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FHS Alumni
Die Ehemaligen-Organisation der FHS St.Gallen ist ein wachsendes Netzwerk von 3'000 aktiven Mitgliedern sowie Studierenden-Mitgliedern. Ehemalige und aktuelle Studierende bleiben untereinander und mit der Hochschule verbunden. Kontakte pflegen und neue knüpfen, innerhalb des eigenen Fachbereichs sowie interdisziplinär: Socializing ist bei Alumni- Veranstaltungen sowie beim grössten und öffentlichen Anlass, dem Networking-Tag, möglich. Alumni sind zudem automatisch Mitglied der FH Schweiz, welche sich unter anderem stark bildungspolitisch engagiert.



www.fhsalumni.ch
www.networkingtag.ch

Halbe Sachen sind nicht ihr Ding - Zu Besuch bei Andrea Schwarber




Eigentlich wollte Andrea Schwarber Anwältin werden. Doch kurz vor Studiumsende kehrte sie den Rechtsbüchern den Rücken zu – sie wünschte sich mehr Menschenkontakt. Heute hat die FHS-Alumna den Master in Pflege in der Tasche, arbeitet als Pflegeexpertin in Flawil und im Kantonsspital St.Gallen, und beeindruckt mit ihren Kompetenzen über die Landesgrenzen hinaus. Sie erzählt von ihrem radikalen Wechsel, ihrer neuen Doppelrolle und verrät, dass sie an sich selbst Experimente durchführt.

Autor: Basil Höneisen

Innerhalb einer Woche entschied sie sich, kurz vor Ende ihres Bachelor-Jus-Studiums in Zürich, die Branche zu wechseln: Andrea Schwarber, heutige Pflegeexpertin. «Ich fragte das Kinderspital in St.Gallen für eine Praktikumsstelle an», erzählt die 29-Jährige, «und bekam tatsächlich eine angeboten – mit der Bedingung, innerhalb einer Woche zu- oder absagen zu müssen.» Zu jener Zeit studierte, arbeitete und wohnte Andrea Schwarber in Zürich. Mit dem Entscheid, diese Stelle anzunehmen, würde sich ihr ganzes Leben wieder in der Ostschweiz abspielen – dort, wo sie herkam. Trotzdem, sie sagte sofort zu. Keine abgeschlossene Ausbildung und ein entsprechend tiefer Lohn waren die ersten einschneidenden Konsequenzen des Wechsels. «Aber das war es wert. Und wie – das war die beste Entscheidung meines Lebens.» Die Umstände scheinen das zu bestätigen: Ihre Ausbildung ist gefragt, ihre Tätigkeit vielseitig, ihr Alltag menschennah.

Zwei Funktionen, ein Ziel
Das Praktikum im Kinderspital gefiel Andrea Schwarber sehr gut. «Ich wusste, dass das mein Weg ist. Und wenn ich etwas will, dann mache ich das mit Vollgas», sagt sie lächelnd. Ihr Ehrgeiz brachte ihr zuerst das Bachelorstudium in Pflege an der FHS St.Gallen ein. Das genügte ihr aber nicht. Nach zwei Jahren Berufserfahrung am Patientenbett begann sie den Master und arbeitete parallel weiter im Kantonsspital St.Gallen – neu aber im Bereich Entwicklung und Qualitätsmanagement Pflege. Heute arbeitet sie an zwei verschiedenen Orten: Im Spital Flawil ist sie Pflegeexpertin, im Kantonsspital St.Gallen APN (Advanced Practice Nurse). Als Pflegeexpertin bestehen ihre Haupttätigkeiten in der Fachberatung und dem Weiterbilden anderer Pflegepersonen – mündlich wie auch auf schriftlicher, konzeptueller Basis. Als APN arbeitet sie mehr am Bett der Patienten selbst. Doch auch hier ist der Wissenstransfer ein zentraler Punkt. Was die beiden Funktionen gemeinsam haben, ist das Ziel: das Patientenwohl zu fördern und zu optimieren.

Wissensprofit für alle
Unterschiede zeigen sich in Schwarbers Fall vor allem im Bereich innerhalb der Organisation: In Flawil setzt sie sich mit allen möglichen Situationen auseinander, in St.Gallen arbeitet sie fachspezifisch mit Menschen, die an neurologischen oder Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen leiden – wie Kehlkopf-Erkrankungen. Dort wird ihre Hilfe vor allem bei komplexen Fällen benötigt. «Zum Beispiel, wenn Patienten nach der Operation an akuter Atemnot leiden oder Kanülen diskonnektieren.» Für solche Szenarien hat Schwarber Notfallpläne entwickelt, die nun auch den anderen Pflegenden zur Verfügung stehen – Stichwort «Wissenstransfer». Durch ihre beiden Rollen kann Andrea Schwarber Wissen weitergeben, aber auch selbst am Bett stehen und den Patienten helfen. Ein anderes Beispiel aus ihrem Alltag ist eine Person mit Dia­betes, deren Blutwerte trotz Insulin nicht stimmen. «Dann werde ich zu Hilfe gerufen und ich versuche herauszufinden, vor allem im Gespräch mit dem Patienten, wo das Problem liegt. Wichtig ist, die richtigen Fragen zu stellen. Dafür muss man sich in die Rolle des Patienten versetzen.»

Am eigenen Leib ausprobiert
Sie habe im Alltag schon Dinge von Patienten gehört und erlebt, die ein rein rational denkender Mensch so nicht sagen oder tun würde. «Ich habe mich schon oft gefragt: Warum tut der Patient das, obwohl er genau weiss, dass er es nicht tun sollte?». Um gewisse Entscheide von Patienten besser zu verstehen, hat Andrea Schwarber ungewöhnliche Situationen an sich selbst ausprobiert, die speziell während den Behandlungen von Kehlkopf-Erkrankungen auftauchen. «Rufen Sie mal um Hilfe, wenn Sie in Not sind, aber keine Stimme haben, weil Sie gerade am Kehlkopf operiert wurden. Oder schweigen Sie einmal für eine ganze Woche, um nachzuempfinden, wie ein Leben ohne Stimme auf die eigene Psyche wirkt.» Das sei ihr nächstes Projekt. Mit diesen Erfahrungen will sie näher an den Patienten kommen. Ihr Job sei es, den optimalen Verlauf seines Spitalaufenthalts zu generieren. Dafür will sie wissen, mit wem und mit was sie es zu tun hat und experimentiert indes bereitwillig an sich herum.

Denken wie im Studium
Wichtig für die Optimierung von Pflegeprozessen ist die Qualitätssicherung. Dafür wendet Andrea Schwarber verschiedenste Instrumente und Methoden an und erarbeitet Konzepte, um den Pflegestandard zu verbessern oder zu erweitern. «Diese Aufgaben setzen konzeptorientiertes Denken voraus», sagt sie. Besonders der Pflegemaster habe ihr geholfen, die nötige Vorgehensweise zu er­lernen. «Unsere Arbeiten konnten wir anhand aktueller Probleme im Spitalleben konzipieren. Dieser Praxisbezug, die Theorie und der damit verbundene Austausch in der Gruppe waren Gold wert.» Heute ist die Pflegeexpertin Mitglied der FHS-Alumni (siehe Kasten). So erhält sie den Kontakt zu ihren ehemaligen Mitstudierenden aufrecht.

Ein Leben auf der Überholspur
Andrea Schwarber gefällt die Pflege nicht nur, sie ist auch gut darin – man könnte fast sagen, sie lebt dafür. Ausserberuflich engagiert sie sich im SBK, dem Schweizer Berufsverband für Pflegefachfrauen und -männer. Dort hat sie die Funktion als Delegierte der Sektion «St.Gallen – Thurgau – Appenzell» inne. Den JSBK, den Verband für die Jungen, hat sie gar selbst mit aufgebaut. Im VFP, dem Verein für Pflegewissenschaft, arbeitet sie neu in der Fachgruppe Akutpflege mit.

Nebst ihrem Engagement kann sie sich erste wissenschaftliche Erfolge auf die Fahne schreiben. In ihrer Master-Thesis, die sie an der FHS St.Gallen abgelegt hat, legt sie Daten zur Delirprävalenz, also zur Anzahl verwirrter Patienten aufgrund Veränderungen der Umstände in einem Akutspital dar. Solche Daten gab es für die Schweiz bis anhin nicht. Das Thema ist so brisant, dass die Autorin den zweiten Platz des Preises «Best of Bachelor – Best of Master» im Rahmen des «Kongress Forschungswelten» 2017 erhielt. Nun wird Schwarber bereits als Referentin für Gesundheits-Kongresse angefragt. Doch damit nicht genug. Heuer überlegt sie sich, auf der Pflege zu doktorieren. «Es gibt noch so viel mehr zu lernen. Mein Ehrgeiz lässt mich nicht ruhen.» Diese Zielstrebigkeit ist für sie nicht etwa eine Belastung. Sondern sie ist ihr Charakter. Doch woher nimmt Andrea Schwarber die Motivation für all das? Die Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche sind wohl kaum der Grund.

Mehr Motivation als Schattenseiten
«Unregelmässige Arbeitszeiten, wenige Zulagen und trotzdem viel Verantwortung fördern die Attraktivität unseres Berufs herzlich wenig. Die Bedeutung der Freizeitgestaltung hat in der Gesellschaft zugenommen. Das spielt dem Berufsansehen nicht gerade in die Karten», sagt sie. Ausserdem sei die Kompetenzentrennung zwischen den einzelnen Rollen nicht restlos geklärt. «Das führt manchmal zu unnötigem Ressourcenverschleiss. Durch meine Doppelrolle bekomme ich das besonders mit. Da haben wir noch Luft nach oben.»

Aber all das seien für sie Nebensächlichkeiten. Ihr gefalle das Komplexe. Die Diversität ihrer Funktionen, die Nähe zu Patient und Personal, die Überraschungen des Berufsalltags – das sei es, warum sie sich heute in der Pflegebranche heimisch fühle. «Wissenslücken schliessen, Patienten begleiten, Personal ausbilden – dafür nehme ich den Weg zur Arbeit täglich auf mich.» Um von der Arbeit abschalten zu können, treibt sie viel Sport. Skifahren, Fitnesstraining, Joggen, Velofahren. Aktuell trainiert sie für die Teilnahme an einem Triathlon. Irgendwie überrascht das nicht.


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