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Frauenkarrieren fördern
Die betriebliche Förderung und Laufbahnplanung endet für Frauen in zahlreichen Unternehmen bereits zwischen 45 und 50 Jahren. Häufig, weil sie sich zuvor um die Kindererziehung kümmerten und dadurch einige Jahre vollständig aus dem Beruf ausgestiegen waren oder in Teilzeit gearbeitet haben. Das hat zur Folge, dass sie in dieser Zeit keine Förderung erfahren haben und ihre Kompetenzen im Beruf nicht ausreichend aktualisieren können. Hinzu kommt: «Das Alter wird bei Männern mit einem Zuwachs an Kompetenz, Führungsfähigkeit und Verhaltenssicherheit verbunden. Wogegen Studien zeigen, dass Frauen in der Arbeitswelt anders wahrgenommen werden», sagt Ursula Graf vom Institut für Gender und Diversity der Fachhochschule Ostschweiz. Entsprechend fehlt es der Personalpolitik noch immer an Standards, die der geschlechterspezifischen Ausgestaltung gerecht werden. Das neue Projekt «Späte Karriereformen von Frauen» will diesem Missstand entgegenwirken und aufzeigen, wie Karrieren von Frauen ab 45 Jahren besser ausgestaltet werden können. Gemeinsam mit Betroffenen und Führungsverantwortlichen entwickelt das Projektteam Konzepte. «Wir konnten Praxispartnerinnen und -partner aus der technisch orientierten Energiebranche sowie dem Gesundheitsbereich gewinnen», freut sich Graf, die Teil des Projektteams ist. Denn in beiden Branchen würde sich bereits ein Fachkräftemangel abzeichnen, sodass Unternehmen verstärkt gefordert seien, nach Ansätzen und Modellen zu suchen.

Alte Denkmuster durchbrechen – Arbeitsmodelle für die Arbeitswelt von morgen

Die FHS St.Gallen verfolgt eine ambitiöse Vision: Sie will die Arbeitswelt verändern. So abwegig ist dieses Vorhaben nicht. Die ersten Studienergebnisse des Projekts «4. Säule» zeigen, dass viele Unternehmen bereit sind, mitzuziehen. Ein HR-Panel begleitet sie nun auf dem Weg zu neuen Modellen.

Autorin: Nathalie Schoch

300'000 Fachkräfte in der Schweiz gehen in den nächsten fünf Jahren in Pension. Das bestehende Angebot an Fachleuten vermag diese Lücke aber nicht zu schliessen. Man sollte dieser Tendenz entgegenhalten, wenn die Schweizer Wirtschaft gesund bleiben will. Das sieht nicht nur die FHS St.Gallen so. Rektor Sebastian Wörwag hörte aus manchen Gesprächen mit Leuten aus Politik, Wirtschaftsverbänden und der Standortförderung heraus, dass die Ressource «Erfahrung im Arbeitsleben» besser erhalten werden müsste.

730 Mitarbeitende befragt
Aus den Gesprächen entstand eine Idee und aus der Idee entwickelte sich ein Projekt, das die FHS St.Gallen im Auftrag der Kantone St.Gallen, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden sowie in Zusammenarbeit mit Unternehmen auf die Beine gestellt hat. Es nennt sich «4. Säule» und beinhaltet Modelle zur Arbeitsflexibilisierung. «Wir haben 730 Mitarbeitende in Ostschweizer Unternehmen befragt», sagt Alexandra Cloots, Projektleiterin und Dozentin im Institut für Qualitätsmanagement und Angewandte Betriebswirtschaft IQB-FHS. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Ein Viertel der Befragten denkt noch vor 45 über die Pensionierung nach. Mehr als die Hälfte könnte sich vorstellen, über das Pensionsalter hinaus zu arbeiten. 53 Prozent wären bereit, das Pensum zu reduzieren.



Drei Modelle entwickelt
Aus all den Ergebnissen entwickelte das Projektteam drei Modelle: Beim Arbeitsportfolio sollen ältere Mitarbeitende ressourcenorientiert eingesetzt werden, und zwar über das Rentenalter hinaus. Zum Beispiel als Ausbilder für jüngere Kollegen oder als Spezialisten für bestimmte Themen. Bei der Reduzierung des Beschäftigungsgrades arbeitet man Teilzeit über einen längeren Zeitraum und bleibt dafür über das Pensionsalter hinaus berufstätig. Und das Sabbatical soll nicht mehr länger nur den Führungskräften gegönnt sein. Mit den Modellen im Koffer ging es zurück zu den Unternehmen, und eine enge Zusammenarbeit entwickelte sich. «Der Fachkräftemangel und die anspruchsvolle Margensituation, der wir seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses gegenüberstehen, müssen zwingend zu Überlegungen führen. Die Modelle der FHS sind gute Ansätze, diesen Situationen entgegenzuwirken», sagt Ruedi Brunschweiler von der Gallus Ferd. Rüesch AG in St.Gallen.



Gesellschaft im Wertewandel
«Ich glaube, wir treffen damit den Zeitgeist. Sowohl auf Seiten der Arbeitnehmenden, die gerne bereit wären, länger zu arbeiten, wenn gewisse Rahmenbedingungen gegeben sind. Als auch bei den Arbeitgebern, die gute Mitarbeitende erhalten und die Attraktivität des Unternehmens steigern wollen», sagt Wörwag. Die Gesellschaft befinde sich in einem Wertewandel. Man wolle schöpferisch arbeiten und den Job mit dem Lebenskonzept verbinden können. Im Sinne von «Arbeiten, um zu leben» statt wie früher «Leben, um zu arbeiten».

Es müsse ein neues Verständnis für die Arbeit entstehen, sodass auch im Rentenalter ein freiwilliger Verbleib im Unternehmen attraktiv erscheine, so Wörwag weiter. Zum Beispiel, indem man das reduzierte Pensum als Übergang nutze, statt von 100 auf null Prozent zu gehen. «So könnten wir ganz natürliche und positive Entwicklungen für die Wirtschaft herbeiführen.» Gerade bei Berufen mit körperlicher Leistung: Wer 30 Jahre auf dem Bau war, ist unglaublich erfahren. Diese Erfahrung könnte er einsetzen, indem er den Nachwuchs ausbildet statt die schweren Zementsäcke zu tragen. «Es muss auch nicht immer eine Pensumsreduktion sein, sondern es geht darum, andere Arbeitsinhalte zu schaffen», erklärt Wörwag.

Die Fortsetzung mit New Work
Im November 2016 wurden die Forschungsergebnisse in einem Forum präsentiert. «Die Resonanz war phänomenal», freut sich Cloots. «Also stellten wir uns die Frage, wie wir dieses Thema weiterführen können.» Die Antwort darauf heisst «New Work». Das HR-Panel begleitet Unternehmen und Mitarbeitende auf dem Weg zu neuen Modellen. Der Fokus liegt klar bei den Unternehmen und ihren Bedürfnissen aus der Praxis. «Die unterschiedliche Herangehensweise der Lösungsfindung öffnet den Horizont und hilft mir, neue Wege zu gehen», sagt Markus Frei von der Schweizerischen Südostbahn AG, St.Gallen. Auch Brunschweiler ist begeistert: «Die Plattform unterstützt dabei, uns auf Veränderungen vorzubereiten und diese erfolgreich zu meistern.» Jedes Jahr wird ein neues Thema bestimmt, mit dem sich die FHS St.Gallen genauer beschäftigt und Erhebungen anstellt. Dieses Jahr lautet es: «Arbeitsplatz der Zukunft – Perspektive Mensch». Auch das erste St.Galler Forum New Work am 10. Januar 2018 wird danach ausgelegt.

Die Zeit als Stolperstein
Jedes Vorhaben kennt auch Hürden. Cloots bedenkt: «Es braucht ein Umdenken in der Organisations- und Führungskultur der Unternehmen. Aber auch bei den Mitarbeitenden; es tut der Wertschätzung keinen Abbruch, wenn man reduzieren will.» Wörwag sieht den Faktor Zeit als möglichen Stolperstein. Die Modelle wirken mittel- bis langfristig, Unternehmen würden aber zwangsläufig kostengerecht und kurzfristig denken. «Diese Diskrepanz zwischen kurzfristigen Notwendigkeiten und langfristigen Wünschbarkeiten ist sicher eine Herausforderung. Aber Nichtstun ist auch keine Option.»

Die FHS St.Gallen hat einen Stein ins Rollen gebracht. «Im besten Fall verändern wir ein Stück weit die Arbeitswelt», erhofft sich Cloots. Genauso Wörwag: Der Mensch laufe Gefahr, aufgrund der Digitalisierung unter die Räder zu kommen. Stattdessen müsse er wieder zu seiner Kreativität zurückfinden und sich für das eigene Sein einsetzen. «Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass die Schweiz ein neues Verständnis über die Arbeit entwickelt. Und diese Vordenkerrolle sehe ich als unsere Aufgabe.» Es sei zwar ambitiös und nicht in einem halben Jahr zu schaffen, aber die Zeit sei definitiv reif dafür. «Arbeit darf nicht mehr das sein, was sie mal war.»


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