Lithografie

Bei vielen der Drucke, die in der Erker-Presse entstanden sind, handelt es sich um Lithografien. Die Bedeutung des Begriffs Lithografie setzt sich aus zwei griechischen Worten zusammen: «lithos»: Stein und «graphein»: schreiben. Die Künstlerin oder der Künstler schreibt oder zeichnet also zunächst auf Stein.

Doch wie geht das? Die Lithografie zählt zur Drucktechnik des Flachdrucks. Beim Flachdruck wird von einer völlig flachen Oberfläche gedruckt, hier nach dem Prinzip, dass Fett und Wasser sich abstossen. Auf einer feinporigen Steinplatte wird das Motiv mit fetthaltiger Tusche oder Fettkreide gemalt oder gezeichnet. Nach dem Anfeuchten der Oberfläche mit Wasser wird diese nun mit fetthaltiger Farbe übermalt. Nur die fetthaltige Zeichnung nimmt die Farbe an, die sich dann auf das Papier überträgt.

Der Lithostein wird vor der Bearbeitung mit Wasser, Fett und Farbe sorgfältig geschliffen. Die Struktur, die Körnung des Steins, spielt eine wesentliche Rolle bei der gesamten Erscheinung eines Werkes. Deutlich zu sehen sind die Strukturen des Steins zum Beispiel in Giuseppe Santomasos Farblithografien.