Ringvorlesung Männer und Gesundheit27. Februar bis 7. Mai 2020

 

Was macht Männer (un)gesund?

Die Gesundheit von Männern ist heute ein viel diskutiertes Thema – Männer sind beim gesundheitlichen Risikoverhalten sowie bei vielen Stresserkrankungen die Spitzenreiter. Dabei sind die vielschichtigen Hintergründe meist unbekannt.

Entsprechend notwendig erscheint es, aktuelle Auswirkungen der beruflichen Praxis auf die physische und psychische Gesundheit sowie Konsequenzen aus der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit bei Männern zu thematisieren.

Die Fachbereiche Soziale Arbeit und Gesundheit der FHS St.Gallen sowie Gender und Diversity der Universität St.Gallen laden zur öffentlichen Ringvorlesung ein. Ziel ist es, männliches Gesundheitsverhalten in Bezug auf soziale, intime, familiäre und berufliche Strukturen im Kontext von Männlichkeitskonstruktionen zu analysieren und neue Perspektiven auf die Männergesundheit zu eröffnen.

Die Veranstaltungen finden jeweils donnerstags von 17 bis 18.30 Uhr im Raum für Literatur in der Hauptpost, St.Leonhard-Strasse 40, 3. Stock links, in St.Gallen statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Programm

23. April 2020: Der Stellenwert von Gesundheit für Männer im Alter

Objektive und subjektive Gesundheit von Männern im Alter wird durch die Intersektion von Alter und Geschlecht als soziale Kategorien (nicht lediglich biologischen Merkmalen) bedingt und kann durch weitere Ungleichheitskategorien wie Bildungsstand, Ethnizität und Migrationserfahrung akzentuiert werden. Der Vortrag hat zum Ziel, Gesundheit von Männern im Alter zu untersuchen und dabei soziale und lebenslaufspezifische Faktoren in Gesellschaftsverhältnissen (wie dem Patriarchat) herauszuarbeiten.

Vortrag von Dr. Miranda Leontowitsch, Goethe-Universität Frankfurt
Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen, 17 bis 18.30 Uhr

Männer nutzen immer öfter Smartphones oder Smartwatches mit dem Ziel, ihr Potenzial in allen Lebensbereichen zu optimieren. Diese Form der digitalen Selbstkontrolle ist mit dem Versprechen grösserer Autonomie verknüpft, kann aber auch zur Selbstaufgabe führen, wenn sie primär als Abwehr von Versagensängsten und Einsamkeitsgefühlen dient. Anhand von Fallvignetten wird diese neurotische Dynamik anschaulich dargestellt und diskutiert.

Vortrag von Dr. Florian Schulz, Universität St.Gallen
Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen, 17 bis 18.30 Uhr

Das Fitness- bzw. Trainingsverhalten von Männern ist bei näherer Betrachtung durch gewisse Eigenheiten gekennzeichnet. Herausforderungen und Chancen für die Bereiche Fitness und Gesundheitsverhalten werden in ihrer Verbindung zu Männlichkeitskonstruktionen und männlichen Sozialgruppen ausgeführt. Zudem werden demographische und soziale Veränderungsprozesse sowie deren (in)direkte Einflüsse auf das Fitness-Verhalten von Männern in den Kontext von Gesundheitsförderung gestellt. Die Vorlesung schliesst mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Kontext von Fitness und Männlichkeitskonstruktionen.

Vortrag von Dr. Steffen Heinrich, Fachhochschule St.Gallen
Raum für Literatur, Hauptpost St.Gallen, 17 bis 18.30 Uhr

Hauptpost – Raum für Literatur
St.Gallen

FHS St.Gallen
Fachbereich Soziale Arbeit
Rosenbergstrasse 59, Postfach
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