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Forschungsprojekt

Mobility Choices - "Nudges" für eine nachhaltige Mobilität.

Die steigende Anzahl von Autos verursacht besonders in den städtischen Gebieten mehr Staus und Umweltverschmutzung. Insbesondere der grenzüberschreitende Verkehr spielt sich immer noch weitgehend auf der Strasse ab. Dies hat zu einer zunehmend kritischen Haltung gegenüber dem Individualverkehr geführt, was sich jedoch (noch) kaum im Alltagsverhalten niederschlägt. Diese Widersprüche lassen sich durch Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie erklären, die aufzeigen, dass Menschen oft nicht im Sinne ihrer eigenen Vorstellung einer besseren gesünderen Umwelt entscheiden, sondern von Gewohnheiten oder sozialen Einflüssen geleitet werden.
 
Im Rahmen des Projekts wurde eine App entwickelt, die es den Menschen ermöglicht, ihre Präferenzen (z.B. weniger Treibhausgasemissionen) anzugeben und darauf aufbauend Verkehrsarten und Routen vorzuschlagen. Darüber hinaus wurde ein Analysetool entwickelt, das eine evidenzbasierte Stadt- und Verkehrsplanung ermöglicht. Vor allem die Kommunen können von einem solchen Instrument profitieren, da es die spätere Akzeptanz von Mobilitätsmassnahmen bei den Bürgern erhöht. Die im Rahmen des Projekts entwickelten Instrumente und Entscheidungshilfen für die Planung und Beratung im Mobilitätsbereich sollen neue Geschäftsfelder im administrativen Umfeld der Bodenseeregion und darüber hinaus erschließen.
 

Projektfinanzierung: Interreg Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2018

Kooperation: Fachhochschule Vorarlberg, Kairos gGmbH - Institut für Wirkungsforschung