BREF: Unterstützung pflegender und betreuender Angehöriger älterer Menschen

Rund 64 Mio. Stunden werden von Angehörigen in der häuslichen Pflege und Betreuung jährlich geleistet. Würden sie dafür bezahlt, müsste unsere Gesellschaft 3.5 Mia Franken aufbringen. Angehörige helfen aber auch den Wunsch vieler älterer Menschen zu erfüllen, welche möglichst lange im vertrauten Zuhause bleiben möchten. Ihre wirtschaftliche und soziale Leistung verdient es, weit besser wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden.

Das Projekt zeigt auf, welche Handlungsoptionen in einer Gemeinde oder Region die Ressourcen der Angehörigen am besten unterstützen und nachhaltig sichern können. Dazu werden sowohl Anpassungen der Rahmenbedingungen als auch Dienstleistungen verschiedener Anbieter koordiniert und auf unterschiedliche Pflege- und Betreuungsarrangements abgestimmt. Projektergebnisse in Kürze (PDF)

Pencast erklärt vier typische Verhaltensmuster von Pflegearrangements

Erläuterungen zum Film (PDF)

Englische Version Pencast

Resultate

Erstmals wurde ein systemdynamisches generisches Fallmodell entwickelt, das komplexe Wirkungszusammenhänge in Pflegearrangements mit Angehörigen abbildet und erklärt. Auf dem Fallmodell basierende Computersimulationen ermöglichen die Beschreibung von vier grundlegenden Verhaltenstypen der Pflegearrangements über die Zeit.

In den Städten Chur, Schaffhausen und St.Gallen wurde mit den zuständigen Ämtern und den Organisationen im Altersbereich eine Erhebung der Angebote, Angebotslücken sowie Kooperationsverhältnisse der Dienstleister durchgeführt. In einem gemeinsamen Entwicklungsprozess wurden jene Massnahmen identifiziert, die am jeweiligen Ort Angehörige am besten unterstützen können. Mit Hilfe der Simulationsergebnisse konnten die vorgeschlagenen Massnahmen auf erwünschte und unerwünschte Wirkungen untersucht werden. Daraus wurden Eckpunkte für eine Strategie zugunsten pflegender und betreuender Angehöriger formuliert.

Die hier erprobte Methodik lässt sich auch auf andere Gemeinden oder Regionen sowie weitere Themenbereiche übertragen.

Kurzübersicht
Massnahmenvorschläge
Kommentar
Ergebnisse Interviews
Methodik
Kausales Diagramm

Kooperation

Dieses Projekt ist einer der fünf Gewinner der Jahresausschreibung 2013 "BREF – Brückenschläge mit Erfolg" – ein Kooperationsprogramm von der Gebert Rüf Stiftung und swissuniversities.

Projektpartner sind die Städte Chur, Schaffhausen und St.Gallen.
Stadt Chur: Fachstelle Alter
Stadt Schaffhausen: Bereich Alter
Stadt St.Gallen: Amt für Gesellschaftsfragen/Alter

Das interdisziplinäre Projektteam

Kontakt

Martin Müller, Institutsleiter IFSA-FHS

Wir freuen uns über Ihr Interesse!
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