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Partizipative Forschung
Das Forschungsprojekt «Wohnvisionen im Alter» des ­IKOA-FHS ist das erste dieser Art in der Schweiz und auf der höchsten Partizipationsstufe, auf der Stufe der Entscheidungsmacht. Als Expertinnen und Experten für Altersfragen beforschen Seniorinnen und Senioren mithilfe des IKOA-FHS Themen, die sie interessieren. Der partizipativen ­Forschergruppe gehören elf Seniorinnen und Senioren sowie Wissenschaftlerinnen des IKOA-FHS an. Derzeit forscht eine zweite Gruppe zum Thema «Zufriedenheit im Alter».

Senioren wollen nicht in der WG wohnen – Senioren befragen Senioren zu Wohnformen im Alter



Wohnen mit Service oder im Mehrgenerationenhaus – Seniorinnen und Senioren bleiben am liebsten möglichst lange zu Hause wohnen. Alternative Wohnformen kommen durchaus infrage. Bis auf die Wohngemeinschaft. Das zeigt die Befragung der Partizipativen Forschergruppe des interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter der FHS St.Gallen IKOA-FHS zum Thema «Wohnen im Alter».

Autorin: Cora Pauli

Die erste der beiden partizipativen Forschergruppen des IKOA-FHS, je drei Frauen und Männer, wagten sich vor gut einem Jahr ins Feld, jetzt liegt ihr Forschungsbericht vor. Das Ziel war: Seniorinnen und Senioren zu ihren Wohnvisionen im Alter zu befragen. Total interviewten die Forscherinnen und Forscher acht Frauen und fünf Männer im Alter von 50 bis 80 Jahren mittels eines selbst entwickelten Frageleitfadens. Zunächst wollten sie wissen, wie die Befragten als Kinder und Jugendliche gerne gewohnt hätten. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die als Kind ein Zimmer teilen mussten, sich ein eigenes gewünscht haben, um sich zurückziehen zu können. Genannt wurden auch Visionen: Ein Haus am See etwa, wo man direkt vom Schlafzimmer ins Wasser springen könnte.

Gesundheit bestimmt Umzug
Dann wollten die Forschenden etwas über die aktuelle Wohnsituation wissen. Wieso die Befragten hier leben? Was ihnen gefällt, was nicht, und welche Rolle die Nachbarschaft sowie die Umgebung spielt. Ein wichtiger Faktor ist die Lage: eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Nähe zu Schulen, Arbeitsort, Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Umgebung, die einem behagt. Dazu gehört etwa der Blick ins Grüne, im eigenen Garten oder auf dem Balkon tätig sein zu können und eine angenehme Nachbarschaft mit der richtigen Balance zwischen sozialer Nähe und Distanz.

Aufs Wohlbefinden wirkt sich zudem die Ausstattung der Wohnsituation aus. Separates WC, eigene Waschmaschine und Tumbler, helle Zimmer oder eine Bodenheizung sind den Befragten wichtig, Treppen können zum Problem werden.

Und was könnte die Befragten zu einem Umzug bewegen? Als wichtigsten Grund nannten sie die Verschlechterung des Gesundheitszustands. Sie würden aber zuerst Hilfe, etwa von der Spitex, in Anspruch nehmen. Oder bauliche Massnahmen realisieren, zum Beispiel einen Treppenlift einbauen, um möglichst lange zu Hause wohnen bleiben zu können. Ein weiterer Grund wäre, wenn sie das Haus als zu gross empfinden würden, oder das Gefühl hätten, alles werde zu viel.

Eine neue Wohnsituation müsste genügend Platz bieten, behindertengerecht sein mit einer guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr und nahe Einkaufsmöglichkeiten. Die grösste Befürchtung bei einem Umzug: die Autonomie sowie die vertraute Umgebung und Nachbarschaft zu verlieren.

WG nur mit Familienangehörigen
Die Befragten kennen verschiedene Wohnformen für das Alter wie Wohnen mit Service, Alters- und Pflegeheim, Mehrgenerationen-Wohnen, Stöckli, Alters-Wohngemeinschaften oder Projekte wie Benevol. Diese kämen für einige infrage. Einzig die Wohngemeinschaft lehnen alle ab. Mit der Einschränkung, dass dies höchstens bei grosser Vertrautheit, etwa bei Familienangehörigen, vorstellbar wäre. Sie befürchten, mit dem Teilen von Wohnzimmer oder Küche einen Teil der Privatsphäre aufgeben und sich Regeln anpassen zu müssen.

Selbstbestimmte Wohnform
Ihre Wunsch-Wohnform für die Zukunft machen die Befragten von ihrer Gesundheit abhängig. Der Eintritt ins Alters- oder Pflegeheim empfinden sie als Schicksal, nicht als Wahl. Mit ihrer derzeitigen Wohnsituation sind sie sehr zufrieden. Wohl deshalb, weil sie diese selber und aufgrund eigener Kriterien gewählt haben. Eine selbstgewählte Wohnsituation trägt wesentlich zu ihrer Zufriedenheit bei.

In der vertrauten Umgebung bleiben zu können, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Man fühlt sich verwurzelt und zugehörig, weil die Umgebung in einer bestimmten Lebenssituation sorgfältig ausgesucht wurde. Zum Beispiel bei der Familiengründung, als Nachbarschaft und Infrastruktur eine wichtige Rolle spielten. Interessanterweise sind die Bedürfnisse im höheren Alter nicht so anders.

Einige der Befragten erlebten eine «sensible Phase» beim Auszug der Kinder oder bei der Pensionierung, in der sie ihre Wohnsituation evaluiert haben. Wer in diesem Moment umzieht, der wählt die neue Wohnsituation mit Blick auf eine altersgerechte Ausstattung und Lage.

Projekt positiv bewertet
Die Seniorinnen und Senioren sowie die Wissenschaftlerinnen bewerten die partizipative Forschung als positiv und bereichernd. Sie ist eine Chance, aussagekräftigere und realitätsnahe Ergebnisse zu erzielen. Dank den Laienforschenden ist die Offenheit der Befragten grösser und ihre Rekrutierung einfacher. Die Qualität der erhobenen Daten und die Analyse hängt aber auch von der Forschungserfahrung ab. Eine Herausforderung ist die unterschiedliche Erwartung an die Resultate. Die Laienforschenden erhoffen sich praktische und direkte Auswirkungen, die Wissenschaftlerinnen mehr Erkenntnisse für die Forschung. Zudem müssen Letztere lernen, den Laienforschenden gleichberechtigte Deutungsmacht zuzugestehen. Für das Gelingen partizipativer Forschung auf höchster Ebene braucht es Zeit, Offenheit, Know-how und entsprechende Rahmenbedingungen.

Das IKOA-FHS wird den Ansatz der partizipativen Forschung auf höchster Partizipationsstufe aufgrund der bislang gemachten positiven Erfahrungen weiterverfolgen. Mit Erkenntnissen aus dem beschriebenen und aus einem weiteren, laufenden Projekt möchte es ein Instrumentarium erarbeiten, das den gesamten Ablauf eines partizipativen Forschungsprojekts vereinheitlichen und optimieren soll. Dazu gehören Prozessbegleitung, Gruppen- und Themenfindung, Schulung in qualitativer Datenerhebung und Datenauswertung.

Cora Pauli ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Interdisziplinären Kompetenzzentrum Alter IKOA-FHS.


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