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Entwicklungen von AAL-Lösungen im Living Lab

Technische Assistenzsysteme können ältere Menschen dabei unterstützen, länger zu Hause zu leben – aber nur, wenn die technischen Hilfsmittel den Bedürfnissen entsprechen und akzeptiert werden. Das Konzept Living Lab 65+ der FHS St.Gallen, eine Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzzentrum Alter IKOA-FHS und AAL-FHS, liefert hier einen entscheidenden Vorteil, indem ältere Menschen in ihrem privathäuslichen Umfeld direkt in die Testung von AAL-Lösungen eingebunden werden. Damit können die AAL-Lösungen gemäss echten Bedürfnissen und Wünschen entwickelt und angepasst werden.

Für die erfolgreiche Durchführung eines Living Lab 65+ Projekts muss das technische Produkt vor der Installation in den Haushalten ersten Funktionstests in einer künstlichen Laborsituation unterzogen werden. Zu diesem Zweck eröffnete die FHS St.Gallen das «AGE-Lab», das eine Zentrale für die Privathaushalte darstellt und gleichzeitig Versuchs-, Forschungs- und Vorführraum ist. Das Labor wird von AAL-FHS betrieben und ist im Startfeld Innovationszentrum in St.Gallen angesiedelt – in einer kreativen Umgebung, die auch Plattform für innovative Startups und KMU im Bereich AAL ist. 

Das Living Lab 65+ soll schweizweit rund um den Bodensee (D-A-CH) weiter auf ca. 150 Wohneinheiten von älteren Menschen ausgebaut werden. Gemeint sind sowohl private Haushalte als auch betreute Wohnformen in Institutionen. Neben verschiedenen Forschungsprojekten im Bereich «technische Unterstützung älterer Menschen zu Hause und im Alltag» soll das Living Lab 65+ auch industriefertige AAL-Produkte und Dienstleistungen in einer realen, alltäglichen Lebensumgebung der älteren Menschen testen.