Forschungsansatz

Das IKOA-FHS verfolgt einen breiten interdisziplinären Ansatz. Je nach Bedarf fliesst die Expertise aus anderen Forschungsbereichen der Fachhochschule St.Gallen ein, zum Beispiel aus den Bereichen Gesundheit, Soziale Arbeit, Wirtschaft oder Technik. Mit diesem Ansatz kann die Komplexität des gesellschaftlichen Wandels und der dadurch entstehenden Frage- und Problemstellungen besser erfasst und aufgearbeitet werden. Externe Kooperationen zu anderen Hochschulen und Universitäten im In- und Ausland werden bei entsprechenden Forschungsvorhaben und Fragestellungen genutzt.

Quantitative und qualitative Methoden

Zur Ermittlung der Rahmenbedingungen, zukünftiger Bedarfsszenarien oder zur Untersuchung spezifischer Fragen für grössere Personengruppen setzen wir erfolgreich standardisierte Methoden zur Datenerhebung ein. Wir führen Umfragen per Fragebogen aber auch Online-Erhebungen durch, je nach anvisierter Zielgruppe und deren Erreichbarkeit. So können repräsentative Daten ermittelt werden, die für Politik, Institutionen und Organisationen relevantes Entscheidungswissen liefern.

Zur Erhebung spezieller Informationen setzt das IKOA-FHS qualitative Instrumente der Datenerhebung, wie z.B. Interviews, Gruppendiskussionen, Fokusgruppen oder inhaltsanalytische Methoden ein. Damit können detaillierte Daten für ein tiefergehendes Verständnis der Phänomene erarbeitet werden. Die so gewonnenen Informationen sollen gesellschaftlich relevante und erfolgreiche Entscheidungen unterstützen.

Partizipative Forschung

Am IKOA-FHS spielt „Partizipation“ eine wesentliche Rolle. Es soll nicht nur über, sondern gemeinsam mit älteren Menschen geforscht werden. Seniorinnen und Senioren sollen im gesamten Forschungsprozess – von der Themenfindung bis zur Umsetzung und Auswertung eines Forschungsprojektes – eine aktive Rolle spielen. Je nach Ziel einer Forschung können nebst Forschenden, Senioren/innen auch weitere Akteure in den partizipativen Prozess eingebunden werden. Nur wenn alle betroffenen Akteure in den Forschungsprozess einbezogen werden, können valide Erkenntnisse geschaffen und sozial verträgliche und nachhaltige Lösungen gefunden werden. Es bestehen am IKOA-FHS zwei Gruppen partizipativ forschender Senioren/innen: eine in St. Gallen (seit 2015) und eine im Bodenseeraum (seit 2016).

Je nach Fragestellung eines Forschungsprojektes, Interessen und Möglichkeiten der Zielgruppe wird die Partizipation auf unterschiedlichen Stufen realisiert, wie dies anhand des Stufenmodells der Partizipation von Wright, Block & von Unger (2010) dargestellt wird: