Die Digitalisierung braucht Gestalter und Entwickler

Der digitale Wandel bringt Mensch und Technologie stärker zusammen. Einige Berufe gewinnen in dieser Entwicklung an Bedeutung. So übernimmt beispielsweise die Wirtschaftsinformatikerin, der Wirtschaftsinformatiker die Rolle des Gestalters und Brückenbauers.

Frau Baer-Baldauf, wieso wird der Beruf des Wirtschaftsinformatikers immer wichtiger?

Pascale Baer-Baldauf: Informationssysteme nehmen praktisch in allen Lebensbereichen eine unverzichtbare Rolle ein. Täglich lesen wir, wie Maschinen uns die Arbeit vereinfachen oder wie Unternehmen künstliche Intelligenz für individualisierte Werbung nutzen. Von der Digitalisierung und den Herausforderungen, die diese mit sich bringt, sind wir alle betroffen – wir haben beispielsweise ein zunehmend erhöhtes Bedürfnis unsere persönlichen Daten zu schützen. Als Vertreter einer interdisziplinären Wissenschaft ist der Wirtschaftsinformatiker bei diesen Entwicklungen ein wichtiger Gestalter.

Welche Aufgaben übernimmt er dabei?

Baer-Baldauf: Der Wirtschaftsinformatiker setzt sich damit auseinander, wie Informations- und Kommunikationstechnologien entsprechend den wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Anforderungen gestaltet und eingesetzt werden können. So zum Beispiel im Finanzbereich, in der Produktion, der Ressourcenbewirtschaftung, der Sicherheit oder im Gesundheitswesen. Weil sich Menschen, Dienste und Dinge immer stärker vernetzen, erweitert sich sein Aufgabenspektrum fortlaufend. Und seine Rolle wird in den nächsten Jahren noch wichtiger. Im Digitalisierungsprozess sind Wirtschaftsinformatiker wichtige Gestalter und Bindeglied zwischen Business und IT.

Pascale Baer-Baldauf

leitet den Bachelor-Studiengang in an der FHS St.Gallen.