Ein Scherenschnitt symbolisiert Kinder, die sich an den Händen halten.

Lehrgangsaufbau und -inhalte

Der CAS Kindes- und Erwachsenenschutz besteht aus vier Grundlagen- und vier Vertiefungsseminaren sowie den dazugehörigen Fallwerkstätten. Darauf aufbauend absolvieren die Teilnehmenden ein Ergänzungsmodul bestehend aus zwei Unterrichtstagen aus einem der unten aufgeführten Zertifikatslehrgänge.

Grundlagenseminare

In diesen Seminaren werden die rechtlichen, sprachlichen und psychologischen Grundlagen der Instrumente des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts (KESR) vermittelt:

Rechtliche Grundlagen und Verfahren

  • Rechtsgrundlagen
  • Prozesse und Triage
  • Rollen und Funktionen
  • Rollenverständnisse
  • KESB und die Öffentlichkeit

Sprache und Text

  • Sprache und Schriftlichkeit
  • Textsorten: Akten, Berichte, Beschlüsse, Verfügungen usw.
  •  Methodik der Texterstellung

Grundlagen der Gesprächsführung

  • Grundlagen der Kommunikation
  • Gesprächsarten
  • Methoden der Gesprächsführung (Gesprächsstrukturierung, Ergebnissicherung usw.)

Psychologische Grundlagen

  • Einführung in die Entwicklungspsychologie
  • Gefährdungen und Risiken aus psychologischer Perspektive

Vertiefungsseminare

Basierend auf den Grundlagenseminaren werden in den Vertiefungsseminaren die rechtlichen, sprachlichen und psychologischen Themen des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts (KESR) vertieft behandelt:

Rechts- und Verfahrenskenntnisse

  • Vertiefte Rechtskenntnisse inkl. Verfahrensrecht, Sozialversicherungsrecht, Datenschutz usw.
  • Rechnungsprüfung/Revision inkl. Vermögensverwaltung im Rahmen einer Beistandschaft oder Vormundschaft (VBVV) und Staatshaftung

Kontextgerechtes Texten

  • Sprache schafft Wirklichkeit und widerspiegelt das Denken: kontextgerechte komplexere Texte (z. B. Berichte, Entscheide)
  • Übungen anhand von Beispielen

Vertiefung der Gesprächsführung

  • Gespräche unter erschwerten Bedingungen (z. B. geringer Verbalisierungsgrad) und Konfliktgespräche
  • Umgang mit Bedrohungssituationen

Vertiefung der psychologischen Kenntnisse

  • Krisen (Übergangs- und Ereigniskrisen) und Krisenmanagement aus psychologischer Sicht
  • Psychopathologie und typische Krisenverläufe

Fallwerkstätten

Zu den Vertiefungsseminaren gehört je eine Fallwerkstatt. Hier werden die Schwerpunkte aus den Seminaren verknüpft und anhand konkreter Fälle aus der Praxis vertieft betrachtet.

Ergänzungsmodul

Das Ergänzungsmodul ist ein vertiefendes Kontextstudium von zwei Unterrichtstagen (Wahlpflichttage) aus einem der folgenden Zertifikatslehrgänge der FHS St.Gallen:

Hinzu kommen eine Transferarbeit sowie eine Präsentation in Form eines Fachgespräches zu dieser Arbeit.