Lebensübergänge

Übergänge bzw. Transitionen prägen und strukturieren den gesamten Lebenslauf – von der Kindheit bis ins hohe Alter. Für die Betroffenen sind Übergänge mit mehr oder weniger einschneidenden Veränderungen auf der körperlichen, psychischen und sozialen Ebene verbunden, die sich positiv und negativ manifestieren können.

Gerade das dritte (60+) und das vierte Lebensalter (80+) zeichnen sich durch eine Vielzahl von stark verlustgeprägten Übergängen aus, die für die Betroffenen mit vielfältigen Herausforderungen und einem hohen Anpassungsbedarf einhergehen. Zu diesen zählen beispielsweise der Übergang von der Selbstständigkeit in die Pflegebedürftigkeit, der Verlust des/der Ehepartner/in oder auch der Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung. Eine weitere bedeutsame Transition stellt auch der Übergang in die Nacherwerbsphase dar, der auch als Übergang vom zweiten ins dritte Lebensalter bzw. vom mittleren in das höhere Erwachsenenalter gilt.

Erleben und Gestaltung von Lebensübergängen

Wie bestimmte Übergänge individuell erlebt und gestaltet werden, hängt von vielen Faktoren auf individueller, organisationaler und gesellschaftlicher Ebene ab. Umso bedeutender erweist sich damit eine differenzierte und interdisziplinäre Perspektive in der Erforschung von Übergangs- und entsprechenden Anpassungsprozessen.

Ausgehend von diesem Verständnis beschäftigt sich das IKOA-FHS innerhalb des Schwerpunkts «Lebensübergänge» vertieft mit dem subjektiven Erleben und Verlauf von Übergängen im Alter. Die Frage, unter welchen Umständen Übergänge und die Anpassung an neue Lebensumstände subjektiv gelingen, erweist sich nicht zuletzt im Hinblick auf die Ableitung von möglichen Präventions- und Unterstützungsmassnahmen für ältere Menschen von zentraler Bedeutung.