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Sim911
Der Simulator Sim911 errechnet Szenarien anhand verschiedener Datensätze. Einerseits fliessen mit den historischen Einsatzdaten und der Dispositionsstrategie unveränderliche Daten ein. Bei der Dispositionsstrategie wird entweder die bisher angewendete oder die zukünftig anzuwendende Strategie eingegeben. Auf der anderen Seite stehen die veränderlichen Daten: die Stützpunkte und Dienstpläne. Für jede Kombination der Eingaben berechnet sim911 relevante Kennzahlen und Grafiken. Dargestellt werden diese in räumlich (z.B. eine Karte) und zeitlich (z.B. Säulendiagramm) expliziten Auswertungen. Damit können Massnahmen wie etwa die Verschiebung von Stützpunkten und deren Einfluss auf die Erreichung der Hilfsfrist simuliert und bewertet werden.

Eine Software optimiert das Rettungswesen – Verbesserte Hilfsfristen, optimierte Stützpunkte



Verbesserte Hilfsfristen, Optimierung der Stützpunkte, weniger Überstunden – aus mehreren Forschungsprojekten ist ein leistungsstarkes Softwareprogramm entstanden: sim911. Jetzt wird der Simulator weiterentwickelt. Er soll noch passgenauer auf die Anforderungen der Partner im Rettungswesen zugeschnitten werden. Geprüft wird auch die direkte Anbindung ans Einsatzleitsystem, um den Einsatzleiter unterstützen zu können – in Echtzeit.

Autor: Adrian Stämpfli

Schnell, günstig und ohne Risiko. Dies sind die entscheidenden Vorteile des Softwareprogramms sim911. Den Simulator hat das Institut für Modellbildung und Simulation der FHS St.Gallen IMS-FHS auf der Basis verschiedener Forschungsprojekte im Rettungswesen entwickelt. Die Ausgangslage: Im Jahr bewältigen die Schweizer Rettungsdienste mehr als 580'000 medizinische Notrufe, bei rund 450'000 müssen sie ausrücken. Dabei stehen sie vor der komplexen Aufgabe, schnell und kompetent zu helfen. Komplex vor allem auch deshalb, weil sie in 90 % der Notfälle innert 15 Minuten nach Eingang des Notrufs am Einsatzort sein müssen. Dies auch in ländlichen, dünn besiedelten Gebieten. Hinzu kommt, dass die Stützpunkte aufgrund historisch gewachsener Strukturen oft nicht optimal im Einsatzgebiet verteilt sind. Und nicht zuletzt wächst der finanzielle Druck auf die Rettungsdienste.

Dispositionsstrategie angepasst und Stützpunkte verlegt
sim911 zeigt mit Computersimulationen aufgrund historischer Daten der Einsätze mögliche Lösungswege und deren Konsequenzen auf. Als 2014 im Kanton St.Gallen die Rettungsdienste von drei Spitalregionen zusammengelegt wurden, errechnete das IMS-FHS mithilfe des Simulators, wie sich der neue Rettungsdienst optimal aufstellen kann. Das Resultat: Einerseits wurde die Dispositionsstrategie umgestellt, jetzt rückt das nächstgelegene Fahrzeug aus und nicht wie früher jenes, das gemäss Bereichsnachfolgestrategie definiert war. Andererseits wurden elf Stützpunkte an verkehrsgünstigere Standorte verlegt. Dabei halfen die Simulationsresultate politische Einwände gegen die Verlegungen zu entkräften.

Neue Dienstzeiten vermindern Überstunden
Dem Kantonsspital Luzern half sim911, die Dienstzeiten anzupassen und so Überstunden zu vermeiden. Kam morgens oder abends gegen Ende der Dienstschicht ein Notruf herein, leistete das diensthabende Team zum Teil viel Überzeit. Die Simulationen zeigten, dass diese mit einem gestaffelten Arbeitsbeginn vermieden werden kann. Die neuen Dienstpläne wurden auf Anfang 2017 eingeführt. Ein Monitoring in der zweiten Hälfte dieses Jahres soll zeigen, ob die gewünschten Effekte erreicht werden konnten.

Im Projekt mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion Bern kam sim911 auf Kantonsebene zum Einsatz. Dabei wurden erstmals die Einsätze mehrerer Rettungsdienste in einem Projekt simuliert: Insgesamt waren es acht Rettungsdienste, die von drei Notrufzentralen disponiert werden. sim911 zeigte deutliches Potenzial für Verbesserungen auf, insbesondere auch, dass bei einigen Rettungsdiensten die Ausrückzeiten sehr hoch sind. Des Weiteren zeigte sich, dass die Gebietszuordnung der drei Notrufzentralen genauer überprüft und in welche Richtung die Datenerfassung weiterentwickelt werden soll, um künftig noch genauere Resultate zu erzielen. Die Ergebnisse flossen schliesslich in die Versorgungsplanung des Kantons Bern ein.

Soeben ist ein neues Forschungsprojekt gestartet. Das IMS-FHS begleitet den Kanton Zürich bei der Optimierung seines Rettungswesens. sim911 soll dabei sowohl die Stützpunkte als auch die Dienstzeiten optimieren.

Unterstützung für die Einsatzzentralen in Echtzeit
Das IMS-FHS entwickelt sim911 aktiv weiter, wobei drei Ziele verfolgt werden. Erstens soll die Perspektive der Notrufzentralen stärker in den Fokus rücken. Derzeit wird geprüft, ob sich der Simulator direkt ans Einsatzleitsystem anschliessen lässt. Damit könnte sim911 den Einsatzleiter in Echtzeit unterstützen. Zweitens soll die Perspektive der Rettungsdienste um weitere Anwendungsfälle ergänzt werden. Das Projekt mit dem Kanton Zürich bietet hierzu beste Gelegenheit. Und drittens soll sim911 aus Sicht der Forschung weiter untersucht werden. Im Fokus stehen dabei die Schätzung von Fahrzeiten mithilfe Routenplaner und historischer Daten, die Weiterentwicklung der mathematischen Modelle und die methodische Unterstützung des Prozesses vom Kundengespräch bis zur Implementierung.

Adrian Stämpfli ist Projektleiter am Institut für Modellbildung und Simulation IMS-FHS und Leiter des KTI-Projekts «Dispo 144» und von weiteren direktfinanzierten Forschungsprojekten, in denen sim911 entwickelt und angewandt wurde.


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