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Welch ein Grenzfall, der Mensch – Kolumne von Ludwig Hasler



Der Mensch (Krone der Schöpfung und so) fürchtet um sein Prestige. Gegen Roboter sieht er immer häufiger schlecht aus: beim Schachspiel, bei chirurgischen Eingriffen, beim Wissens-Quiz. Wo endet das?

Drei «Kränkungen» (Sigmund Freud) hat der moderne Mensch schon geschluckt: Seit Kopernikus leben wir nicht mehr im Mittelpunkt des Kosmos, sondern sozusagen randständig. Seit Darwin büssen wir die Exklusivität ein, wir sind Spätausläufer des Affen. Seit Freud bleiben wir nicht einmal mehr Herr im eigenen Haus, wir werden vorgeführt durch unbewusste Triebe. Die Moderne, eine Geschichte unserer wachsenden Distinktionsnot? Wir können uns kaum noch abgrenzen, die Konturen verschwimmen, unsere Vernunft ist nur dem Schein nach überlegen, unsere Freiheit eine Illusion.

Und jetzt noch die Sache mit dem Digitalzauber. Wir erleben gerade, wie die Maschine erwachsen wird: Sie organisiert, steuert, repariert sich selbst. Sie lernt von sich aus, entwickelt sich weiter. So ist sie schon heute ein Tausendsassa, löst Probleme im Handumdrehen, mit gigantischen Datenmengen kann sie alles Erdenkliche anfangen – schneller, zuverlässiger als irgendein Mensch. Oje.

Weder verliebt noch verkatert
Aber jetzt mal die Frage: Kann sie auch mit sich etwas anfangen? Hatte es der smarte Roboter mal schwer mit sich? Oder lustig? Hat er ein Alter? Geschlecht? Schon mal abgestürzt? Verkatert? Verliebt? Depressiv? Weiss er, dass er demnächst entsorgt wird? Nichts dergleichen. Eben darum funktioniert er perfekt. Er hat, was er braucht, er begehrt nichts, was er nicht hat. Ein unendlich praktisches Ding ohne Alpträume und Sehnsüchte. Probleme? Kennt er nicht. Vermutlich ist ihm alles göttlich egal.

Müssen wir ein Ding fürchten, dem alles egal ist? Oh ja – falls wir ihm Macht geben. Von sich aus hat er nichts vor. Seine «Überlegungen» bleiben Rechenoperationen, algorithmische Mittel zu beliebigen Zwecken. Da ihm der Körper fehlt, hat er auch weder Wille noch Leidenschaft noch Aggression. Wille wie Leidenschaft entspringen dem Unbehagen oder der Lust, beide sind was sehr Anderes als Rechenoperationen, nämlich Turbulenzen in Fleisch und Blut.

Die ewig Unvollendeten
Da liegt der Witz: Während wir noch lamentieren über Niederlagen unseres Verstandes (Ratio kommt von Rechnen!), dämmert uns allmählich: Was uns auszeichnet, ist gerade nicht ein perfekt funktionierender Denkapparat, eher die Verletzlichkeit unseres «Programms». Weil wir – anders als Esel, Engel, Roboter – nie richtig dicht sind, träumen wir immer wieder durch alle Poren, erwarten das Unerhörte, tüfteln an Variationen, fantasieren über mögliche Welten. Wir sind so etwas wie das personifizierte Fragezeichen der Schöpfung, die ewig Unvollendeten. Was uns abhebt, ist der Möglichkeitssinn, nicht die Realitätsperfektheit.

Für Perfektion bauen wir Dr. Watson, den IBM-Star der Stunde, Enkel des Schachcomputers Deep blue. Seine Trefferquote bei Krebs-Diagnosen ist klar höher als bei Dr. Müller. Dafür kann er sonst nichts. Während Dr. Müller schon an einem Rauschmittel herumprobt, das keinen Kater bewirkt.

Kolumne: Ludwig Hasler, Publizist und Philosoph


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