Ein grosser Stein ragt bedrohlich über einen anderen.

Seminar Bedrohungsmanagement an der FHS St.Gallen

Das Phänomen der Mehrfachtötung und anderer Formen schwerer Gewalt hat auch im deutschsprachigen Raum eine tragische Aktualität gewonnen. Das Spektrum der zielgerichteten Gewalt ist gross. Es fordert zu präventiven Massnahmen auf.

Allein schon Drohungen lösen bei den Betroffenen Ängste aus. Um aufkommende Ängste und Eskalationen einordnen zu können, muss das Risikopotenzial und die Ausführungsgefahr möglichst früh erkannt, eingeschätzt und entschärft werden. Kriteriengeleitete und systematische Assessments sollen hier helfen, die Vorzeichen zielgerichteter Gewalt zu identifizieren und möglichst wirksame Massnahmen zu treffen.

Mit der Sensibilisierung im Bedrohungsmanagement werden die Kursteilnehmenden bestärkt, einen präventiven Beitrag zur Verhinderung zielgerichteter Gewalt zu leisten. Denn jede Fachkraft, die in einer psychosozialen, therapeutischen oder pädagogischen Einrichtung arbeitet, kann am Aufbau oder Erhalt ihrer gewaltfreien (Arbeits-)Umgebung verantwortlich mitwirken.

Auf einen Blick

Abschluss
Weiterbildungsnachweis der FHS St.Gallen

Schwerpunkte
Phänomenologie von Formen schwerer Gewalt am Arbeitsplatz, Stalking/Beziehungsgewalt, Amok, Radikalisierung, Extremismus, Schoolshooting;
Risikoanalyse (u.a. Warnverhaltenstypologien, Leaking als Präventionschance, Identifikation von Hochrisikotätern); Funktion von Netzwerkstrukturen und Programmen im Bedrohungsmanagement; Ansätze zur Praxisintegration

Dauer und Termine
3 Tage; 1./2. April und 30. April 2019

Kosten
CHF 1350.-, inkl. Unterlagen und Weiterbildungsnachweis (Preisänderung vorbehalten)

Die Teilnehmenden erlangen praxisrelevantes und psychologisches Wissen zu Hintergründen und aktuellen Entwicklungen in den definierten Kernthemen. Sie lernen die Grundlinien von Konzepten und Methoden der Gewaltprävention und des Bedrohungsmanagements kennen.

Die Teilnehmenden

  • können gefährliche Problemsituationen differenziert betrachten;
  • setzen mögliche Handlungsstrategien im Umgang mit Gewalt ein;
  • entwickeln mehr Einschätzungskompetenz in eskalativen Konflikten;
  • sind in der Lage, Bedürfnisse, Interessen und Positionen von Gewalttätern besser zu identifizieren.

Dieses Seminar richtet sich an Fach- und Führungspersonen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie an Personalverantwortliche aus Dienstleistungsbetrieben und Gemeinden: 

Bei fachlichen Fragen steht Ihnen Dr. Karl Weilbach, Leiter Seminar Bedrohungsmanagement, gerne zur Verfügung (k.weilbach@bedrohungsmanagement.ch oder +41 76 588 00 56). Bei administrativen und organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Isabella Ferreira, Studienkoordinatorin, Weiterbildungszentrum FHS St.Gallen (isabella.ferreira@fhsg.ch oder +41 71 226 12 59).