Auf einem Zettel sind die Symbole für Weiblichkeit und Männlichkeit abgebildet.

Seminar Umgang mit Diversität in der Beratung

Es gibt in sozialen Zusammenhängen wohl kaum Bezeichnungen, die mehr mit Klischees und Zuschreibungen behaftet sind, als wenn von Männern und Frauen die Rede ist. Dass Vorstellungen über Weiblichkeit und Männlichkeit auch grossen Einfluss auf jegliche Interaktionen hat, ist in den Sozial- und Genderwissenschaften längst hinlänglich belegt. Gerade in professionellen Beratungskontexten, in denen es darum geht, Menschen möglichst ohne Vorurteile zu begegnen, ist die Sensibilität für die soziale Kategorie Geschlecht unabdingbar. Genderkompetenzen gelten daher heute vielfach als eigentliche Schlüsselkompetenzen – auch für die professionelle Beratung.

Das Weiterbildungsseminar bietet den Teilnehmenden Inputs für die Reflexion und Weiterentwicklung ihrer Beratungspraxen, vor dem Hintergrund des Anspruchs einer gendersensiblen Beratung. Die (selbst-)reflexive Beachtung der sozial hergestellten Zuschreibungen und Erwartungen an Frauen und Männer nimmt die jeweiligen Vorstellungen der Teilnehmenden selbst in den Blick. Gleichzeitig soll das Wissen über geschlechtsbezogene Zuschreibungen und deren Beschränkungen für das Fallverstehen sowie die konkrete Interaktion mit Klientinnen und Klienten bewusst gemacht werden. Daraus sollen sich auch Handlungsimplikationen ergeben.

Auf einen Blick

Abschluss
Weiterbildungsnachweis der FHS St.Gallen

Schwerpunkte
Männlichkeit und Weiblichkeit – Entstehung und Relevanz sozial bedeutsamer Strukturkategorien; Das Eigene und seine Bedeutung für Anderes; Kompetenzen gendersensiblen Beratens

Dauer und Termine
3 Tage; nächste Durchfühung in Planung

Kosten
CHF 1200.–, inkl. Unterlagen und Weiterbildungsnachweis (Preisänderung vorbehalten)

Die Teilnehmenden erhalten aktuelles und ausgewähltes Wissen zu sozial bedeutsamen Vorstellungen über Männlichkeit und Weiblichkeit. Genauso über deren möglichen Auswirkungen auf die Lebenslage, die Lebenschancen und Kommunikationsmuster von Menschen. Sie reflektieren diese Erkenntnisse (selbst-)kritisch – im Hinblick auf deren Beitrag zur Zementierung sozialer Ungleichheiten und deren Bedeutung für professionelle Beratungskontexte. Sie erweitern ihre Kompetenzen für einen professionell angemessenen Umgang mit Bewältigungsstrategien und Kommunikationsmustern, die durch eine geschlechtsspezifische Sozialisation erworben worden sind. Darüber hinaus gewinnen die Teilnehmenden Einblicke in Beratungspraxen der gesamten Gruppe und erproben konkrete Konzepte und Methoden einer gendersensiblen Vorgehensweise.

Das Seminar Umgang Diversität in der Beratung kann bei erfolgreichem Abschluss an den CAS Beratungs-Training angerechnet werden.

Das Seminar richtet sich an Fachpersonen aus der Sozialen Arbeit, Pädagogik, Psychologie, Gesundheit, Theologie, Verwaltung oder dem Personalmanagement, die ihre Beratungstätigkeit reflektieren und qualitativ weiterentwickeln wollen. Voraussetzung ist ein aktueller Beratungskontext, Interesse an Genderfragen sowie die Bereitschaft, Praxisbeispiele einzubringen. 

Bei fachlichen Fragen stehen Ihnen die Seminarleitenden Prof. Gabriella Schmid (gabriella.schmid@fhsg.ch oder +41 71 226 18 16) und Matthias Weber (matthias.weber@fhsg.ch oder +41 71 226 18 24) gerne zur Verfügung. Bei administrativen und organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Isabella Ferreira, Studienkoordinatorin, Weiterbildungszentrum FHS St.Gallen (isabella.ferreira@fhsg.ch oder +41 71 226 12 59).