Integrales Ausbildungsmodell

Das Architektur-Studium an der FHS St.Gallen geht mit seinem integrativen Modell einen neuen Weg und reagiert damit auf die Tatsache, dass Bauen ein ganzheitlicher Prozess ist. Das integrale Ausbildungsmodell vermittelt Ihnen den interdisziplinären Charakter des Bauens umfassend und führt die einzelnen Fächer in der Arbeit am architektonischen Projekt, dem Entwurf, zusammen.

Die fünf Lernbereiche

I. Raum und Fügung
Entwurfsmethodik, Raumgestaltung, Konstruktion,
Atmosphäre, Material

II. Wahrnehmung und Darstellung
Raumwahrnehmung, Raumdarstellung, Kunst
und Medien

III. Geschichte und Theorie
Chronologische und thematische Sichtweise
der Architekturgeschichte und Theorie

IV. Prozess und Ressource
Hauskybernetik, Energie, Material, Bauphysik,
Tragwerk

V. Gesellschaft und Realisation
Mensch und Raum, Soziologie, Baurecht, Normen
und Gesetze, Projekt- und Prozessorganisation,
Baumanagement, Bedarfsermittlung und Programmentwicklung, Politik
 

Die ArchitekturWerkstatt bietet Ihnen einen persönlichen Studienbetrieb. Besonderes Merkmal ist die Durchmischung von Studierenden aller Studienjahre in – parallel zum regulären Semesterbetrieb stattfindenden – gemeinsamen Projektwerkstätten. An diesen «All School Charrettes», die sich jeweils auf konkrete bauliche Fragestellungen beziehen, nehmen verwandte Fachplanende, wie Bauingenieure und Haustechnikerinnen, aber auch Künstler und Architekturhistorikerinnen teil. Der Austausch untereinander und das Lernen voneinander sind zentral. Die Vielfalt an Kompetenzen und Erfahrungen, die in den Projektwerkstätten zusammenkommt, garantiert Ihnen eine intensive Lernerfahrung und eine praxisnahe, kreative und produktive Arbeitssituation.

Das gemeinsame Lernen und Arbeiten im Atelier – Sie verfügen über einen eigenen Arbeitsplatz – unterstützt die Vermittlung von Inhalten und fördert den unmittelbaren Austausch zwischen Studierenden, Dozierenden und den in die Ausbildung eingebundenen Disziplinen. Das gemeinsame Arbeiten fördert das Verständnis für spezifische Fragestellungen und Themen ebenso, wie die Entwicklung von persönlichen Kompetenzen, zugleich stärkt es die gemeinsame Berufsidentität.

«Das Architektur Forum Ostschweiz setzt sich für eine öffentliche und kritische Auseinandersetzung mit der Baukultur ein. Der regional verankerte, generalistisch ausformulierte Studiengang soll angehende Architektinnen und Architekten dazu inspirieren.»

Sabine Hutter, hutterzoller Architektur St. Gallen, co Präsidium Forum Ostschweiz