozialer Arbeit in der Schweiz. Das Feld war völlig offen, die Gedanken und Ideen entsprechend frei. Die Konzeptgruppe dachte gar über einen gesamtschweizerischen Verbund nach. Er sollte den Studierenden ermöglichen, frei zu wählen, an welcher Hochschule sie welche Module in welcher Sprache besuchen wollten. Die Idee setzte sich zwar nicht durch, das Rahmenkonzept war jedoch leitend für alle Fachhochschulen in der deutsch-, italienisch- und französischsprachigen Schweiz.

Skeptische Stimmen
Es gab auch skeptische Stimmen. Angezweifelt wurde, ob es dieses Masterprogramm für Soziale Arbeit überhaupt brauche. Die Skepsis entspricht auffällig derjenigen vor rund 100 Jahren, als sich die sozialen Frauenschulen respektive die Schulen für sozial-caritative Arbeit entwickelten. Unsere Kooperationshochschule HSLU feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Anlässlich der Vernissage zum Jubiläumsbuch wurde die Herausgeberin gefragt: «Was hat dich am meisten überrascht?» Sie zögerte nicht mit der Antwort: «Am meisten überrascht hat mich, wie lange und wie stark von aussen in Frage gestellt wurde, ob es diese Schulen für Soziale Arbeit überhaupt braucht.» Heute, nach mehr als 100 Jahren Ausbildung in Sozialer Arbeit, ist der Bachelor in Sozialer Arbeit gesellschaftlich und politisch etabliert und nicht mehr wegzudenken. Um zu wissen, dass es auch eines Masterprogramms für Soziale Arbeit bedarf, sind wohl keine weiteren 90 Jahre nötig.

«Waschkörbe voll Anmeldungen»?
In Zusammenarbeit mit Programmverantwortlichen an den Standorten Bern, Luzern, Zürich und St.Gallen (in St.Gallen: Marcel Meier Kressig) baute Wiebke Twisselmann seit 2007 die zentrale Organisation und Administration des Kooperationsstudienganges auf. Bis zu ihrer Wahl im November 2017 als Vizerektorin Lehre der BFH war sie für die Leitung des konsekutiven Masterstudiengangs sowie für die Kooperation der vier Hochschulen zuständig. In persönlichen Gesprächen verriet die Studiengangleiterin ihre schlimmsten Albträume vor dem Studienstart: «Waschkörbe voll Anmeldungen». Mit den Anmeldungen war es dann anfänglich nicht ganz so «gäch». Heute zählt der Kooperationsmaster jedoch über 270 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen und aktuell rund 250 Studierende. Allein im Studienjahr 17/18 begannen über 100 Personen das Masterstudium.

Gleichwertigkeit in der Andersartigkeit
Worauf aber gründet der bisherige Erfolg dieses Masterprogramms? Im Zuge der Bologna-Reform galt es in der Schweiz neben den Universitäten Fachhochschulen aufzubauen. Dies unter dem Motto «Gleichwertig, aber andersartig». Fachhochschulen zeichnen sich gegenüber Universitäten durch ihren Praxisbezug und damit durch ihre berufsqualifizierenden Studiengänge aus. Unser Masterprogramm zielt daher sowohl auf Theorie- und Forschungspraxis wie auch auf Professionspraxis. So wird beispielsweise im Pflichtmodul Entwickeln und Problemlösen TEP der Theorie-Praxis-Transfer im konkreten Praxiskontext geübt. Studierende bearbeiten aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen Sozialer Arbeit in enger Zusammenarbeit mit Praxisorganisationen. Sie recherchieren, analysieren und stellen der Praxis Empfehlungen sowie Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung.

Längsschnittstudie: Dritte Erhebungswelle für Qualitätssicherung und -entwicklung
Die Passung zwischen den im Master erworbenen und auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen untersuchen und beobachten wir in einer Längsschnittevaluation (2013 bis 2019) des Masterstudiengangs. Die bisherigen Ergebnisse haben wiederholt gezeigt, dass die Studierenden mit dem erworbenen Kompetenzprofil auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Die Evaluationsstudie hat uns aber auch gezeigt, wo wir im Studienprogramm vermehrt den Theorie-Praxis-Transfer sowie die Wahlmöglichkeiten für Studierende und damit ihre individuelle Profilbildung stärken müssen. Sie hat uns nicht zuletzt gezeigt, wie Masterabsolventinnen und -absolventen in neue berufliche Praxisfelder vorstossen, in denen bislang andere Disziplinen und Professionen vorherrschend waren.

Die 2017 abgeschlossene dritte Erhebungswelle (Ehemaligenbefragung und Inseratescreening) bestätigt die Trends der bisherigen Ergebnisse. Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach Masterabsolventinnen und -absolventen hat noch stärker zugenommen, aktuell insbesondere im Bereich der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden. Die Absolventinnen und Absolventen sind überwiegend zufrieden mit dem Studium und mit den daraus für sie resultierenden Entwicklungen. Fast 90 Prozent würden das Studium wieder wählen, sieben und mehr Jahre nach Abschluss sogar 95 Prozent.

Gleichwohl stellen sich künftig immer wieder neue Herausforderungen für das Masterprogramm. Beispielsweise die Frage, wie es uns gelingen kann, vermehrt nicht nur Praxisorganisationen Sozialer Arbeit in die Zusammenarbeit einzubinden, sondern auch Studierende und Nutzerinnen und Nutzer (service users) in die Weiterentwicklung des Studienganges.

Dieser Artikel erschien zuerst im Magazin impuls 2/18 des Departements Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule BFH.

Autorin:
Prof. Dr. Anna Maria Riedi, Studiengangsleiterin Master in Sozialer Arbeit BE I LU I SG I ZH

Anna Maria Riedi hat im Februar die Leitung des Studiengangs Master in Sozialer Arbeit BE I LU I SG I ZH übernommen. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin ist an dessen Entwicklung beteiligt gewesen und kennt ihn daher von Grund auf. Zuletzt war Anna Maria Riedi am Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW engagiert. Dort arbeitete sie als Dozentin und Verantwortliche verschiedener Module wie auch als Projektleiterin Forschung und Entwicklung. Anna Maria Riedi ist Herausgeberin und Autorin mehrerer Publikationen und war zwölf Jahre, von 1995 bis 2007, Parlamentarierin im Kanton Zürich.


14.05.2018Digitale Pflegehelfer als Ersatz?

In Schweizer Heimen kommen zunehmend Roboter zum Einsatz. Sogenannte Therapie- oder Aktivierungsroboter sollen Pflegende entlasten. Ein Ersatz sind sie jedoch nicht. Sabina Misoch forscht dazu, wie man japanische Roboterlösungen an die Schweiz anpassen kann. Im Beitrag der SRF-Tagesschau gibt sie Auskunft dazu.

Hier geht es zum TV-Bericht

Weitere Informationen zum Forschungsaustausch mit Japan

04.05.2018Studienreise: Auf den Spuren von St.Galler Jugendlichen

Studierende und Dozierende aus der Ukraine waren vergangene Woche zu Gast an der Fachhochschule St.Gallen. Während fünf Tagen nahmen sie an Vorlesungen teil, besuchten soziale Institutionen und lernten Projekte kennen, wie die Mobile Jugendarbeit in der Stadt St.Gallen.

Viktoriia und Yuliia sind zum ersten Mal in der Schweiz. Überhaupt ist es das erste Mal, dass die beiden 19-Jährigen ihre Heimat, die Ukraine, verlassen haben. Und sie sind beeindruckt. «Die Berge sind so schön und alles ist so sauber», schwärmen sie. Viktoriia und Yuliia kommen aus Chernihiv, einer Stadt, die rund 140 Kilometer nördlich der ukrainischen Hauptstadt Kiew liegt und etwa 300 000 Einwohnerinnen und Einwohner zählt.



Die beiden jungen Frauen studieren im dritten Jahr Soziale Arbeit an der Universität Chernihiv, und sie gehören zu der Gruppe Studierenden und Dozierenden, die auf Einladung der Fachhochschule St.Gallen vergangene Woche für fünf Tage in St.Gallen weilte. Dabei handelte es sich um eine «Gegeneinladung»: Vor einem Jahr hatte eine der Studienreisen der FHS nach Kiew geführt, wo sich die Studierenden mit den Grenzen der Sozialen Arbeit in der Ukraine beschäftigten. Organisiert und begleitet wurden die Studentenaustausche von Stephan Schlenker, Dozent für Soziale Arbeit an der FHS.

Beliebte Treffpunkte der St.Galler Jugendlichen
In St.Gallen nahmen die Studierenden und Dozierenden zum einen an Vorlesungen teil und lernten zum anderen anhand von verschiedenen Beispielen die Praxis der Sozialen Arbeit kennen. Ein solches Beispiel war der Rundgang mit der Mobilen Jugendarbeit durch die Stadt St.Gallen. Zuerst ging es in die Jugendbeiz Talhof, wo Daniela und Beni von der Offenen Jugendarbeit der Stadt St.Gallen bereits warteten. Die beiden stellten den Gästen den «Talhof» und sein Angebot vor und erläuterten ihnen die Idee hinter der Jugendbeiz. Viktoriia und Yuliia gefiel was sie hörten und sahen, denn so etwas wie den «Talhof» gebe es in ihrer Heimatstadt nicht, sagten sie.



Im Anschluss zeigten die beiden Jugendarbeiter den Studierenden und Dozierenden drei der beliebtesten Treffpunkte der St.Galler Jugendlichen: das St.Mangen-Pärkli, den Marktplatz Bohl sowie den Roten Platz im Bleichi-Quartier.



Gespannt folgten die ukrainischen Besucherinnen und Besucher den Ausführungen von Daniela und Beni, die viel über die Gewohnheiten der hiesigen Jugend zu erzählen wussten und einen Einblick in ihre tägliche Arbeit gaben. Im Gegenzug interessierte sie, ob es Ähnliches auch in der Ukraine gebe. Früher habe es in ihrer Stadt eine Art Street-Worker-Projekt gegeben, sagte eine Dozierende. Das sei mittlerweile aber wieder aufgelöst worden, wegen fehlender Finanzierung.

Viel gesehen in fünf Tagen
Viktoriia und Yuliia hat die fünftägige Reise nach St.Gallen sehr gut gefallen. Sie hätten nicht nur viel Spannendes über die Soziale Arbeit in der Schweiz erfahren, sondern auch einiges von der Stadt gesehen und nette Leute kennengelernt. Am frühen Montagmorgen flogen die beiden zusammen mit ihrer Gruppe wieder zurück in die Heimat, wo der Uni-Alltag auf sie wartete.

Weitere Informationen (Gastvortrag)
The Ukraine in posttraumatic stress

03.05.2018AGE-Lab für AAL-Technologien

Die Erkenntnisse des ersten Living-Lab-Projekts zeigen: Um technische Assistenzsysteme bei älteren Menschen zu Hause zu testen, braucht es eine Vorevaluation in einem «echten» Labor. Die Fachhochschule hat dazu im Startfeld Innovationszentrum in St.Gallen ein «AGE-Lab» eröffnet. Für die Hersteller von AAL-Technologien stellen das AGE-Lab und die Living Labs eine Möglichkeit dar, ihre Lösungen zu prüfen, bevor sie auf den Markt kommen.

In den letzten zwölf Jahren wurde in Europa über eine Milliarde Euro in die Forschung und Entwicklung von Assistenzsystemen zur Unterstützung älterer Menschen im Alltag (AAL Active Assisted Living) investiert. «Trotz hoher Investitionen sind viele dieser Innovationen auf dem Markt bislang wenig erfolgreich», sagt Urs Guggenbühl, der mit Beda Meienberger das Kompetenzzentrum AAL an der FHS St.Gallen leitet. Es gebe viele mögliche Gründe, die einer Verbreitung dieser Lösungen im Wege stehen könnten, zum Beispiel eine ungenügende Bedienbarkeit der technischen Lösungen, eine Stigmatisierung durch unpassendes Design oder hohe Anschaffungs- und Betriebskosten.

Das Konzept Living Lab 65+ der FHS St.Gallen liefere hier einen entscheidenden Vorteil, sagt Urs Guggenbühl. «Indem wir ältere Menschen in ihrem privathäuslichen Umfeld in die Testung von AAL-Lösungen einbinden, können die Systeme gemäss den echten Bedürfnissen und Wünschen entwickelt und angepasst werden.»

Living-Lab-Methode geprüft
In einem ersten Projekt "AALivingLab@home" wurde ein typisches, auf dem Markt erhältliches AAL-System während 6 Monaten in 20 privaten Wohneinheiten älterer Menschen getestet. Nach einer detaillierten Einführung der Testpersonen in das AAL System wurden diese während der Testphase dreimal mittels Interviews und Fragebogen über die Nutzbarkeit und Akzeptanz zum installierten AAL-Systems befragt. Parallel dazu wurden auch die wichtigsten technischen Ereignisse erfasst und registriert. Da es sich um die erste Umsetzung eines Living Labs ausschliesslich in der häuslichen Umgebung handelte, war ein Ziel des Projektes, die Living Lab-Methode zu hinterfragen und zu verbessern, dies auch im Hinblick auf den nachhaltigen Betrieb unseres Living Labs 65+ in Zukunft.
Es zeigte sich, dass ein technisches Produkt vor der Installation in den Haushalten zunächst einem Pretest unterzogen werden sollte. Erste Funktionstests sollten in einem Labor und allenfalls in 2-3 Haushalten durchgeführt werden. Anschliessend sollten die auf diese Weise gewonnen Erkenntnisse in eine Verbesserungsschlaufe führen (Industriepartner). Nach Anpassungen können Feldtestungen mit einer grösseren Zahl an Haushalten gefahren werden. Dieses stufenweise Vorgehen empfiehlt sich, um die Feldtestungen mit einer grösseren Zahl von Haushalten möglichst effizient durchzuführen, in dem grössere Fehlfunktionen eines Systems bereits vorgängig behoben werden konnten. Die Forschungsfragen bzw. Forschungshypothesen müssen vor Beginn der Feldtestung innerhalb des Projektteams festgelegt werden und die drei Ebenen der Datenerhebung (qualitative, quantitative und maschinelle Datenerhebung) müssen aufeinander abgestimmt sein um optimale Resultate erzielen zu können und ein stimmiges Bild zu erhalten. Aus diesen Erkenntnissen wurde der AALivingLab@home Prozess neu angepasst und ein technisches AGE-Lab zur Vorevaluation und Vorbereitung der Technik für die Feldtests etabliert.

Versuchsraum, Entwicklungsraum, Forschungsraum
Das AGE-Lab ist im Startfeld Innovationszentrum, Lerchenfeldstrasse 3, 9014 St. Gallen angesiedelt. Das Innovationszentrum bietet eine sehr kreative Umgebung zur Inspiration und Entwicklung des AgeLabs, eine Reihe von ICT Startups, dessen Know-how dem AGELab von grossem Nutzen sein kann, Coworking Space, Seminarräume und Küche zur allgemeinen Nutzung, sowie eine schnelle Anbindung ans Internet. Für den Betrieb des Living Lab 65+ dient das AGELab hauptsächlich als Versuchsraum. Zusätzlich dient das AGELab auch als Entwicklungsraum für Neuentwicklungen von AAL-Technologien/Lösungen, als Vorführraum für die Präsentation potentieller Anwendungen und als Forschungsraum für die Erfassung und Analyse von Living Lab Daten. Das Startfeld Innovationszentrum bietet auch eine Plattform für die Ansiedlung innovativer Startups und SMEs im Bereich AAL.
Im Rahmen des nationalen Innovationsnetzwerkes AGE-NT und dem dazugehörigen Active Assisted Living-Cluster sowie dem laufenden Projekt «IBH Living Lab AAL» soll das Living Lab 65+ schweizweit und im Vierländereck rund um den Bodensee (D-A-CH) weiter auf ca. 150 Wohneinheiten von älteren Menschen (gemeint sind sowohl private Haushalte als auch betreute Wohnformen in Institutionen) ausgebaut werden. Neben verschiedener Forschungsprojekte im Bereich technischer Unterstützung älterer Menschen zu Hause und im Alltag soll das Living Lab 65+ auch industriefertige AAL-Produkte und Dienstleistungen in einer realen, alltäglichen Lebensumgebung der älteren Menschen testen.

13.04.2018Neue Fachhochschule Ostschweiz - Regierungen einigen sich

Eine einheitliche Trägerschaft für die neue Fachhochschule Ostschweiz rückt näher: Die Regierungen aller mitwirkenden Kantone und des Fürstentums Liechtenstein haben entsprechenden Eckpunkten zugestimmt. Damit ist der Weg frei für ein interstaatliches Konkordat. Dieses wird im laufenden Jahr definitiv ausgehandelt.

Medienmitteilung

19.03.2018Fachdiskurs über Männlichkeiten

Aktuelle gesellschaftliche Veränderungen wirken sich stark auf das Rollenbild von Männern aus. Das Netzwerk TransforMen und die Fachhochschule St.Gallen haben darum zur ersten Fachtagung «Zeitdiagnose Männlichkeiten in der Schweiz» eingeladen. Ziel der zweitägigen Veranstaltung Mitte März war, bestehende Forschungsergebnisse zu Transformationsprozessen bei Männern in der Schweiz zu analysieren und die Fachpersonen für eine thematische Weiterentwicklung zu vernetzen.

«In der Männerthematik zu forschen ist vielschichtig und herausfordernd», begrüsste Steve Stiehler, Studiengangsleiter Soziale Arbeit an der Fachhochschule St.Gallen (FHS), die rund 50 Teilnehmenden der nationalen Fachtagung zum Thema Männlichkeit. Einerseits befinde sich Männlichkeit im Spannungsverhältnis von neuen und tradierten Rollenbildern, andererseits sei die Männerforschung öffentlich zu wenig wirksam, so Stiehler. Eine Zeitdiagnose zu stellen gehöre daher zu den zentralen Aufgaben der Fachpersonen. Diese in Angriff zu nehmen war das Ziel der Fachtagung «Zeitdiagnose Männlichkeiten in der Schweiz», organisiert von der FHS St.Gallen und dem Netzwerk TransforMen (Arbeitsgruppe der Schweizer Gesellschaft für Geschlechterforschung).

Männerrolle im Wandel
Als Fachreferenten eingeladen waren Vertreter aus Wissenschaft und Praxis. Einen ersten Schwerpunkt setzte das Referat von Andrea Maihofer, Professorin für Geschlechterforschung und Leiterin des Zentrums Gender Studies an der Universität Basel. Anhand gesellschaftlicher Entwicklungen im 18. und 19. Jahrhundert zeigte sie auf, inwiefern Männlichkeit ein gesellschaftlich-kulturelles Phänomen und nicht biologisch festgelegt ist. Die Einführung der Wehrpflicht im 19. Jahrhundert hatte beispielsweise das Bild der wehrhaften Männlichkeit zur Folge. Die Rolle des Familienernährers wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung zentral, als die Arbeiter um den Familienlohn kämpften. In den vergangenen Jahren ist die Kritik von Frauen wie Männern am traditionellen Männerbild allerdings gewachsen. Das hat laut Maihofer eine Pluralisierung von geschlechtlichen Existenzweisen zur Folge: Es ergeben sich neue Formen von Männlichkeit, Vaterschaft und Erwerbstätigkeit. Auch die Ernährerrolle wandelt sich.

Welche Herausforderungen dieser Wandel im Alltag mit sich bringt thematisierte Markus Theunert, Fachmann für Männer und Geschlechterfragen. Theunert ist der bekannteste Vertreter der Schweizer Männerbewegung und Leiter des nationalen Programms MenCare Schweiz. In seinem Referat zeigte er auf, welchen Wandel die Männerbewegung will und wie sie diesen bewirken möchte. «Für mich zeichnet sich in der Schweizer Gleichstellungspolitik allerdings ein düsteres Bild ab», sagt er. So würde lediglich die Erwerbstätigkeit von Frauen gefördert. Kaum Massnahmen gebe es hingegen, Männer zu unterstützen, die sich gerne stärker in die Familienarbeit einbringen würden. Hier müsse die Politik ansetzen. Theunert legte anhand aktueller Zahlen das Verhältnis zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit dar: Ein Familieneinkommen setzt sich zu zwei Dritteln aus dem bezahlten Lohn des Mannes und zu einem Drittel aus dem bezahltem Lohn der Frau zusammen. Die unbezahlte Arbeit zuhause leistet hingegen die Frau zu zwei Dritteln und der Mann zu einem Drittel. «Unser Ziel ist es, hier ein 50-50-Verhältnis zu erreichen», sagt Theunert.

Wie ein Mann zu sein hat wird bereits in der Kindheit und Jugend verfestigt. Das zeigte an der Tagung der Film «Schnäbi» von Luzius Wespe. Der Kurzfilm erzählt die Geschichte des vierzehnjährigen Leander, der sein Schnäbi zu klein findet. Als er sich in eine Mitschülerin verliebt, ziehen ihn seine Mitschüler damit auf, dass sein Schnäbi sowieso zu klein sei. In seinem Schaffen hat Wespe sich immer wieder mit dem Thema Männlichkeit auseinandergesetzt. «Die verschiedenen Rollen, die ein Mann in der Gesellschaft haben kann, haben mich schon immer interessiert, da ich mich selbst eher zu den untypischen und emotionalen Männern zählen würde», sagte der Regisseur im Gespräch. Aktuell arbeitet er an einem Dokumentarfilm, in dem er verschiedene Typen von Männern durch den Alltag begleitet.

Expertinnen und Experten vernetzen
Die Inputs von Maihofer und Theunert flossen in den zweiten Teil der Fachtagung ein. Dabei standen themenspezifische Workshops im Zentrum. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem über die Situation alleinlebender älterer Männer, über die geschlechtsuntypische Berufswahl bei Männern, über die Arbeitsteilung und Vaterschaft nach Trennung oder Scheidung sowie über Männerrollen in der Polizei. In einer Schlussrunde wurden die Ergebnisse der Fachtagung Männlichkeit zusammengetragen. Studiengangsleiter Steve Stiehler sagte: «Durch unser Netzwerk TransforMen und Tagungen wie diese treiben wir das Thema Männlichkeit als Team und ohne Hierarchien voran und vernetzen Experten.»




Impressionen
Fachtagung "Zeitdiagnose Männlichkeiten in der Schweiz"

Text: Nina Rudnicki
Bilder: Peter Ruggle

19.02.2018Rückblick Fachtagung: Kinderwelten 2018

Erziehung ist keine Technik, die funktioniert

Was braucht das Kind: Freiheit oder Grenzen? Diese Frage beschäftigt die Erziehungswelt und spaltet die Geister wie keine andere. Doch an der Fachtagung Kinderwelten der Fachhochschule St.Gallen fanden die Teilnehmenden einen Konsens: Das eine geht nicht ohne das andere.

Fachtagung Kinderwelten 2018

Das Thema ist in aller Munde: Warum werden Kinder mit dem Auto zur Schule chauffiert? Warum kriegen sie alles, was sie wollen? Wer setzt ihnen Grenzen? Was darf man ihnen zumuten? Wie viel Freiraum ist förderlich? Die Bücherläden sind vollgestopft mit Ratgebern. Online diskutieren Experten und Eltern in ihren Blogs. Und die Wissenschaft forscht umfassend. Es fallen Begriffe wie Wohlstandsvernachlässigung, Überforderung, Überbehütung, sozialer Zerfall. Die Liste könnte noch länger so weitergehen. Was bleibt, ist: Kinder zu erziehen, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe und mit vielen Fragen verbunden. Eine der ganz zentralen Fragen hat die FHS St.Gallen an ihrer Fachtagung Kinderwelten ins Zentrum gerückt: «Gelingendes Aufwachsen – frei oder begrenzt?». 135 Teilnehmende folgten der Einladung vom 15. Februar 2018, mehrheitlich Fachleute aus der Sozialen Arbeit, Bildung und Wissenschaft, die sich täglich mit dem Thema Erziehung auseinandersetzen.

Gute Eltern sind präsent
Konkret zur Sache ging es sogleich beim Workshop Sozialpädagogische Familienbegleitung – zwischen «guter» Elternschaft» und «guter» Kindheit. Dominik Agosti, Geschäftsführer der inspira GmbH, schilderte das Fallbeispiel der 3,5-jährigen Lea, die sich in der Kita plötzlich zurückzog, vermehrt blaue Flecken an den Armen aufwies und am Ende des Tages nicht mehr nach Hause wollte. Ihr Familienhintergrund: Eine Mutter, die psychisch krank ist, 100% IV bezieht, vor zwei Jahren geschieden wurde und bereits wieder verheiratet ist. Lea lebt mit dem Stiefvater und den Stiefgeschwistern unter einem Dach, den leiblichen Vater sieht sie aufgrund der Familienkonflikte nur noch selten. Lea erlebt Abwertung, Überfürsorge und Gleichgültigkeit zugleich; von allen Beteiligten etwas. Im Workshop diskutierten die Teilnehmenden die Handlungsziele und kamen zum Schluss, dass unbedingt Strategien für die gewaltfreie Erziehung erarbeitet werden müssten. Es brauche eine Vertrauensperson für Lea und ihre Mutter sollte in ihrer Rolle gestärkt werden. Dass es in diesem Fall nicht einfach ist, liegt auf der Hand, denn neben acht Familienmitgliedern sind eine Beiständin, die Kita und ein Psychologe involviert. Das macht die ganze Aufgabe noch komplexer – entsprechend diskutierten sie in den Gruppen rege. Zudem stand die Frage im Raum: Was bedeutet eine «gute» Elternschaft und Kindheit? «Gute Eltern sind für mich präsente Eltern, die eine klare Haltung gegenüber ihren Kindern einnehmen und wissen, was ihre Kinder machen oder brauchen», sagt Regula Flisch, Dozentin am Institut für Soziale Arbeit IFSA-FHS. Dabei gehe es weniger um die zeitliche, sondern um die emotionale Präsenz. Schaffe man es nicht mehr, gute Eltern zu sein, brauche man sich nicht dafür zu schämen, Hilfe zu suchen. Doch das ist leider oft der Fall: «Viele Familien warten viel zu lange und reagieren erst, wenn sich ein Thema zugespitzt hat», so Agosti. Eine «gute» Kindheit wird dann schwierig, denn: «Kinder brauchen ein verlässliches Netz und Bezugspersonen, die für sie da sind», so Flisch.

Rahmen ja, aber mit Spielraum
Dieses Spannungsfeld zwischen Erwachsenenwelten und Kinderwelten wurde auch in einem anderen Workshop intensiv diskutiert. Im Fokus standen die Schulsozialarbeit und die Tagesbetreuung. Während die einen Teilnehmenden der Ansicht waren, die Kinder hätten heute ein zu abwechslungsreiches Angebot, fanden andere, man müsse sie mehr machen lassen und ihre Bedürfnisse besser berücksichtigen. Gemeinsame Erkenntnisse gab es aber doch: Ein Kind sei nicht einfach schwierig. Man müsse sich fragen, warum es schwierig ist. Das bedeute, nicht nur sein Verhalten zu analysieren, sondern das Verhältnis, in dem es stecke. Kinder bräuchten einen Rahmen, der aber auch Spielraum zulasse. Gleichzeitig müsse dieser Rahmen immer wieder hinterfragt werden. Weitere Workshops fanden zu folgenden Themen statt: Von der Säuglingsberatung zur Elternberatung: Was beschäftigt(e) Eltern in der Erziehung der Kleinsten? Kinderwelten in Bewegung …?! sowie Offene Arbeit mit Kindern: Offen werden durch klare Grenzen?

Freiheit UND Grenzen
Mandy Falkenreck, Dozentin am IFSA-FHS, sieht in der sozialen Pädagogik folgende Ansätze: «Wir müssen das Kind als ganze Person achten.» Also mitsprechen lassen und ihm Zeit zum Ausprobieren geben. «Dabei sollten wir Grenzbearbeiter und nicht Grenzkontrolleure sein.» Kinder seien wie die Erwachsenen gestaltende Mitglieder unserer Welt und so müsse man auch mit ihnen über Handlungen sprechen, ihnen Eigenrechte zugestehen. Eine Befragung unter Kindern hätte zudem gezeigt, dass sie gar nicht alle Freiheiten bräuchten, sondern sich durchaus einen Rahmen wünschten. Letztlich führten alle fünf Workshops der Fachtagung Kinderwelten zum selben Schluss: Zwischen Freiheiten und Grenzen liegt ein grosser Widerspruch. Bestimmte Rahmenbedingungen geben Halt, anderswo fördern Freiräume das Zusammenleben. Oder wie es Mandy Falkenreck in ihrem Impulsreferat formulierte: «Erziehung ist keine Technik, die allseits funktioniert. Und wie schon Immanuel Kant sagte: das eine kann ohne das andere nicht existieren.» Statt also den Widerspruch zu bekämpfen, gelte es ihn anzunehmen. Auf dem Weg zu einer selbstbestimmten Lebenspraxis. Für jedes Kind. «Die Antwort auf unsere zentrale Frage muss daher lauten: Gelingendes Aufwachsen – frei UND begrenzt.»

Musikalisches Fazit von Christian Johannes Käser


07.02.2018Mit dem Vereinbarkeitssimulator zur Work-Life-Balance

In einem interdisziplinären Forschungsprojekt hat die Fachhochschule St.Gallen einen Vereinbarkeitssimulator für Unternehmen entwickelt. Die OpenSource-Software erfasst die Lebenslagen und Wünsche von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an ihre zukünftige Work-Life-Balance. Basierend auf dem Vereinbarkeitssimulator können Arbeitgeber Massnahmen einleiten und neue Arbeitsorganisationsmodelle gestalten.



Medienmitteilung

11.12.2017Wenn die Bücherbotin an der Haustür klingelt

Wer nicht gut zu Fuss ist und trotzdem vom grossen Angebot der Stadtbibliothek St.Gallen profitieren möchte, kann sich von freiwilligen Bücherbotinnen und -boten Lesestoff nach Hause bringen lassen. Dieser Bücherdienst ist aus einem Praxisprojekt von Studierenden der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule St.Gallen entstanden.

Christa Oberholzer ist gerührt. Eine ältere Frau hat ihr einen Brief geschrieben, in dem diese sich bei der Leiterin der Stadtbibliothek St.Gallen für die Vermittlung des Bücherdienstes bedankt. «Es ist ein grosses Geschenk, dass sie diesen Dienst geschaffen haben», schreibt die Frau. Der Dienst komme genau zum richtigen Zeitpunkt. In einer Zeit nämlich, in der sie starke Schmerzen plage. «So bin ich von Herzen froh, dass ich beim Lesen in eine andere Welt abtauchen kann.» Für Christa Oberholzer sind solche Worte wertvoll und eine Bestätigung dafür, dass das neue Angebot der Stadtbibliothek St.Gallen einem Bedürfnis entspricht.

Gesamter Bericht Praxisprojekt Stadtbibliothek St.Gallen

Weitere Praxisprojekte von Studierenden der Sozialen Arbeit

11.12.2017Rückblick Fachveranstaltung: Trends in Praxis und Theorie Soziale Arbeit

In Zusammenarbeit mit Avenir Social, Sektion Ostschweiz, hat die Fachhochschule St. Gallen die Fachveranstaltung «Trends in Praxis und Theorie Sozialer Arbeit» mit dem Titel «Gestalten statt verwalten» organisiert. Anhand von konkreten Beispielen wie der parteiischen Sozialen Arbeit, haben die rund 150 Teilnehmenden untersucht, wie sich das Spannungsverhältnis zwischen dem Selbstverständnis von Sozialer Arbeit und der Wirklichkeit im Berufsalltag entwickelt.
«Soziale Arbeit muss politisch sein.» und «Wenn es keine Problematisierung von Armut gibt, dann bewegt sich auch nichts.» Diese und weitere Erkenntnisse zum Gestaltungsanspruch Sozialer Arbeit haben rund 150 Teilnehmende der Fachveranstaltung «Trends in Praxis und Theorie Sozialer Arbeit» gemeinsam erarbeitet. Aufgeteilt in sechs Workshops gingen sie der Frage nach, wie das Selbstverständnis von Sozialer Arbeit und wie die Wirklichkeit im Berufsalltag aussehen. Jeder Workshop thematisierte ein anderes Beispiel aus der Praxis. Anhand des Kafi Klick in Zürich, einer Anlaufstelle, die sich für Armutsbetroffene einsetzt, wurde etwa die parteiische soziale Arbeit zwischen politischem Anspruch und konkreter Hilfe thematisiert. Die Teilnehmenden diskutierten darüber, ob es unparteiische soziale Arbeit überhaupt gibt oder ob dies nicht ein Widerspruch zum Selbstverständnis von Sozialer Arbeit ist. Soziale Arbeit müsse politisch sein. Dies sei alleine schon daher notwendig, weil in der Schweiz der irrtümliche Glaube verbreite sei, dass Armut hierzulande gar nicht existiere, lautete eine Schlussfolgerung. Gegen solche Falschannahmen müsse man sich organisieren und der Ressourcenverknappung entgegenwirken, die in der Sozialen Arbeit drohe.

Lesen Sie hier den kompletten Rückblick zur Fachtagung.

24.11.2017Rubén Rodriguez Startz zum Leiter des Weiterbildungszentrums gewählt

Der Hochschulrat der Fachhochschule St.Gallen (FHS) hat letzten Freitag Dr. des. Rubén Rodriguez Startz zum Leiter des Weiterbildungszentrums der FHS St.Gallen gewählt. Er übernimmt per 1. Mai 2018 die Gesamtleitung.

Rubén Rodriguez Startz, der an der Universität St.Gallen zum Thema «Ethische Inhalte in der Executive Education» promovierte, wird Anfang März 2018 in die FHS St.Gallen eintreten. Er tritt die Nachfolge von Prof. Dr. Reto Eugster an, der sich nach über 28 Jahren Führungs- und Lehrtätigkeiten an der FHS St.Gallen per Ende April 2018 zurückziehen wird. Mit Rodriguez Startz übernimmt ein Kenner der Schweizer und internationalen Weiterbildungsbranche die Leitung des Weiterbildungszentrums. Neben ihm sind weiterhin Martina Baerlocher Walser sowie Prof. Dr. José Gomez Mitglieder der Geschäftsleitung des Weiterbildungszentrums der FHS St.Gallen.

Medienmiitteilung

18.09.2017Tagung Digitalisierung und Alter: Senioren wollen nicht abgehängt werden

An der Tagung des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter der Fachhochschule St.Gallen IKOA-FHS und der Stiftung Think Tank Thurgau drehte sich alles um die Digitalisierung und das Alter. Für viele Seniorinnen und Senioren gehören digitale Dienstleistungen zum Alltag – trotzdem fühlen sich viele unter Druck und vermissen den zwischenmenschlichen Kontakt.

Die Digitalisierung der Dienstleistungen nimmt zu, der persönliche Kundenkontakt wird weniger. Was bedeutet das für Seniorinnen und Senioren? Diese und andere Fragen standen im Zentrum der Tagung «Digitalisierung und Alter. Zur Nutzung digitaler Dienstleistungen bei Menschen 65+» vom 13. September in Stein am Rhein. Organisiert wurde der Anlass vom Interdisziplinären Kompetenzzentrum Alter der Fachhochschule St. Gallen IKOA-FHS in Zusammenarbeit mit der Stiftung Think Tank Thurgau.

Mehr Informationen zur Tagung "Digitalisierung und Alter" (Medienmitteilung).


30.08.2017Eine Trägerschaft für drei Standorte

Die vorberatende Kommission des Kantonsrates zum Bericht «FHO wohin? – Zeitgemässe Strukturen für eine erfolgreiche Positionierung der Fachhochschulen in der Ostschweiz» befürwortet den Aufbau einer neuen Fachhochschulstruktur mit drei Schulstandorten unter einer gemeinsamen, interkantonalen beziehungsweise interstaatlichen Trägerschaft.

Medienmitteilung
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