Inhalte

Erste Annäherungsversuche

Die Teilnehmenden werden an diesen zwei Starttagen in zentrale Aspekte des CAS Medienpädagogik eingeführt und tauchen bereits in medienpädagogische Inhalte ein.

Medien- und Informationskompetenz - Digitale Medien: Fluch oder Segen?*

Medien- und Informationskompetenz gelten heute als Schlüsselfaktor gesellschaftlicher Partizipation. Denn, wer nicht über die notwendigen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien verfügt, wird in unserer Gesellschaft Mühe haben, den Alltag zu bewältigen. Deshalb werden im Modul diese Begrifflichkeiten eingeführt, Ansätze zur Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz aufgegriffen und vertieft. Am ersten Tag dieses Moduls führt die Lehrgangsleitung in die Rahmenbedingungen des Lehrgangs ein und erarbeitet mit der Gruppe die Grundlagen.

Medienforschung - Ein Theorieblick auf Medien*

In diesem Modul setzen sich die Teilnehmenden mit ausgewählten Ansätzen der Medienwissenschaft auseinander. Verschiedene Medienbegriffe und -verständnisse werden analysiert, die historische Entwicklung der Medien und deren Folgen betrachtet sowie aktuelle Erkenntnisse der Medienwirkungs- und Mediennutzungsforschung diskutiert. Dabei lernen die Teilnehmenden Evaluationsinstrumente kennen und anwenden, die auch für ihre Praxis relevant sein können.

Angeleitetes Selbststudium

In Gruppen werden Themen des Lehrgangs diskutiert, Ideen aufgegleist und angegangen. Dies können laufende Praxisprojekte sowie Möglichkeiten für das noch offene Schlussmodul (Carte Blanche) sein. Zudem erarbeiten die Teilnehmenden eine gemeinsame Wissensbasis, einen «Wissenskörper». Die Dozierenden dienen den Kursteilnehmenden als Coachs, die anleiten, moderieren, beraten, Anliegen aufnehmen und weiterbearbeiten. Dabei steht Zeit zur Verfügung, um einzeln oder in Gruppen an Projekten (z.B. Praxisprojekte oder Wissenskörper) zu arbeiten oder in einem Tandem- oder Lerngruppengespräch mit der Dozentin oder dem Dozent konkrete Fragen zu diskutieren.

Medienerziehung - Mehr als die Wirklichkeit*

Ausgehend von der Frage, wie Medien funktionieren, wird in einem ersten Teil ein kritischer Umgang mit Medien und Öffentlichkeit entwickelt sowie über verschiedene Ebenen von Wirklichkeit nachgedacht. In einem zweiten Teil wird am Beispiel des Themenfeldes «Mehr als die Wirklichkeit» in ein medienpädagogisches Lehrmittel eingeführt. Abschliessend findet ein Gipfel der Generationen statt: digital natives und digital immigrants vertiefen sich gemeinsam in einer medienpädagogischen Fragestellung und erproben generationenübergreifendes Lehren und Lernen.

Mediendidaktik - Das multimediale Lernen*

Die didaktische Konzeption von «Medienlandschaften» für Ausbildungsinstitutionen (inkl. Bibliotheken) und sozialpädagogische Einrichtungen bildet den thematischen Schwerpunkt des vierten Moduls. Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in die Nutzung digitaler Medien und multimedialer Produkte als Lehr- und Lerninstrumente für Schulen, Bibliotheken und sozialpädagogische Kontexte. In diesen Tagen kommen sie in Kontakt mit spezifischen Möglichkeiten einer mediengestützten Lern- und Interaktionsumgebung.

Medienrecht,- ethik und digitales Risikoverhalten - Die Aufdeckung rechtlicher (Grau-)Bereiche*

In diesem Modul erhalten die Teilnehmenden eine Übersicht über relevante Rechtsbereiche, thematisieren ethische Aspekte im Umgang mit digitalen Medien und beschäftigen sich mit Formen von digitalem Risikoverhalten. Dabei werden konkrete Haftungsfragen (z.B. Internetnutzung in Schulen/Organisationen), Urheberrechts- und Datenschutzfragen sowie Fallbeispiele betrachtet und diskutiert. Die Frage, wie die eigene Organisation eine Kultur der verantwortlichen Nutzung digitaler Medien entwickeln kann, begleitet die Teilnehmenden während der vier Kurstage.

Mediengestaltung - Medienpädagogische Experimente

Um die bisher gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse im realen und/oder digitalen Raum zu erproben, wird an dieser Stelle des CAS ein gemeinsames medienpädagogisches Projekt/Experiment angedacht und je nach Ausrichtung und Gruppendynamik in Einzelsequenzen umgesetzt und ausgewertet. Die Inhalte der Ereignis- und Medienproduktion ergeben sich aus der laufenden Aktualität, wenn möglich in Zusammenarbeit mit einem Partner bzw. Auftraggeber.

Carte Blanche - Ein Modul zur eigenen Gestaltung

Eine Carte Blanche – die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welcher Inhalt am Schluss vertieft oder ergänzt werden soll – bildet den Auftakt zum Schlussteil dieses Lehrgangs. Die Teilnehmenden entscheiden sich im Verlauf des Lehrgangs mit Unterstützung eines Coachs für den Inhalt dieses Schlussteils.

Abschluss

Den eigentlichen Schlusspunkt bilden die mündlichen Prüfungen (Fachgespräche) sowie die Präsentationen der Praxisprojekte.

* Diese Module können auch einzeln als Seminare besucht werden.
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