Zukunftsszenarien für Gemeinden

Das Ostschweizer Zentrum für Gemeinden der Fachhochschule St.Gallen (OZG-FHS) sucht für ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das von der Innosuisse finanziert werden soll, Partnergemeinden. Im Fokus stehen dabei die Analyse und Entwicklung kommunaler politischer Strategieentscheide und die sich daraus ergebenden langfristigen (Wechsel-)Wirkungen.

Ausgangslage

Gemeinden stehen mitten in grösser werdenden Herausforderungen: Der gesellschaftliche Wandel, finanzielle Zwänge oder politische Rahmenbedingungen machen kommunale Strategieentscheidungen komplex. «Wo steht meine Gemeinde momentan?» «Was sind unsere wichtigsten Herausforderungen?» «Wohin wollen wir uns in den nächsten Jahren bewegen?» Diese und ähnliche Fragen beschäftigen Gemeindepräsident/innen und Gemeinderät/innen in ihrem Alltag.

Bei der strategischen Erarbeitung dieser Themen werden unter Umständen viele Faktoren, die die eigene Gemeindeentwicklung beeinflussen, als von aussen gegeben und wenig beeinflussbar wahrgenommen. Weiter sind die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen kommunal relevanten Themen und deren langfristigen Auswirkungen auf die Gemeindeentwicklung aufgrund der Komplexität schwer abzuschätzen.

Gemeinsam mit den Instituten für Modellbildung und Simulation sowie Unternehmensführung der FHS strebt das OZG-FHS ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt an, das dieser Ausgangslage sowie den Handlungsmöglichkeiten auf den Grund gehen will.

Ziele

Folgende Ziele will das geplante Forschungs- und Entwicklungsprojekt erreichen:

  • Langfristige Folgen aktueller Entwicklungsszenarien und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen politisch-strategischen Entscheidungen sollen mittels Simulationen abgeschätzt werden (Bsp.: Was sind langfristige Auswirkungen einer intensiven Neubautätigkeit?).
  • Relevante Kennzahlen (finanziell und nicht-finanziell) für das Monitoring dieser Entwicklungsszenarien sollen identifiziert werden (Bsp.: Wie kann die aktuelle Bautätigkeit sinnvoll strategisch überwacht werden?).
  • Alternative kommunale Handlungsmöglichkeiten sollen sicht- und nutzbar gemacht werden. (Bsp.: Was sind alternative Strategien zum forcierten Bau von Hochpreiswohnungen, um die kommunale Attraktivität zu steigern?)

Dreifacher Nutzen für die Partnergemeinden

Die am Projekt beteiligten Gemeinden profitieren erstens von moderierten Strategieworkshops, an denen aktuelle Themen der eigenen Gemeindeentwicklung diskutiert und mit Simulationstechniken modelliert werden. Dabei wird gemeinsam versucht, langfristige Zusammenhänge und Wirkungen kommunaler Entscheidungen abzuschätzen. Zweitens werden Elemente für die künftige Gemeindeentwicklungsstrategie erarbeitet. Schliesslich werden in diesen Workshops für die gefällten Strategieentscheide notwendige Monitoring-Kennzahlen festgelegt.