Drei Weiterbildungs-Absolventen schlendern durch das Fachhochschulzentrum St.Gallen.

Masterangebote: die wichtigsten Unterschiede

MSc, MA, MAS und EMBA: Diese Abkürzungen stehen alle für einen Master. Doch es gibt massgebliche Unterschiede. Während die sogenannten konsekutiven Masterstudiengänge direkt auf ein Bachelorstudium erfolgen, knüpfen die Weiterbildungsmaster an die berufliche Erfahrung an. Aus der folgenden Übersicht erfahren Sie, was es mit den einzelnen Angeboten auf sich hat. 

MSc und MA

Beim Master of Science (MSc) und beim Master of Arts (MA) handelt es sich um konsekutive Master. Diese Masterstudiengänge bauen auf das Bachelorsudium auf. Ziel ist es, die Grundausbildung zu vertiefen. Berufserfahrung ist für einen konsekutiven Master, der Vollzeit absolviert werden kann, nicht notwendig.

MAS

Im Gegensatz zum MSc und MA gehört der Master of Advanced Studies (MAS) zur Kategorie «Weiterbildung». Ein MAS setzt nebst einem Abschluss auf Tertiärstufe auch Berufserfahrung und Berufstätigkeit im entsprechenden Arbeitsumfeld voraus. Er wird berufsbegleitend absolviert.

EMBA

Der Executive Master of Business Administration (EMBA) ist eine berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Leadership. Er richtet sich an Fachleute mit Führungs- und Managementaufgaben, die ihre Kompetenzen diesbezüglich erweitern wollen. Führungserfahrung ist deshalb ein wichtiges Zulassungskriterium.

ECTS-Punkte

Wer einen MSc oder MA absolviert, erhält 90 ECTS-Punkte. Für einen MAS oder EMBA gibt es 60 ECTS-Punkte. Diese Differenz liegt nicht in der Qualität begründet, sondern im unterschiedlichen Gesamtarbeitsaufwand.

Kosten

Die Kosten sind beim MAS und EMBA deutlich höher als beim MSc oder MA. Da letztere Angebote zur Kategorie «Ausbildung» gehören, finanziert sie der Staat. Die Studierenden bezahlen lediglich eine Semestergebühr. Anders bei den Weiterbildungen: Diese sind nicht subventioniert, weshalb vollumfänglich der Teilnehmende dafür aufkommt. Er kann jedoch die Kosten – sofern sie nicht der Arbeitgeber übernimmt – von den Steuern absetzen. Seit dem Steuerjahr 2016 kann man bis zu 12 000 Franken abziehen.