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  • 20.09.2018 Informationsabend zum Bachelor-Studium in Sozialer Arbeit mehr ...
  • 23.09.2018 Salon de Débat: «Hoffnung und Vernunft» mehr ...
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  • 11.10.2018 Vadian Lectures ZEN-FHS: «Humanitäre Interventionen – ein zweischneidiges Schwert?» mehr ...
  • 23.10.2018 Informationsabend zum Bachelor-Studium in Pflege mehr ...
  • 25.10.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - ein gelungener Start – Stufe C2E mehr ...
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  • 07.11.2018 Seminar zum Thema EFQM Excellence - konsequente Umsetzung - Stufe R4E mehr ...
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  • 14.11.2018 St.Galler Demenz-Kongress mehr ...
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Wenn das Vertrauen zur Nebensache wird

Für Laien ist sie ein Mysterium, für Experten die digitale Technologie der Zukunft: die Blockchain. Wirtschaftsinformatiker Hans-Dieter Zimmermann sieht in der Blockchain-Technologie ein revolutionäres Potenzial, das weit über die Kryptowährungen hinaus geht.

Autorin: Marion Loher

Über Blockchain wird derzeit viel gesprochen und geschrieben – aber auch viel gerätselt. Laien fragen sich, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. «Blockchain ist eine digitale Technologie, die vor allem wegen der ­sogenannten Kryptowährungen wie beispielsweise Bitcoin gerade einen Hype erlebt», sagt Hans-Dieter Zimmermann, Dozent für Wirtschaftsinformatik am Institut für Informations- und Prozessmanagement IPM-FHS. «Die Blockchain-Technologie ist vielversprechend. Sie bietet ein durchaus revolutionäres Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft, das weit über die Kryptowährungen hinaus geht.»

Vor Manipulationen sicher
Blockchain, auf Deutsch «Block-Kette», ist in erster Linie eine dezentrale Datenbank, in der Transaktionen zwischen verschiedenen Partnern gespeichert und Veränderungen erfasst werden. Wie der Name sagt, besteht die Blockchain aus einer Kette von Blöcken, die miteinander verbunden sind. Jeder neue Block enthält nebst der neuen Information alle Informationen aus den vorherigen Blöcken. In der analogen Welt kann man es sich wie ein Kassenbuch vorstellen: Sobald zwischen Partnern eine neue Transaktion stattfindet, wird im Kassenbuch eine neue Position eingetragen. Im Unterschied zum Kassenbuch, das beispielsweise im Aktenschrank aufbewahrt wird, wird die Blockchain jedoch nicht bloss an einem Ort abgelegt, sondern in Hunderten von Kopien auf den Computern der verschiedenen Partner. «Diese dezentrale Speicherung der Transaktionen ist ein grosser Vorteil in Bezug auf Manipulationen», sagt Hans-Dieter Zimmermann. «Jeder, der Zugang zur Blockchain hat, kann alle Veränderungen nachvollziehen. Möchte jemand einen Eintrag manipulieren, müsste er alle Blöcke verändern. Unbemerkt gelingt das nicht, und das macht das System transparent und nicht fälschbar. Das schafft eine neue Form von Vertrauen, da nicht einer einzigen zentralen Institution vertraut werden muss.»

Das IPM beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Potenzial von Blockchain. Ein wichtiges Thema sind dabei die Intelligenten Verträge, die sogenannten «Smart Contracts», bei denen die vertragliche Regelung zwischen den verschiedenen Partnern als Code festgelegt wird. Sind bestimmte Voraussetzungen erfüllt, werden diese Vereinbarungen automatisch ausgeführt. Wird beispielsweise die bestellte Ware an den Käufer geliefert und bestätigt dieser den Erhalt, wird die vereinbarte Zahlung ausgelöst. Bei Smart Contracts werden zentrale Stellen überflüssig, die die Einhaltung des Vertrags kontrollieren wie etwa ein Anwalt. «Wissenschaft und Praxis, ja sogar die Vereinten Nationen versuchen seit den 1980er-Jahren mithilfe von Standards die Geschäftsabwicklung im internationalen Handel zu fördern», sagt der Experte. «Smart Contracts könnten der Vision einer unkomplizierten Handelstätigkeit mit erhöhter Vertragssicherheit ein grosses Stück näherkommen.»

Neue Bedeutung für Transparenz
Mit Blockchain bekommt auch die Transparenz in wirtschaftlichen Beziehungen eine neue Bedeutung. Am IPM wird untersucht, inwieweit eine lückenlose Abbildung der in einer Transaktion eingebundenen Güter oder Dienstleistungen gewährleistet werden kann. «Es stellt sich die Frage, ob und wie die physischen ­Produkte auf einer digitalen Blockchain lückenlos nachverfolgt werden können.» Dabei handle es sich um Produkte, die von vielen Partnern in einer Wertschöpfungskette bearbeitet werden und bei denen ein entsprechender Nachweis erforderlich ist. «Das können Edelsteine, Lebensmittel oder mechanische Bauteile sein», sagt Hans­Dieter Zimmermann und weist auf ein Projekt hin, das derzeit im Kanton Aargau läuft. Das Software-Unternehmen Adnovum entwickelt zusammen mit der Universität Zürich, der Hochschule Luzern, mit Amag, Mobility, der Axa Versicherung und dem Strassenverkehrsamt Aargau ein digitales Fahrzeug-Dossier. Basis ist die Blockchain-Technologie. Dabei werden alle relevanten Informationen über den Lebenszyklus eines Fahrzeugs in der Blockchain sicher und für alle Partner einsehbar abgelegt. «Die Vorteile sind: Es gibt weniger Fehler und keine Daten-­Redundanz», sagt der Wirtschaftsinformatiker. Er sieht auch im Energie- oder Bildungsbereich grosses Potenzial. So könnten bei der ­Bildung etwa Zeugnisse, Zertifikate oder Quali­fikationen in einer «Chain» gespeichert werden.

Probleme bei der Umsetzung
Experten sind sich sicher: Blockchain ist die Technologie der Zukunft. Noch aber hapert es an der technischen Umsetzung sowie an organisatorischen und rechtlichen Rahmenbeding­ungen. Hans-Dieter Zimmermann glaubt, dass es in den nächsten Jahren zahlreiche Prototypen geben wird, die dann das Potenzial der Blockchain-Technologie auch in der Praxis aufzeigen können. Bis sie allerdings massentauglich angewendet werden kann, dürfte es noch einige Jahre dauern.

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