Fachgebiet Patientensicherheit

In Schweizer Spitälern sterben jährlich 700 bis 1700 Menschen infolge unerwünschter, aber vermeidbarer Ereignisse. Solche Ereignisse wie allergische Reaktionen durch Medikationsfehler betreffen primär Patientinnen und Patienten («First Victims»). Doch wirken sie sich auch auf involvierte Gesundheitsfachpersonen («Second Victims») und Institutionen («Third Victims») aus.

Massnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Patientensicherheit haben zum Ziel, vermeidbare, unerwünschte Ereignisse vorzubeugen. Damit leistet Patientensicherheit einen wesentlichen Beitrag für eine qualitativ hochstehende Gesundheitsversorgung.

Das IPW-FHS beschäftigt sich mit folgenden Fragestellungen:

  • Welche Erfahrungen machen Gesundheitsfachpersonen, die in Spitälern durch unerwünschte Ereignisse von Belastung und Traumatisierung betroffen sind («Second Victims»)?
  • Wie kann die «Second Victim»-Erfahrung gemessen werden?
  • Wie hoch ist die «Second Victim»-Prävalenz in der Schweiz?
  • Welche Auswirkungen hat die «Second Victim»-Erfahrung auf den Verbleib im Beruf?
  • Welche Unterstützung benötigen «Second Victims»?