Rückblick: Diplomfeier Soziale Arbeit 2019Mit Mut und Stil die Soziale Arbeit mitgestalten

Der Fachbereich Soziale Arbeit hat in diesem Herbst 88 Studierende gefeiert, die ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben. 84 Bachelor- und vier Master-Diplome wurden an der Feier im Einstein Kongresssaal überreicht. Die Festrede von FHS-Dozentin Bettina Grubenmann drehte sich um mutige Entscheide, die zu bedeutenden Fortschritten in der Sozialen Arbeit geführt haben.

Diplomfeier Soziale Arbeit September 2019

Die ersten Grussworte richtete Fachbereichsleiterin Barbara Fontanellaz an die Diplomandinnen und Diplomanden. Sie gratulierte ihnen zu ihrem Erfolg. Mit dem Abschluss der Ausbildung hätten sie ein sehr grosses Ziel erreicht und könnten stolz auf ihre Leistung sein, wandte sie sich an die frisch Ausgebildeten. Sie hätten in dieser Zeit auf einiges verzichten müssen. Während des Studiums sei nicht nur aus beruflicher, sondern auch privater Sicht viel passiert. «Sie haben sich einerseits ein grosses Wissen angeeignet. Andererseits ist Ihre Persönlichkeit gewachsen und hat damit Ihre Biografie verändert», sagte die Leiterin des Fachbereichs Soziale Arbeit an der Diplomfeier, die am Donnerstag, 26. September, im Einstein Kongress stattfand.

Im Berufsalltag einen eigenen Stil entwickeln 

Die Worte, die FHS-Rektor Sebastian Wörwag an die Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule richtete, handelten vom Begriff Stil. Dieser drücke die Art und Weise aus, wie man die Dinge im beruflichen Alltag angehe. Genauso wie die Poesie unterschiedliche Stilformen kenne, werde auch im Berufsalltag der Stil aus unterschiedlichen Perspektiven geprägt. Der FHS-Rektor rief dazu auf, einen eigenen Stil zu entwickeln und sich mit ihm für diejenigen Menschen einzusetzen, welche auf die Dienste der Sozialarbeit und Sozialpädagogik angewiesen sind.

Nachdem Sebastian Wörwag über die Bedeutung von Stil im Berufsalltag der Sozialen Arbeit gesprochen hatte, überreichte er Prorektorin Barbara Fontanellaz einen Blumenstrauss. Für sie war es die letzte Diplomfeier an der FHS St.Gallen, da sie zur neuen Direktorin des Eidgenössischen Hochschulinstituts für Berufsbildung berufen wurde.

Mutig für die Entwicklung der Sozialen Arbeit einstehen 

Mit ihrer Festrede wolle sie den Diplomandinnen und Diplomanden Mut mit auf den beruflichen Weg geben, sagte FHS-Dozentin Bettina Grubenmann. Sie erzählte die Geschichte von Frida Imboden-Kaiser, die eine der ersten Ärztinnen der Schweiz war. Sie habe festgestellt, dass in St.Gallen die Säuglingssterblichkeit weitaus grösser war als an der Charité in Berlin. «Die Gründe dafür lagen in den Arbeitsbedingungen der Stickerei-Betriebe. Weil die Mütter möglichst kurz nach der Geburt wieder arbeiten mussten, stillten sie ihre Kinder früh ab. Auch die Hygiene liess zu wünschen übrig», erklärte Bettina Grubenmann. Daher habe Frida Imboden-Kaiser den «Verein für Säuglingsfürsorge» gegründet. Um die Soziale Arbeit weiterzuentwickeln, brauche es immer wieder mutige Pionierinnen.

Alumni-Beirat Markus Laib lud die FHS-Studierenden ein, dem Ehemaligen-Netzwerk beizutreten. Danach übergaben die Studiengangsleiter Marcel Meier Kressig, Christine Windisch und Steve Stiehler die 4 Master- und 84 Bachelor-Diplome. Den musikalischen Teil der Diplomfeier gestalteten die beiden Musiklehrer Geri Pekarek und Thomas Nick, die bereits seit über zwanzig Jahren zusammen musizieren.