Eine Absolventin des MAS in Palliative Care steht vor dem offenen Kofferraum eines Autos. Der Kofferraum ist vollgepackt mit Koffern.

Lehrgangsaufbau und -inhalte

Der Zertifikatslehrgang widmet sich folgenden Themen:

Gesellschaftliche Fragen

  • Grundlagen der Epidemiologie und Demographie
  • Definition von Palliative Care und deren Auslegung
  • Konzept Leiden
  • Sozialer Status und Lebenserwartung
  • Modelle einer ganzheitlichen Betreuung und Begleitung am Lebensende
  • Internationale Beispiele für Struktur und Organisation von «Quality End-of-life Care»
  • Alter: Veränderung der Altersbilder und Konzepte

Medizinsoziologische Aspekte

  • Biographie
  • Krankheit/Gesundheit (Salutogenese)
  • Sterben und Tod, Ort des Sterbens
  • Funktion der Gemeinden bei der Betreuung von Schwerkranken und Sterbenden
  • rechtliche Aspekte bei schwerer Erkrankung (Patientenverfügung, assistierter Suizid und Euthanasie)
  • Spiritualität, Umgang mit Bedürfnissen, Sterben ohne Gott?
  • Schwerkranksein und Sterben in verschiedenen Kulturen (Multikulturalität)
  • gesellschaftliche und soziale Rituale bei Krankheit und am Lebensende
  • religiöse und spirituelle Bedürfnisse am Lebensende (Interreligiosität)

Beziehungssysteme

  • Systemtherapeutische Grundlagen
  • Systemänderungen im Verlauf von Krankheit und Sterben
  • Family Nursing als Betreuungskonzept
  • Gender und Palliative Care
  • Coping im sozialen Kontext des Beziehungssystems
  • Gesellschaftliche Bewältigungsformen
  • Patientenedukation (Grundlagen, Angehörige, Palliativspezifische Selbsthilfestrategien)

Individuum

  • Umgang mit Kranksein, Betroffene (Selbstkonzept), Umfeld z.B. Angehörige, Bezugssystem
  • chronisch Kranksein
  • Krise, Krisenmanagement
  • Coping, Unterstützung bei Coping
  • Alter: Veränderung der Bilder und Konzepte
  • Trauer, Trauerbegleitung (Auftrag oder Wunsch des Palliative Care Teams)
  • Begleitung, Beratung (Gesundheitsförderung)

Lebensqualität

  • Grundlagen und Konzepte der Lebensqualität, Lebensqualität von Angehörigen (lay carer)
  • Evaluation individueller Lebensqualität am Ende des Lebens

Kommunikation am Lebensende

  • Grundlagen der Kommunikation mit Schwerkranken und Sterbenden (z.B. communication skills (palliativspezifisch), das ethische Gespräch, Begleiten beim Erstellen einer Patientenverfügung)
  • Methoden der Gesprächsführung bei kommunikativ bzw. verbal eingeschränkten Menschen
  • Grundlagen von Beratung (Counselling und Advising)
  • Kommunikation mit Angehörigen und Freunden

Therapeutische Möglichkeiten

  • Psychotherapie in Palliative Care
  • Sozialtherapie

Wissenschaftliches Arbeiten und Forschung

  • Internetrecherche
  • Kennenlernen von Literaturverwaltungsprogrammen
  • Grundlagen der quantitativen und qualitativen Forschung

Grundlegende Prinzipien/Orientierungen

  • Reflexion
  • Multiprofessionalität
  • Ethik in Palliative Care
  • Prozess der klinischen Entscheidungsfindung

Dieser Lehrgang schliesst mit mindestens einem Leistungsnachweis ab.