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  • 08.03.2018 Präsentation Industrieprojekte Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen mehr ...
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  • 22.03.2018 Bücherflohmarkt für einen guten Zweck mehr ...
  • 03.04.2018 FHS-Infoabend am Dienstag, 03. April 2018 mehr ...
  • 08.04.2018 Salon de Débat: «Realität und Täuschung» mehr ...
  • 18.04.2018 erpcamp 2018 mehr ...
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  • 31.05.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenwürde – mehr als eine Worthülse?» mehr ...
  • 17.06.2018 Salon de Débat: «Skepsis und Sicherheit/Gewissheit» mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 18.11.2018 Salon de Débat: «Traum und Wirklichkeit» mehr ...
  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...

7. Ostschweizer Gemeindetagung – Digitalisierung – Dialogisierung?

An der 7. Ostschweizer Gemeindetagung in Gossau diskutierten Lokalpolitiker, Behördenvertreter und Wissenschaftler über die Chancen des digitalen Wandels für die Gemeinden. Dabei wurden auch Projekte einer zeitgemässen Partizipation mit den Bürgern vorgestellt. Organisatorin des Anlasses war das Ostschweizer Zentrum für Gemeinden der Fachhochschule St. Gallen (FHS).

Die Digitalisierung verändert die Kommunikation. Auch jene zwischen der Gemeindeverwaltung und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Doch wie kann ein zeitgemässer Dialog aussehen? An der 7. Ostschweizer Gemeindetagung vom vergangenen Freitag in Gossau präsentierten einige Gemeinden ihre digitalen Partizipationsprojekte.

Eine von ihnen war die Stadt Gossau. Seit bald zwei Jahren hat sie einen Stadtmelder. Auf elektronischem Weg können die Gossauerinnen und Gossauer die Verwaltung auf Mängel an der öffentlichen Infrastruktur wie volle Abfallkübel, Schmierereien oder Löcher in der Strasse aufmerksam machen.

Wenig Fake- oder Scherzmeldungen
Für Urs Salzmann, Kommunikationsbeauftragter der Stadt Gossau, ist der Stadtmelder ein «effizientes Tool mit kaum einem Mehraufwand für die Verwaltung». Und die Bürgerinnen und Bürger nutzen es. «41 Meldungen sind seit Anfang Jahr eingegangen», sagte er. «Am meisten werden Schäden an der Strassenbeleuchtung, den Strassen selber und an der Signalisation gemeldet.» Fake- oder Scherznachrichten gebe es wenig.

Die Informationen werden intern an die zuständigen Stellen weitergeleitet, welche sich dann um die Schäden kümmern. «So ist es uns möglich, innerhalb kurzer Zeit die Mängel zu beheben», sagte der Kommunikationsbeauftragte. Eigentliche «Platzhirsche» innerhalb des Tools gebe es nicht, die Partizipation in der Bevölkerung sei sehr breit. Für Urs Salzmann ist es wichtig, dass jeder, der etwas beanstandet, auch eine Rückmeldung von der Verwaltung bekommt – was in Gossau auch gemacht werde. Sara Kurmann, Co-Leiterin des Ostschweizer Zentrums für Gemeinden an der FHS und Moderatorin der Gemeindetagung, betonte ebenfalls: «Eine gute, konstruktive Kommunikation bedeutet auch: die Aufmerksamkeit des Bürgers zu wertschätzen.»

Nebst dem «Stadtmelder Gossau» wurden noch weitere Projekte aus Gemeinden diskutiert: Doris Neuhäusler, Geschäftsführerin von localcommunitywork.ch und Patrick Lauber, CEO Belvita Schweiz, stellten «Fürenand.ch» vor, eine Plattform für gelebte Nachbarschaften. Hans-Dieter Zimmermann, Dozent an der FHS St.Gallen, und Nora Gantenbein, Oberstufenlehrerin in Grabs, präsentierten ein E-Participation-Projekt für Jugendliche in Grabs. Im vierten Workshop stand der Online-Dorfplatz 2324.ch im Zentrum. Mitbegründer Nicolas Hebting und André Habermacher, Gemeinderat in Untereggen, berichteten von ihren ersten Erfahrungen.

Digital heisst immer auch analog
Dass das Digitale die analoge Kommunikation nie vollständig ersetzen kann, darüber waren sich auch die Referentinnen und Referenten der diesjährigen Gemeindetagung Adrienne Fichter (Journalistin und Politologin), Reto Eugster (Leiter Weiterbildungszentrum der FHS St.Gallen) und Mark Riklin (Soziologe und Dozent an der FHS St.Gallen) einig. Reto Eugster sagte beispielsweise: «Bürgerinnen und Bürger sollen im digitalen Zeitalter aktiviert und beteiligt werden.» Dabei seien «hybride Formen» erfolgreich, also nicht entweder/oder sondern sowohl/als auch. Adrienne Fichter ermunterte die Teilnehmenden, das «positive Potenzial des Internets» zu nutzen und dabei das Analoge nicht zu vergessen. Für sie ist die gegenwärtige «Demokratie-Krise» eine gute Gelegenheit, die Beziehung zwischen Staat und Bürger neu zu gestalten. «Den Bürger einbinden und so die Politikverdrossenheit bekämpfen.»

Auch Mark Riklin findet, dass das Digitale und das Analoge nicht gegeneinander ausgespielt werden sollten. «Ideal wäre, beides miteinander zu verbinden.» Seiner Meinung nach sollten die Chancen der Digitalisierung erkannt, mit deren Schattenseiten geschickt umgegangen und analoge Alternative genutzt werden. Oder wie es Sebastian Wörwag, Rektor der FHS, sagte: «Kommunikatives Handeln basiert auf Diskurs – und Diskurs kann nicht nur im Digitalen stattfinden.»

Bericht vom St.Galler Tagblatt
"Hin zum digitalen Bürgerdialog"

Powerpoint-Präsentationen
Gesamtpräsentation 7. Ostschweizer Gemeindetagung
Nachbarschaft 4.0 - Doris Neuhäusler und Patrick Lauber
Partizipation 4.0 – Hans-Dieter Zimmermann und Nora Gantenbein
Infrastruktur 4.0 – Urs Salzmann und Christian Schwengeler
Dorfplatz 4.0 – Nicolas Hebting und André Habermacher


Rückblick Ostschweizer Gemeindetagung 2016
Einen Rückblick auf die Ostschweizer Gemeindetagung 2016 finden Sie unter folgendem Link.
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