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  • 18.05.2018 Master in Sozialer Arbeit: 10 Jahre Einsatz für soziale Entwicklung und Verantwortung mehr ...
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  • 19.09.2018 Vernissage: Hans Hartung und Roland Brauchli: Druckgrafiken. Ein Dialog in Strichen und Flecken mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 25.10.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - ein gelungener Start – Stufe C2E mehr ...
  • 29.10.2018 Musikalische Wanderlesung mehr ...
  • 06.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Ausstellung mehr ...
  • 07.11.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - konsequente Umsetzung - Stufe R4E mehr ...
  • 07.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Lesung mehr ...
  • 08.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Film mehr ...
  • 09.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Tanz mehr ...
  • 10.11.2018 Kulturzyklus Kontrast: Theater mehr ...
  • 13.11.2018 Vorabendprogramm St.Galler Demenzkongress mehr ...
  • 14.11.2018 St.Galler Demenz-Kongress mehr ...
  • 16.11.2018 Fachsymposium «Soziale Frage» mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
  • 23.11.2018 8. Ostschweizer Gemeindetagung mehr ...
  • 28.11.2018 Bodenseetagung 2018 – Soziale Arbeit 4.0 mehr ...
  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...

Master in Sozialer Arbeit: 10 Jahre Einsatz für soziale Entwicklung und Verantwortung

Seit zehn Jahren bieten die Fachhochschulen Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich in einer erfolgreichen Kooperation den konsekutiven Masterstudiengang in Sozialer Arbeit an. Bislang absolvierten mehr als 270 Studierende das Masterprogramm und aktuell sind 250 Studierende eingeschrieben.
Im Herbst 2008 startete für 34 Studierende der neue, konsekutive Masterstudiengang Soziale Arbeit BE│LU│SG│ZH – eine Kooperation der Fachhochschulen Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich, die bis heute Bestand hat. Die Studierenden interessierten sich für das Handwerk Sozialer Arbeit, das sich im Nachgang zu einem Bachelorstudium stärker auf konzeptionelle und forschungsbasierte Aufgaben für die Praxis Sozialer Arbeit ausrichtet. Sie und ihre Dozierenden sahen sich als Pioniere und es war ein Privileg, in diesem neuen Studienprogramm mitmachen zu dürfen.

Schweizweites Masterprogramm Soziale Arbeit
Vieles war neu, aber nicht ganz alles: 2007 erarbeiteten Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche Soziale Arbeit aller Schweizer Hochschulen unter der Leitung von Johannes Schleicher (BFH) ein Grundkonzept für konsekutive Masterstudiengänge in Sozialer Arbeit in der Schweiz. Das Feld war völlig offen, die Gedanken und Ideen entsprechend frei. Die Konzeptgruppe dachte gar über einen gesamtschweizerischen Verbund nach. Er sollte den Studierenden ermöglichen, frei zu wählen, an welcher Hochschule sie welche Module in welcher Sprache besuchen wollten. Die Idee setzte sich zwar nicht durch, das Rahmenkonzept war jedoch leitend für alle Fachhochschulen in der deutsch-, italienisch- und französischsprachigen Schweiz.

Skeptische Stimmen
Es gab auch skeptische Stimmen. Angezweifelt wurde, ob es dieses Masterprogramm für Soziale Arbeit überhaupt brauche. Die Skepsis entspricht auffällig derjenigen vor rund 100 Jahren, als sich die sozialen Frauenschulen respektive die Schulen für sozial-caritative Arbeit entwickelten. Unsere Kooperationshochschule HSLU feiert in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen. Anlässlich der Vernissage zum Jubiläumsbuch wurde die Herausgeberin gefragt: «Was hat dich am meisten überrascht?» Sie zögerte nicht mit der Antwort: «Am meisten überrascht hat mich, wie lange und wie stark von aussen in Frage gestellt wurde, ob es diese Schulen für Soziale Arbeit überhaupt braucht.» Heute, nach mehr als 100 Jahren Ausbildung in Sozialer Arbeit, ist der Bachelor in Sozialer Arbeit gesellschaftlich und politisch etabliert und nicht mehr wegzudenken. Um zu wissen, dass es auch eines Masterprogramms für Soziale Arbeit bedarf, sind wohl keine weiteren 90 Jahre nötig.

«Waschkörbe voll Anmeldungen»?
In Zusammenarbeit mit Programmverantwortlichen an den Standorten Bern, Luzern, Zürich und St.Gallen (in St.Gallen: Marcel Meier Kressig) baute Wiebke Twisselmann seit 2007 die zentrale Organisation und Administration des Kooperationsstudienganges auf. Bis zu ihrer Wahl im November 2017 als Vizerektorin Lehre der BFH war sie für die Leitung des konsekutiven Masterstudiengangs sowie für die Kooperation der vier Hochschulen zuständig. In persönlichen Gesprächen verriet die Studiengangleiterin ihre schlimmsten Albträume vor dem Studienstart: «Waschkörbe voll Anmeldungen». Mit den Anmeldungen war es dann anfänglich nicht ganz so «gäch». Heute zählt der Kooperationsmaster jedoch über 270 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen und aktuell rund 250 Studierende. Allein im Studienjahr 17/18 begannen über 100 Personen das Masterstudium.

Gleichwertigkeit in der Andersartigkeit
Worauf aber gründet der bisherige Erfolg dieses Masterprogramms? Im Zuge der Bologna-Reform galt es in der Schweiz neben den Universitäten Fachhochschulen aufzubauen. Dies unter dem Motto «Gleichwertig, aber andersartig». Fachhochschulen zeichnen sich gegenüber Universitäten durch ihren Praxisbezug und damit durch ihre berufsqualifizierenden Studiengänge aus. Unser Masterprogramm zielt daher sowohl auf Theorie- und Forschungspraxis wie auch auf Professionspraxis. So wird beispielsweise im Pflichtmodul Entwickeln und Problemlösen TEP der Theorie-Praxis-Transfer im konkreten Praxiskontext geübt. Studierende bearbeiten aktuelle Fragestellungen und Herausforderungen Sozialer Arbeit in enger Zusammenarbeit mit Praxisorganisationen. Sie recherchieren, analysieren und stellen der Praxis Empfehlungen sowie Entscheidungsgrundlagen zur Verfügung.

Längsschnittstudie: Dritte Erhebungswelle für Qualitätssicherung und -entwicklung
Die Passung zwischen den im Master erworbenen und auf dem Arbeitsmarkt nachgefragten Kompetenzen untersuchen und beobachten wir in einer Längsschnittevaluation (2013 bis 2019) des Masterstudiengangs. Die bisherigen Ergebnisse haben wiederholt gezeigt, dass die Studierenden mit dem erworbenen Kompetenzprofil auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind. Die Evaluationsstudie hat uns aber auch gezeigt, wo wir im Studienprogramm vermehrt den Theorie-Praxis-Transfer sowie die Wahlmöglichkeiten für Studierende und damit ihre individuelle Profilbildung stärken müssen. Sie hat uns nicht zuletzt gezeigt, wie Masterabsolventinnen und -absolventen in neue berufliche Praxisfelder vorstossen, in denen bislang andere Disziplinen und Professionen vorherrschend waren.

Die 2017 abgeschlossene dritte Erhebungswelle (Ehemaligenbefragung und Inseratescreening) bestätigt die Trends der bisherigen Ergebnisse. Die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt nach Masterabsolventinnen und -absolventen hat noch stärker zugenommen, aktuell insbesondere im Bereich der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden. Die Absolventinnen und Absolventen sind überwiegend zufrieden mit dem Studium und mit den daraus für sie resultierenden Entwicklungen. Fast 90 Prozent würden das Studium wieder wählen, sieben und mehr Jahre nach Abschluss sogar 95 Prozent.

Gleichwohl stellen sich künftig immer wieder neue Herausforderungen für das Masterprogramm. Beispielsweise die Frage, wie es uns gelingen kann, vermehrt nicht nur Praxisorganisationen Sozialer Arbeit in die Zusammenarbeit einzubinden, sondern auch Studierende und Nutzerinnen und Nutzer (service users) in die Weiterentwicklung des Studienganges.

Dieser Artikel erschien zuerst im Magazin impuls 2/18 des Departements Soziale Arbeit der Berner Fachhochschule BFH.

Autorin:
Prof. Dr. Anna Maria Riedi, Studiengangsleiterin Master in Sozialer Arbeit BE I LU I SG I ZH

Anna Maria Riedi hat im Februar die Leitung des Studiengangs Master in Sozialer Arbeit BE I LU I SG I ZH übernommen. Die promovierte Sozialwissenschaftlerin ist an dessen Entwicklung beteiligt gewesen und kennt ihn daher von Grund auf. Zuletzt war Anna Maria Riedi am Departement Soziale Arbeit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW engagiert. Dort arbeitete sie als Dozentin und Verantwortliche verschiedener Module wie auch als Projektleiterin Forschung und Entwicklung. Anna Maria Riedi ist Herausgeberin und Autorin mehrerer Publikationen und war zwölf Jahre, von 1995 bis 2007, Parlamentarierin im Kanton Zürich.

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