AGE-NT "Alter(n) in der Gesellschaft" - Ein Netzwerk für Wissenschaft und Gesellschaft: innovativ – anwendungsorientiert – nachhaltig

Gesellschaftliche Herausforderungen aufgrund des Altersstrukturwandels proaktiv angehen und einen Beitrag zur Gestaltung sozial verträglicher und nachhaltiger Lösungen für die Lebensqualität der Menschen im dritten und vierten Lebensalter leisten: das sind Ziele des nationalen Innovationsnetzwerks AGE-NT.

In AGE-NT kooperieren schweizerische Hochschulen und Universitäten unter Einbezug wichtiger gesellschaftlicher Akteure aus Politik und Wirtschaft gemeinsam mit den Betroffenen selbst und entwickeln so nachhaltige Strukturen für den gemeinsamen Umgang mit dem demographischen Wandel. Mit diesem konzertierten Vorgehen kann sich die Schweiz international profilieren und über die nächsten Jahre relevante Entwicklungen im Alters-bereich anstossen. Methodisch zeichnet sich AGE-NT durch den expliziten partizipativen Einbezug von Senioren/innen, deren Angehörigen und weiteren Bezugsgruppen aus. Der Wissenstransfer und wissenschaftliche Fortschritt werden durch Doktorandenprogramme, Verankerungen in Lehre und Weiterbildung, öffentliche Fachtagungen und weitere Veranstaltungen gewährleistet. Die Projektleitung und Geschäftsführung obliegt dem IKOA-FHS. Für ausführliche Informationen besuchen Sie die AGE-NT Webseite: www.age-netzwerk.ch

Die Schwerpunkte von AGE-NT

Active Assisted Living (AAL)

Die Fachhochschule St. Gallen und die Universität Genf bauen gemeinsam ein „LivingLab 65+“ auf, um technische Assistenzsysteme nicht wie bis anhin nur kurzzeitig in künstlichen Laboren, sondern längerfristig im natürlichen Wohnumfeld der Endnutzer/innen zu testen. Ziel ist es, neue technische Innovationen im AAL-Bereich zu überprüfen und zu optimieren. Damit sollen Menschen 65+ möglichst lange selbständig zu Hause wohnen können, mit hoher Lebensqualität und einem hohen Sicherheitsgefühl. Es stehen unterschiedliche AAL-Technologien im Fokus. Der Wissenstransfer erfolgt bei öffentlichen Ausstellungen, in wissenschaftlichen Foren und an Fachtagungen.

Leben mit Demenz

Die Fachhochschule St. Gallen entwickelt eine Wissensplattform zum „Competence Centre Dementia Care“ und verschafft damit insbesondere den von Demenz betroffenen Personen und ihren pflegenden Angehörigen sowie weiteren Interessierten Zugang zu den neuesten Erkenntnissen, Projekten und Methoden zum Umgang mit Demenz. In Zusammenarbeit mit nationalen Experten und Instituten wird der Bedarf an zukünftige personenzentrierte Technologien für Personen mit Demenz festgelegt und ein „Future-Dementia-Care-Lab“ zur Verbesserung der Technikbildung und Technikdidaktik in der pflegerischen Grund- und Weiterbildung konzipiert und an der Fachhochschule St.Gallen implementiert.

Modelle für den Arbeitsmarkt 45+

Die Berner Fachhochschule und die Universität Bern erarbeiten anhand von innovativen, praxisnahen Lösungsansätzen tragfähiges Wissen zur Gestaltung von Arbeitsstrukturen und -bedingungen für ältere Arbeitnehmende, das allen Beteiligten sowie der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll. Das Projekt beleuchtet dabei gleichermassen die relevanten Aspekte aus Sicht der Arbeitnehmenden 45+, aus Sicht der Arbeitgeber und aus gesamtgesellschaftlicher Sicht. Begleitet und unterstützt wird das Vorhaben von einem Expertengremium, das aus Vertreterinnen und Vertretern von Grossunternehmen, KMUs und Bundesstellen besteht.

Ageing & Living in Place

Die Fachhochschule Nordwestschweiz dokumentiert und analysiert die Lebenslagen und sozialen Beziehungen älterer und älter werdender Menschen und ihrer Angehörigen in ihrem sozialen und räumlichen Umfeld. Dazu führt sie einen schweizweiten Alters-Survey durch und erstellt einen digitalen Alters-Atlas, um auf der Grundlage robuster Daten in Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Praxis zukunftsfähige Konzepte und Modelle für ein altersgerechtes Leben und Wohnen anzustossen und ein verantwortungsvolles Planen und Entscheiden zu ermöglichen.