Themenschwerpunkte

Das Institut für Innovation, Design und Engineering IDEE-FHS befasst sich mit der Innovationsfähigkeit von Unternehmen und Organisationen und der Innovation durch Design, die dazu führt.

Innovationsfähigkeit und designgetriebene Innovationsentwicklung 

Innovationsfähigkeit betrachten wir aus einer ganzheitlichen Perspektive. Neben technischen Aspekten berücksichtigen wir auch das Menschliche, Soziale und Organisationale. Menschen und deren Arbeitsbedingungen werden dabei zu zentralen Treibern von Innovation. Damit ist die Frage, wie sich Innovationsfähigkeit von Individuen, Organisationen, Netzwerken und Gesellschaften steigern lässt, nicht nur eine Frage technischer Entwicklungen. Es geht vor allem darum, wie innovationsförderliche Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklungen auszugestalten sind. 

Dabei setzt das IDEE-FHS auf Innovation durch Design. Menschzentriert und prototypenbasiert ermächtigt der Ansatz Benutzer-Bedürfnisse zu erkennen und nachhaltige Lösungskonzepte laufend weiterzuentwickeln. Mittels unserer Methodenkompetenz befähigen wir Mitarbeitende auf allen Ebenen dazu, ihr Kreativpotential in der Entwicklung marktrelevanter Lösungen auszuschöpfen. Dabei erfahren und lernen sie, wie man durch die Arbeit an Prototypen mit den Händen denkt, bei der Entwicklung unterschiedlicher Zukunftsszenarien mit dem Kopf arbeitet und schliesslich mit einem guten Bauchgefühl zu einer Entscheidung kommt.

Im Kontext der Innovationsfähigkeit und der designgetriebenen Innovationsentwicklung beschäftigen wir uns schwerpunktmässig mit den folgenden Themen:

Menschen und deren Arbeitsbedingungen werden in zunehmend flexibleren Arbeitssituationen immer mehr zu zentralen Treibern von Innovation. Neben technischen Entwicklungen stellt sich immer mehr die Frage, welche Rahmenbedingungen in Unternehmen und Organisationen gegeben sein müssen, damit der Innovationsprozess nachhaltig erfolgreich sein kann. Welche Bedingungen ermöglichen innovative Arbeits- und Lernwelten? Solche Fragen der Innovationsfähigkeitsforschung sind Kulturfragen.

Der globale Wettbewerb ändert das Umfeld, in dem Unternehmen heute agieren. Märkte verschieben und Technologien entwickeln sich. Um im globalen Verdrängungskampf mithalten zu können, sind Unternehmen gezwungen, sich selbst zu erneuern. Sie können sich nur dann im Wettbewerb behaupten, wenn sie ihre Prozesse verbessern, Produkte mit Mehrwert entwickeln und latente Kundenwünsche aufspüren. Dazu braucht es Innovationsmanagement. Das IDEE-FHS befasst sich insbesondere damit, wie Innovationserfolg entstehen kann, aber auch wie strategisches und operatives Innovationsmanagement zusammenhängen.

Die heute hoch vernetzte und digitalisierte Wirtschaft und Gesellschaft fordert neue Spielregeln. Nur wer flexibel und innovativ denkt und handelt ist zukunftsfähig. Spielerisches Ausprobieren, Neu- und Umdenken ist gefragt. Während Kinder beim Spielen immer noch selbstverständlich Neugier, Gefühl, Mut, Lust und Weitblick erleben, müssen diese Kompetenzen im Geschäftskontext erst wieder aufgebaut werden. Denn ein spielerisches Ausprobieren aller möglichen Optionen, Beweglichkeit und Weitsicht wird zur entscheidenden Zukunftskompetenz.

Die Umwelt von Unternehmen sowie Probleme und Problemlösungen werden immer komplexer. Dass 80% der kommunizierten Worte missverstanden werden trägt nicht dazu bei, dass die Sachlage einfacher wird. Visualisierte Ideen und Gedanken machen viel mehr sichtbar, als das gesprochene Wort. Zusammenhänge, Unterschiede und Struktur werden explizit und bringen Klarheit in ein Thema. Visual Thinking hilft neue Ideen zu suchen sowie die Komplexität eines Themas verstehen und erklären zu können. Prototypen machen die Kommunikation über eine visuelle, haptische und gegenständliche Art und Weise fassbar. Gleichzeitig fördern sie das Erfahren durch Tun. Damit werden neue Ideen gefördert, die Kommunikation wird verbessert und Problemlösungen werden beschleunigt.

Die Zukunftsfähigkeit ist gekennzeichnet durch Kompetenzen, die es uns ermöglichen, konstruktiv mit den sich schnell ändernden Rahmenbedingungen in der heutigen Arbeitswelt umzugehen. Für die Deutung der Zukunft gibt es keine allgemein anerkannten Methoden und Standards. Es gibt keine Formel, mit der sich errechnen liesse, wie sich Märkte und Menschen verändern. Trotz grossen Fortschritten beim Trendmonitoring und Datamining hat die Zuverlässigkeit von Prognosen nicht zugenommen. Im Gegenteil: Es treten im immer öfter Ereignisse auf, mit welchen niemand gerechnet hat und denen Experten und Entscheider völlig ratlos gegenüberstehen. Die Unsicherheit wächst ständig und die Welt wird zu einem unberechenbaren Ort. Das Ziel bei der Auseinandersetzung mit Trends und der Zukunft ist nicht mehr länger, möglichst präzise einzelne Ereignisse vorherzusagen. Viel eher geht es darum, zu wissen, was möglich wird. Die Kunst der Prognostik wird vor allem darin bestehen, das Unmögliche zu denken. Denn alle Prognosen, die uns als vernünftig und plausibel erscheinen, erweisen sich höchstwahrscheinlich als falsch, und solche, die uns als total unrealistisch erscheinen, glaubt keiner.