Lehrgangsaufbau und -inhalte

Der Zertifikatslehrgang ist modular aufgebaut und widmet sich folgenden Themen:

Einführung, Grundsätze und Verortung

  • Verortung der sozialpädagogischen Familienbegleitung in Bezug auf Referenzwissenschaften und Bezugstheorien 
  • Theoretische Grundlagen für professionelles Handeln in der sozialpädagogischen Familienbegleitung
  • Systemtheoretisch motivierte Sozialpädagogik sowie lebensweltorientierte Konzepte

Fallverstehen aus lebensweltlicher Sicht/Verstehenstheorie

  • Stellenwert diagnostischer Verfahren des Fallverstehens in der sozialpädagogischen Familienbegleitung
  • Familie als lebensweltliches Gefüge und deren Bedeutung für die Entwicklung von Handlungsfähigkeit innerhalb der Gesellschaft
  • Prekäre Sozialisationsbedingungen im Zusmmenhang mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen 

Lebensalter Kindheit und Jugend

  • Entwicklungsphasen von Kindern und Jugendlichen
  • Biografische Übergänge und kritische Lebensereignisse im Kontrast zu Entwicklungsanforderungen

Mögliche Kindesschutzmassnahmen im Rahmen des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts

  • Aspekte der Kinderrechte und Fragestellungen der Kinderbeteiligung und des Kindesschutzes vor dem Hintergrund herausfordernder Lebenssituationen
  • Finanzielle und rechtliche Aspekte in der sozialpädagogischen Familienbegleitung 

Alltagsnahe Beratung unter Berücksichtigung spezieller Phänomene

  • Gewalt und Gewalterfahrung
  • Sucht und Abhängigkeit
  • Psychische Belastung und Krankheitsbilder
  • Armut und Sozialhilfe
  • Multikulturalität und Religion
  • Lebens- und Familienformen

Methodenansätze

  • Modell der elterlichen Präsenz und des gewaltlosen Widerstandes nach Haim Omer und Arist von Schlippe
  • Kompetenzorientierte Familienarbeit (KOFA) nach einem Modell aus Holland
  • Systemische Interaktionstherapie und -beratung (SIT) nach Michael Biene

Prozessmoderation und Zwangskontext

  • Praktische Ausgestaltung der sozialpädagogischen Familienarbeit
  • Verfahrensaspekte wie Auftragsklärung, Prozessmoderation und -steuerung 
  • Umstand des Zwangskontextes
  • Konzepte der System- und Lebensweltorientierung

Kolloquien, Integration, Evaluation und Abschluss

  • Kolloquium zu den Abschlussarbeiten
  • Vernetzung der Ergebnisse des Lehrgangs im Hinblick auf eigene Praxisschwerpunkte

Fallwerkstatt

  • Reflektion der Modulinhalte anhand von Fallstudien

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.