Eine Studentin der FHS St.Gallen steht auf einem Pausenplatz.

Lehrgangsaufbau und -inhalte

Der Zertifikatslehrgang besteht aus folgenden Themenschwerpunkten:

Lehrgangseröffnung und Einführung in die Schulsozialarbeit

  • Handlungs- und Strukturmaximen in der Schulsozialarbeit 
  • Nutzung dieser Maximen als Argumentarium zur Professionalisierung und für Verhandlungen mit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern

 

Krisen und Herausforderungen im schulischen Kontext


Krisenbegriff im Allgemeinen 

  • Merkmale von Krisen
  • Krisen erkennen und entsprechend intervenieren (Fallbeispiele)

Zivilrechtlicher Kindesschutz

  • Wahrnehmen und Einschätzen von Kindesschutzsituationen, bzw. Kindeswohlgefährdung
  • Vermittlung von Handlungsansätzen für Interventionen

Medienpädagogik und -sozialisation

  • mögliche Gefahren durch neue Medien
  • gelingende Mediensozialisation und sinnvolle Medienentwicklung im gesamtgesellschaftlichen Kontext
  • persönliche Medienbiografien

 

Integritätswahrung und Förderung von Wohlbefinden


Kinderrechtskonvention und Capability-Approach

  • Potential von Kindern fördern
  • Anerkennung und Achtung von Kinderrechten fördern

Migration

  • Vielfalt an Schulen durch Kinder mit Migrationshintergrund
  • Voraussetzungen für gelingende Integration
  • Reflektion von Migrationserfahrungen anhand eigener Beispiele

Förderung von Lebenskompetenz nach Lehrplan 21

  • Kompetenzorientierung im Lehrplan 21
  • Wie kann die Schulsozialarbeit die Schule in der Förderung der Lebenskompetenz unterstützen?

Psychische Gesundheit

  • Begriff Kindeswohl
  • Erfüllung der Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, damit sie sich im schulischen und ausserschulischen Kontext wohl fühlen 

 

Kooperation/Ko-Kreation


Netzwerknutzung in Krisensituationen

  • Professionelle interdisziplinäre Zusammenarbeit
  • Austausch mit Vertreterinnen und Vertertern regionaler Unterstützungsangebote

Intraprofessionlle Netzwerkbildung, Vernetzungsarbeit

  • Kontaktpflege mit Kooperationspartnern des erweiterten Schulumfeldes (Schulsozialarbeits-Zusammenschlüsse, regionsspezifische Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe)
  • Profilbildung und fachliche Unterstützung

Kooperation und Ko-Kreation von Schule und Schulsozialarbeit

  • Begriffliche Auslegung von Kooperation
  • Kooperation aus der Perspektive von Schulleitungen, Lehrkräften und Schulsozialarbeitenden
  • Ko-Kreation 

 

Methoden der Schulsozialarbeit


Soziale Gruppenarbeit

  • Gruppen wie z.B. Schulklassen und Peer-Groups als «Sozialisationsagenturen»
  • gruppendynamische Muster, Gruppenzyklus, rollenspezifische Erwartungen
  • gruppenbezogenes Know-how selbst «ausprobieren»

Beratung/Gesprächsführung

  • Zentrale Theorieansätze und deren theoretische Ausformung als Mittel, um auf unterschiedliche Beratungskontexte und -settings angemessen reagieren zu können
  • Reflexion des methodischen Vorgehens

Projektmanagement

  • Aktuelle Anforderungen an Schulsozialarbeitende
  • Methode des Projektmanagements als vorhandenes Grundlagenwissen im Hinblick auf diese Anforderungen

Gemeinwesenarbeit

  • Veranschaulichung des Mehrwerts der Gemeinwesenarbeit anhand konkret realisierter Good-Practice-Projekte aus der Praxis der Schulsozialarbeit
  • Good-Practice-Projekte als Argumentationshilfe für die Praxis

 

Qualitätssicherung


Erhebung und Evaluation (Ergebnisqualität)

  • Evaluationsmethodische Grundlagen
  • Fragebogen und Interview (inkl. Online-Befragung) als Schwerpunktthemen

Berichtwesen / Aktenführung (Prozessqualität)

  • Intersubjektive Nachvollziehbarkeit des methodischen Vorgehens in der Fallführung
  • Datenschutzbestimmungen und Persönlichkeitsschutz (Schweigepflicht)
  • Standardisierbarkeit der Aktenführung (Bsp. Computersoftware für Fallführung u.ä.)


Abschlusskolloquium

  • Abschlussarbeiten als Fallarbeit mit theoretischer Reflexion

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.