Veranstaltungen und Vorträge

Save the Date - Nationale Gesundheitsförderungs-Konferenz am 30. Januar 2020

https://konferenz.gesundheitsfoerderung.ch/de/home

Vortrag zu Technologien für Menschen im Alter am 27. August 2019 in der Pro Senectute Bibliothek in Zürich

https://biblio.prosenectute.ch/de/im-fokus/veranstaltungen.html

Japanaufenthalt Prof. Misoch im Herbst 2017:

http://www.stofficetokyo.ch/switzerlands-case-study-presented-at-a-service-robot-seminar/

Vortrag «Leben ist Veränderung» in Aargau am 14.11.2017:

Vortrag

Tagung Digitalisierung und Alter

An der Tagung des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter der Fachhochschule St.Gallen IKOA-FHS und der Stiftung Think Tank Thurgau drehte sich alles um die Digitalisierung und das Alter. Für viele Seniorinnen und Senioren gehören digitale Dienstleistungen zum Alltag – trotzdem fühlen sich viele unter Druck und vermissen den zwischenmenschlichen Kontakt.

Die Digitalisierung der Dienstleistungen nimmt zu, der persönliche Kundenkontakt wird weniger. Was bedeutet das für Seniorinnen und Senioren? Diese und andere Fragen standen im Zentrum der Tagung «Digitalisierung und Alter. Zur Nutzung digitaler Dienstleistungen bei Menschen 65+» vom 13. September in Stein am Rhein. Organisiert wurde der Anlass vom Interdisziplinären Kompetenzzentrum Alter der Fachhochschule St. Gallen IKOA-FHS in Zusammenarbeit mit der Stiftung Think Tank Thurgau.

Tagungsbericht

Medienmitteilung

Podiumsdiskussion - Vielfalt auch im Alter leben dürfen

Die Fachhochschule St.Gallen geht der Frage nach, inwieweit schwule, lesbische, bisexuelle, trans- und intergender Menschen ihre Identität in Alters- und Pflegeheimen leben können. Ihre Studie zeigt: Viele Heimbewohnerinnen und -bewohner verstecken alternative Lebensentwürfe und Pflegefachpersonen haben wenig Erfahrung damit. Das gibt Anlass, darüber zu reden. Über 200 Personen nahmen gestern an der von Kurt Aeschbacher moderierten Podiumsdiskussion der FHS St.Gallen und des Schweizer Dachverbands der Schwulen Pink Cross teil.

«Wir wussten nicht, wie viele Besucherinnen und Besucher kommen werden. Doch unser grösster Plenarsaal ist bis auf den letzten Platz besetzt», sagte Prof. Dr. Sabina Misoch, Leiterin des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter der Fachhochschule St.Gallen (IKOA-FHS). Das Leben im Altersheim beschäftigt viele Menschen, denn der Anteil der über 65-Jährigen nimmt in der Schweiz immer mehr zu. Daran schliesst sich die Frage an, wie dies Lesben, Schwule, bisexuelle oder trans- und intergender Menschen erleben und wie Altersheime mit deren alternativen Lebensentwürfen umgehen. Sabina Misoch präsentierte in ihrem Eröffnungsreferat überraschende Zahlen. Die schweizweit erste Studie zum Thema «Sensibilisierung von Altersinstitutionen für LGBTI- sowie HIV+ und aidskranke Klienten/innen» hat ergeben, dass LGBTI-Menschen (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual) in Pflegeinstitutionen und Ausbildungsstätten kaum wahrgenommen werden oder dass kaum Erfahrungen mit diesen Klientinnen und Klienten vorliegen.

Asia Delegation Tour 2016

Prof. Dr. Sabina Misoch vertrat die Fachhochschule St. Gallen bei der 2016 swissnex / swissuniversities Asia Delegation Tour «Healthy Ageing in the Age of New Technologies» im Oktober nach Japan und Südkorea, an der elf Schweizer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen teilnahmen. Dieser Besuch umfasste verschiedene Networking-Meetings sowie Expertenworkshops mit asiatischen Kollegen/innen im Bereich des Alterns und verbundener Technologien und Innovationen. Potenzielle asiatische Partner stellten ihre Projekte und Innovationen in kurzen Präsentationen und Meetings vor. Die Schweizer Delegierten hatten auch die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. Ebenfalls im Delegiertenprogramm standen Besuche von Start-ups wie dem Whill-Rollstuhl-Start-up sowie von renommierten Institutionen wie dem Center for Advanced Biomedical Sciences (TWIns) in Tokio und die KAIST University (Korea Advanced Institute of Science and Technology), eine renommierte Innovationsinstitution, die als drittbeste Universität in Asien gerankt wurde (Asian University Ranking).

Diese Delegationstour war sehr wichtig für die Entwicklung von Beziehungen zu potentiellen Partnern für internationale Kooperationen sowie als Inspiration für neue Forschungsprojekte. Auf organisatorischer Ebene war diese Reise von grosser Bedeutung für die weitere Internationalisierung des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter (IKOA). Sich Konzepte des «gesunden Alterns» in anderen Kulturen anzusehen ist ein wichtiger Schritt, dem demografischen Wandel in der Schweiz aktiv zu begegnen.

Nationales Innovationsnetzwerk Alter(n) in der Gesellschaft AGE-NT

4 Millionen Franken für Nationales Innovationsnetzwerk zum Thema Alter(n)

Der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz hat einen Bundesbeitrag von rund 4 Millionen Franken für den Aufbau eines nationalen Innovationsnetzwerks «Alter(n) in der Gesellschaft» gesprochen. Dieses wird nun unter der Führung der Fachhochschule St.Gallen aufgebaut – ein Erfolg für das Ostschweizer Hochschulwesen.

Der Anteil von über 65-jährigen Menschen in der Schweizer Bevölkerung wird gemäss dem Bundesamt für Statistik von heute 18 auf 28 Prozent im Jahr 2050 anwachsen. Entsprechend gehört das Alter(n) bereits heute zu einem der gesellschaftlichen «Megatrends», der als Motor vielfältiger gesellschaftlicher (kultureller, sozialer, technischer, ökonomischer) Entwicklungen einen Veränderungsdruck erzeugt. Der sich aktuell vollziehende demographische Wandel stellt die Gesellschaft vor Herausforderungen, für die es innovative und sozialverträgliche Lösungen zu finden gilt. Mit dem Nationalen Innovationsnetzwerk «Alter(n) in der Gesellschaft» (AGE-NT) möchten Hochschulen, universitäre Institutionen und weitere Partnerinnen und Partner einen Beitrag dazu leisten. Für dessen Aufbau erhalten sie vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) einen Bundesbeitrag von rund 4 Millionen Franken. Das hat der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) gestern entschieden. Projektleiterin ist Prof. Dr. Sabina Misoch, Leiterin des Interdisziplinären Kompetenzzentrums Alter an der Fachhochschule St.Gallen (FHS).
Bei AGE-NT handle es sich um das erste nationale Netzwerk, das im Rahmen der projektgebundenen Finanzierung der Bundes durch eine Ostschweizer Hochschule aufgebaut und geführt werde, sagt FHS-Rektor Sebastian Wörwag. «Diese Zusage ist als Erfolg für das Ostschweizer Hochschulwesen, insbesondere für die FHS St.Gallen, zu werten.»

«Mit AGE-NT wollen wir sozial verträgliche und nachhaltige Lösungen für die Lebensqualität der Menschen im dritten und vierten Lebensalter sicherstellen sowie die Vorbereitung auf diese Lebensphase durch koordinierte Massnahmen in enger Kooperation mit der Wirtschaft vorantreiben», sagt Sabina Misoch. Aktuell werde schweizweit unkoordiniert und konkurrenzierend in unterschiedlichen Settings Ähnliches geforscht. «Ein strukturiertes Vorgehen bringt sowohl für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als auch für die Wissenschaft national und international Mehrwerte.» 

Die Projektfinanzierung durch das SBFI läuft von 2017 bis 2020.