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Forschungsprojekt

Massnahmen im öffentlichen Raum. Eine vergleichende Analyse kommunaler Strategien im Umgang mit aktuellen Formen der Unordnung

Das Forschungsprojekt entschlüsselt Massnahmen, Formen der Unordnung und Sich der verschiedenen beteiligten Personen, um den komplexen Situationen der Städte und Gemeinden gerecht zu werden.

Phänomene wie Littering, Vandalismus oder Unsicherheitsgefühle im öffentlichen Raum haben über die letzten Jahre immer mehr Brisanz erreicht und sind fast täglich in den Medien präsent. Auf diese Formen der Unordnung reagieren Städte und Gemeinden mit Hilfe von verschiedenen Massnahmen, die eine Problemlösung herbeiführen sollen. Hinzu kommt, dass es im Konkurrenzkampf der Städte und Gemeinden notwendig ist, sich zu positionieren und Stellung zu beziehen. Ein unverwechselbares Image ist entscheidend, zu dem auch Stellungnahmen zu den vielen Formen von Unordnung im öffentlichen Raum beitragen. Dabei sind es nicht nur grössere Städte, sondern auch mittlere und kleinere Gemeinden, in denen es Diskussions- und Handlungsbedarf gibt.

Hier setzt das abgeschlossene Forschungsprojekt an, indem der Zusammenhang zwischen Massnahmen, Formen der Unordnung und Sicht der verschiedenen Beteiligten (Personen, die ein Problem thematisieren; eine Massnahme umsetzen; als Verursacher gesehen werden) entschlüsselt wird. Um der komplexen Situation der Städte und Gemeinden gerecht zu werden, kommt ein Vorgehen zum Zuge, das sowohl die Eigenheiten der jeweiligen Stadt bzw. Gemeinde berücksichtigt, als auch vergleichende Schlüsse zulässt. Das Forschungsprojekt stützt sich auf qualitative Methoden (Dokumentenanalyse, Interviews, teilnehmende Beobachtung), da es wesentlich um das Sinn-Verstehen geht, welches nicht in einfachen Kennzahlen erfasst und dargestellt werden kann.

Die Ergebnisse zeigen unter anderem auf, dass es keine starren Reiz-Reaktions-Muster in Bezug auf Unordnung im öffentlichen Raum gibt, sondern der lokale Kontext die entscheidende Rolle spielt. Dabei erweisen sich oftmals interdisziplinäre Arbeitsgruppen (AGs) als zentrale Gremien, die den Zusammenhang wesentlich beeinflussen und lenken.
Dieser lokale Kontext wird für die Projektpartner aufbereitet und anhand verschiedener Beispiele mit den Gemeindeverantwortlichen diskutiert. Auf diese Weise wird eine kooperative Wissensbildung angestrebt, bei der Forschung Impulse für die Praxis der Gemeinden bieten kann und ein gemeinsames Lernen stattfindet.
 

Projektfinanzierung: Projektfinanzierung: SNF- Schweizerischer Nationalfond: DORE Programm

Laufzeit: 01.01.2009 - 31.12.2012