Fachgebiet Bewegungseinschränkende Massnahmen

Obwohl der Gebrauch von freiheitsbeschränkenden Massnahmen (FBM) in vielen Ländern auf der gesetzlichen Ebene eindeutig geregelt ist, liegt die Prävalenz nach wie vor auf einem hohen Niveau. Effekte von Schulungsprogrammen für Pflegende zeigen noch unzureichende Evidenz.

In der Pflege implizieren FBM ein ethisches Dilemma. Sie zeigen den Konflikt der Pflegenden zwischen dem Recht des Menschen auf Autonomie einerseits und der Einhaltung der Prinzipien «Gutes tun» beziehungsweise «Nicht-Schaden» andererseits. Beispielsweise wenden Pflegende Bewegungseinschränkende Massnahmen häufig an, um Schaden von Patienten abzuwenden, etwa zur Sturzprävention oder um selbst- bzw. fremdgefährdendes Verhalten im Zusammenhang mit Agitation und Bewegungsdrang zu verhindern.

Wir untersuchen folgende Fragestellungen:

  • Wie hoch sind die Prävalenzraten in Alters- und Pflegeheimen?
  • Welche Arten von Bewegungseinschränkenden Massnahmen werden angewendet?
  • Welche personen- und organisationsbezogenen Assoziationen bei der Anwendung von FBM zeigen sich?

Abgeschlossene Dissertation

Freiheitsbeschränkende Massnahmen im Pflegeheim. Eine explorative Studie zu Prävalenz, personen- und organisationsbezogenen Merkmalen von freiheitsbeschränkenden Massnahmen

2016

Finanziert durch: Fachhochschule St.Gallen, Hochschule für Gesundheit Freiburg, Käthe-Zingg-Schwichtenberg-Fonds
Doktorandin: Hedi Hofmann Checchini