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  • 06.09.2017 Semesterstart mit zwei neuen Bachelor- und einem neuen Master-Studiengang mehr ...
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  • 21.09.2017 FHO Studienstart 2017 mehr ...
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  • 15.02.2018 Fachtagung: Kinderwelten 2018 mehr ...
  • 21.02.2018 FHS-Infoabend in Weinfelden am 21. Februar 2018 mehr ...
  • 21.02.2018 Informationsabend zum Bachelor-Studium in Betriebsökonomie am BZW Weinfelden mehr ...
  • 21.02.2018 Informationsabend zum Bachelor-Studium in Sozialer Arbeit am BZW Weinfelden mehr ...
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  • 21.02.2018 Informationsabend zum Master-Studium in Sozialer Arbeit am BZW Weinfelden mehr ...
  • 24.02.2018 ArchitekturWerkstatt St.Gallen - offener Projekttag mehr ...
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  • 01.03.2018 QM-Coaching für kleine und mittlere Immobilienverwaltungen mehr ...
  • 07.03.2018 FHS-Infoabend am Mittwoch, 07. März 2018 mehr ...
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  • 08.03.2018 Präsentation Industrieprojekte Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen mehr ...
  • 13.03.2018 Informationsabend zum Master-Studium in Sozialer Arbeit mehr ...
  • 14.03.2018 9. Unternehmensspiegel Ostschweiz St. Gallen mehr ...
  • 15.03.2018 Zeitdiagnose Männlichkeiten in der Schweiz mehr ...
  • 21.03.2018 9. Unternehmensspiegel Ostschweiz Teufen mehr ...
  • 22.03.2018 Bücherflohmarkt für einen guten Zweck mehr ...
  • 22.03.2018 7. Schweizer Bildungsforum: Maschine vs. Mensch – und Bildung? mehr ...
  • 03.04.2018 FHS-Infoabend am Dienstag, 03. April 2018 mehr ...
  • 03.04.2018 Informationsabend zum Bachelor-Studium in Betriebsökonomie mehr ...
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  • 08.04.2018 Salon de Débat: «Realität und Täuschung» mehr ...
  • 18.04.2018 erpcamp 2018 mehr ...
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  • 02.05.2018 11. Ostschweizer Innovationstagung mehr ...
  • 30.05.2018 Informationsabend zum Master-Studium in Sozialer Arbeit mehr ...
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  • 17.06.2018 Salon de Débat: «Skepsis und Sicherheit/Gewissheit» mehr ...
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  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
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  • 29.11.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Menschenrechte sichern – durch eine globale Rechtsordnung?» mehr ...
  • 04.12.2018 Informationsabend zum Bachelor-Studium in Pflege mehr ...






Wir Alten, die verwöhnte Generation







Kolumne: Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph

«Nun, es ist nichts für Weicheier», knurrte Marianne Faithfull auf die Frage, wie es sei, alt zu werden. Da muss ich widersprechen. Ich bin 73, ich gehöre zur verwöhntesten Generation, die je ins Rentenalter kam. Getragen von anschwellenden Wachstums- und Wohlstandswogen, zogen wir durch Jahrzehnte, die so berechenbar waren wie nie zuvor (und wohl nie wieder), die stets aufwärts zeigten, mehr Geld, mehr Freizeit, mehr Spass, Kühlschränke, Autos, Farbfernsehen, Internet, Smartphone, Spitzenmedizin, Prävention, Spitex, Rega, Rollator. Irgendwann stellte sich ein Anspruch auf Unversehrtheit ein, logisch, wozu wartet hinter jeder Kreuzung ein Care Team, alle 500 Meter ein Defibrillator? Nicht dass meine Generation faul wäre. Im Gegenteil, sie war so fleissig wie tüchtig am Werk. «Verwöhnt» nenne ich uns, weil uns die Geschichte gewogen war. Von Krieg verschont, erlebten wir die Welt wie eine moralische Anstalt: Rechtschaffene wurden belohnt, Querschläger bestraft. Zuvor schlugen Seuchen, Hungersnöte, Wirtschaftskrisen willkürlich zu, das Schicksal war blind. Wir erlebten nie, was Schicksal bedeutet, an seine Stelle trat die staatliche Versorgungsanstalt, diese stets üppigere Amme, die zu allem schaut, für alle sorgt. Dazu passte das Menschenbild: Hauptsache gesund. Geniesse, aber mässig. Lebe proper, dann wirst du alt. Die Frage «Wozu?» – tabu. Manchen wurden weisse Zähne wichtiger als aufregende Gespräche.

Fraktion "alt, aber vital"
Einst nahm das Alter nur eine Kurve: abwärts. Serbeln, schrumpfen, sterben. Heute läuft es in zwei Kurven auseinander: da die Vitalitätsrekorde aktiver Alter – dort der dunkle Reigen verdämmernder Demenzkranker. Sichtbar ist nur die Fraktion «alt, aber vital»: Fit, unternehmungslustig, kaufkräftig, sind wir die perfektesten Wunscherfüllungsautomaten, die je über diesen Planeten tanzten. Jedenfalls bevor das Vierte Alter uns stoppt, so ab 85, mit Multimorbidität, Demenz usw. Bis dahin kennt unsere Freiheit kaum Grenzen. Dank E-Bike, SBB-Halbtax, Multivitaminen, Kreuzfahrten sind auch Weicheier dauernd auf Achse, zu unverbraucht für den Ruhestand. Ab 65 dreissig Jahre ausruhen? Das erleben immer mehr «Alte» als makabren Witz. Viele reagieren darauf, indem sie ihre permanente Freizeit zu Arbeit machen. Sie versichern, es werde ihnen nie langweilig, und erzählen, diesen Herbst hätten sie sämtliche Balkanländer «abgehakt». Die Koketterie mit dem «Unruhestand» wird zum Lebensernst. Aktivität gerät zum Imperativ.

Auf der Suche nach Sinn
Darunter breitet sich Altersdepression aus, sagen Psychiater. Es ist halt nicht dasselbe, ob ich nur mich über ein paar weitere Runden bringe – oder ob ich an etwas mitwirke, das grösser ist als ich: Firma, Familie, Gemeinde, Gesellschaft. Arbeiten darum stets mehr 70-Jährige weiter? Sie warten nicht, bis man ihre Erfahrung schätzt. Sie finden überall Aufgaben, gross kassieren müssen sie nicht mehr. Sie wollen Sinn, also machen sie sich nützlich. Es gibt kein Glück, sagt Schopenhauer, ausser im Gebrauch meiner Kräfte. Gilt erst recht für verwöhnte Alte.

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