Digital Business

Digitalisierung betrifft praktisch alle Aspekte moderner Unternehmen und Organisationen. Das Themenfeld ist entsprechend sehr breit. Zurzeit befasst sich das Institut für Informations- und Prozessmanagement primär mit den folgenden Forschungsthemen:

Durchgängig digitale Fertigungsketten basieren auf der Weitergabe digitaler, vom Rechner interpretierbarer Modelle entlang der Kette. Die hierfür notwendige Interoperabilität zwischen den beteiligten Unternehmen und den eingesetzten Informatik-Systemen ist in der Praxis oft nicht gegeben. Mittels Semantic Lifting lassen sich Daten, die zwar digital vorliegen, aber nicht maschinen-interpretierbar sind (z.B. PDF-Dateien), in formale Modelle überführen, die vom Rechner interpretierbar und ausführbar sind. Bestehende Medienbrüche können so mit überschaubarem Aufwand geschlossen werden.

Trotz des hohen Automatisierungsgrades durch den digitalen Wandel spielen Erfahrungen und Lessons Learned weiterhin eine wesentliche Rolle, da sie die Voraussetzung für gutes Urteilsvermögen und Problemlösung bei unvorhergesehenen Ereignissen sind. Gleichzeitig eröffnet die digitale Transformation neue Möglichkeiten für die Implementierung von Lösungen zur automatischen Erfassung, zum Austausch und zur Erhaltung der gewonnenen Erkenntnisse. Diese sollten in die jeweiligen Prozesse eingebettet sein und sowohl kontextabhängige als auch situationsspezifische Unterstützung bieten. Darüber hinaus verlangen digitale Unterstützungssysteme neue Interaktionsformen, die den spezifischen Anforderungen des Arbeitsplatzes Rechnung tragen.

Unternehmen haben unterschiedliche Ausgangspunkte, Bedürfnisse und Potenziale für Digitalisierung. Vor allem KMUs stehen vor dem Problem, ihre spezifischen Digitalisierungspotenziale zu erkennen und zu priorisieren. Die Kombination von Erfahrungswissen und Good Practices münden in eine systematische Wegleitung in Form eines Navigators, mit dessen Hilfe Unternehmen für sie zugeschnittene Handlungsempfehlungen erhalten können.