Master-Studium in Pflege

Advanced Nursing Practice für Personen mit chronischen Gesundheits-beeinträchtigungen

Gestalten Sie die Zukunft der Pflege mit!

Hochqualifizierte Pflegefachpersonen sind gefragt, um die Herausforderungen im Gesundheitswesen zu meistern. Immer mehr Menschen sind chronisch und mehrfach erkrankt. Ihre Versorgung erfordert Spezialwissen und erweiterte Fachexpertise. Hier setzt die Schlüsselrolle der «Advanced Practice Nurse» (APN) an.

Durch das Masterstudium sind APNs optimal darauf vorbereitet, in besonders komplexen Care-Situationen eine qualitativ hochstehende, bedürfnisorientierte und evidenzbasierte Versorgung zu leisten. Als praxiserfahrene Fachpersonen kennen APNs die vielschichtigen Bedürfnisse chronisch erkrankter Personen. Zu ihren Kernkompetenzen gehört die Selbstwirksamkeit und das Selbstmanagement der erkrankten Personen zu fördern. APNs stimmen pflegerische Interventionen auf die Lebenswelt der erkrankten Personen ab. Sie orientieren sich an der Perspektive der Betroffenen, um gemeinsam mit ihnen individuell passende, alltagsnahe Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Als Vermittlerinnen und Vermittler zwischen Forschung und Praxis stellen APNs sicher, dass chronisch und mehrfach erkrankte Personen eine Pflege auf dem aktuell besten verfügbaren Stand der Wissenschaft erhalten. Im Rahmen von «Clinical Leadership» leisten APNs einen zentralen Beitrag zur Praxisentwicklung und zur Gestaltung einer personenzentrierten Pflegekultur.

Als «Change Agents» bewirken sie Innovation und Fortschritt. Von ihrer Expertise profitieren alle Beteiligten – erkrankte Personen, Angehörige, Pflegefachpersonen, das multiprofessionelle Team und weiterbehandelnde Fachpersonen.

Im Master-Studiengang Pflege bereiten wir Studierende darauf vor, Schlüsselrollen im Gesundheitssystem zu übernehmen und dabei die Zukunft der Pflegeprofession aktiv mitzugestalten.

 

Wir fördern gezielte Kompetenzen

Advanced Nursing Practice für Personen mit chronischen Gesundheitsbeeinträchtigungen bildet den Schwerpunkt des Studiengangs Master of Science FHO in Pflege. Hierzu bietet die FHS St.Gallen zwei Modulgruppen an:

  • wissens- und forschungsbasierte Pflegepraxis
  • Forschung in der Pflege.

Der Schwerpunkt des Master-Studiengangs ist darauf ausgerichtet, die Kompetenzen der Studierenden in folgenden Punkten zu fördern:

  • Lebensweltorientierte Pflege: Die individuelle Lebenswelt der Betroffenen erkunden, um die Pflege auf die aktuelle Lebenssituation, die subjektive Erfahrung und das familiäre bzw. soziale Umfeld abzustimmen.
  • Bedürfnisgerechte Pflege: Pflegebedürftige Menschen für den Alltag mit der Erkrankung befähigen und gemeinsam mit ihnen individuell wirksame Bewältigungsstrategien entwickeln.
  • Selbstpflegeförderung: Betroffene zum Selbstmanagement anleiten, damit sie komplexe Lebensumstände meistern können.
  • Partnerschaftlichkeit: Pflegerische Interaktionen gemeinsam mit Betroffenen gestalten.
  • Angewandte Pflegeforschung: Pflegewissenschaftliche Forschung in die Praxis einführen, um die Patientenversorgung zu optimieren.
  • Professionsentwicklung: Die Pflegeprofession zukunftsorientiert entwickeln, damit sie den Bedürfnissen der Bevölkerung bestmöglich entsprechen kann.

Als systematische Vorbereitung auf Rollen mit erweiterter Verantwortung sind die Module und Modulgruppen des Master-Studiums darauf ausgerichtet,

  • eine vertiefte und erweiterte Pflege für Menschen mit chronischen Gesundheitsbeeinträchtigungen zu gestalten – lebensweltorientiert, personenzentriert sowie forschungs- und konzeptbasiert
  • Lösungen für hochkomplexe Situationen im «Chronic Care»-Bereich auf der Basis von

Assessments, Instrumenten, Theorien und Modellen zu entwickeln

  • den kontinuierlichen, wechselseitigen Transfer zwischen Pflegeforschung und Pflegepraxis leisten zu können
  • sich grundlegende praxis- und forschungsbezogene Kompetenzen für «Clinical Leadership» anzueignen. Dazu gehört laut dem «Clinical Leadership Competency Framework» unter anderem «Verbesserung und Innovation anregen», «Transformation ermöglichen», «eine Richtung vorgeben», «Veränderungsbedarf identifizieren» sowie «Wissen und Evidenz anwenden» (NHS, 2010)
  • eine personenzentrierte, lebensweltorientierte und ethisch reflektierte pflegerische Haltung aufzubauen, die handlungsleitend für die berufliche Tätigkeit ist
  • sich Reflexionskompetenzen anzueignen, um die eigene professionelle Rolle kontinuierlich zu reflektieren und sich kritisch mit forschungs- bzw. technologiebezogenen, gesundheitspolitischen und ökonomischen Fragestellungen auseinanderzusetzen
  • Leadership-Kompetenzen zu nutzen, um eine personenzentrierte Pflegekultur zu gestalten – geprägt durch Respekt für alle beteiligten Personen (erkrankte Menschen, Familien, Kolleginnen und Kollegen sowie weitere Mitglieder des multiprofessionellen Teams).