Neuer Master Wirtschaftsinformatik: Digitale Transformation gestalten oder gestaltet werden?

Ab dem Herbstsemester 2020 kann an der Fachhochschule St.Gallen der überarbeitete und aktualisierte Studiengang Master of Science in Wirtschaftsinformatik studiert werden.

Der neu aufgestellte Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule St.Gallen (FHS) wird in Kooperation mit der Berner Fachhochschule (BFH) und Hochschule Luzern (HSLU) durchgeführt. «Wir haben uns die Meinung der bisherigen Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs angehört, das Bewährte beibehalten, die Vertiefungsmodule jedoch auf klare Kompetenzprofile ausgerichtet», erklärt Rainer Endl, Studiengangsleiter des Master of Science in Wirtschaftsinformatik an der FHS. Entsprechend sind die grössten Veränderungen die Wahlmöglichkeiten von profilbildenden Modulen sowie die Öffnung des Masterstudiengangs für Absolventinnen und Absolventinnen von «benachbarten» Studiengängen wie Betriebsökonomie, Informatik oder Wirtschaftsingenieurwesen. So können gemäss Endl auch sie zu Gestalterinnen und Gestaltern der digitalen Transformation werden.

Schwerpunkte in Gesundheit, Produktion oder Finanzdienstleistungen

Ausgehend von einem klaren Bedürfnis der Studierenden nach einer stärkeren Profilbildung wurde das Curriculum überarbeitet. So können neu profilbildende Module aus den Bereichen Digital Finance, Digital Health oder Digital Manufacturing ausgewählt werden. «In diesen Bereichen eröffnet die Digitalisierung einerseits grosse Potenziale, andererseits gibt es zu wenig Fachkräfte auf Managementstufe, die diese Potenziale in konkrete organisatorische und technische Lösungen umsetzen können», sagt Studiengangsleiter Endl.

Die profilbildenden Module ergänzen die Inhalte der Kernmodule, die in drei Themenbereiche gegliedert werden: Digital Transformation (Kompetenzen zur Entwicklung und Gestaltung digitaler Geschäftsmodelle), Digital Enterprise Management («klassische» Wirtschaftsinformatik-Kompetenzen mit Methoden und Werkzeugen bezüglich des Managements von IT-Infrastrukturen in und zwischen Unternehmen sowie zur Gestaltung prozessorientierter Unternehmensorganisationen) und Data Driven Enterprise (Methoden und Technologien zur Gestaltung und zum Management analytischer Informationssysteme und des Wissensmanagements, z.B. Data Science, lernende Systeme oder Business Intelligence).

Abgerundet wird das Studium mit Anwendungsmodulen. Diese dienen einerseits der praktischen Anwendung des erworbenen theoretischen Wissens aus den Kern- oder profilbildenden Modulen. Andererseits werden anerkannte wissenschaftliche Methoden geübt und konkret in Forschungs- und Innovationsprojekten angewendet.

Den digitalen Transfer mitgestalten

Die Wirtschaftsinformatik ist eine der Schlüsseldisziplinen im Zeitalter der Digitalisierung. Diesem Umstand Rechnung tragend, wurde das Studium mit dem Modulblock «Digital Transformation» ergänzt. Dieser behandelt Themen wie zum Beispiel Methoden zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Aufbau und Management von Unternehmensnetzwerken oder agile Unternehmensorganisationen. «Damit erhalten unsere Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen, die zur erfolgreichen Bewältigung der Digitalisierung in der Wirtschaft und Gesellschaft befähigen», sagt Endl.

Mit dem Abschluss sollen die Weichen für eine erfolgreiche Karriere gelegt werden: Der allgemeine Bedarf in Wirtschaft und Gesellschaft an qualifizierten Digitalisierungsfachpersonen auf Managementstufe nimmt weiter zu. Dieser Bedarf könne nicht nur mit mit Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik gedeckt werden: «In den letzten Jahren konnte an allen Kooperationshochschulen eine deutlich verstärkte Nachfrage nach dem Wirtschaftsinformatik-Master bei Absolventinnen und Absolventen eines Wirtschaftsingenieur-, Informatik- oder Betriebsökonomie-Studiums festgestellt werden. Dank neuer Berufsfelder im Rahmen der Digitalisierung und den dadurch adaptierten Abgangskompetenzen kann nun auch den Studierenden dieser Studienrichtungen ein attraktives Master-Studium angeboten werden, », erklärt Endl. Die Studierenden erwerben die notwendigen Kompetenzen während des Masterstudiums in informatik- und wirtschaftsinformatikspezifischen Modulen, die an das Niveau der Masterstufe angepasst sind. «So können auch diese Studierenden das Studium in der Regelstudienzeit absolvieren».

Mittels profilbildender Module können Studierende branchenspezifische Schwerpunkte setzen. Ausserdem wird Absolventinnen und Absolventen von «benachbarten» Studiengängen ermöglicht, während des Studiums spezifische Wirtschaftsinformatik-Kompetenzen zu erwerben, um in Zukunft die digitale Zukunft mitzugestalten.

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Der neu aufgestellte Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik an der Fachhochschule St.Gallen (FHS) wird in Kooperation mit der Berner Fachhochschule (BFH) und Hochschule Luzern (HSLU) durchgeführt. «Wir haben uns die Meinung der bisherigen Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs angehört, das Bewährte beibehalten, die Vertiefungsmodule jedoch auf klare Kompetenzprofile ausgerichtet», erklärt Rainer Endl, Studiengangsleiter des Master of Science in Wirtschaftsinformatik an der FHS. Entsprechend sind die grössten Veränderungen die Wahlmöglichkeiten von profilbildenden Modulen sowie die Öffnung des Masterstudiengangs für Absolventinnen und Absolventinnen von «benachbarten» Studiengängen wie Betriebsökonomie, Informatik oder Wirtschaftsingenieurwesen. So können gemäss Endl auch sie zu Gestalterinnen und Gestaltern der digitalen Transformation werden.

Schwerpunkte in Gesundheit, Produktion oder Finanzdienstleistungen

Ausgehend von einem klaren Bedürfnis der Studierenden nach einer stärkeren Profilbildung wurde das Curriculum überarbeitet. So können neu profilbildende Module aus den Bereichen Digital Finance, Digital Health oder Digital Manufacturing ausgewählt werden. «In diesen Bereichen eröffnet die Digitalisierung einerseits grosse Potenziale, andererseits gibt es zu wenig Fachkräfte auf Managementstufe, die diese Potenziale in konkrete organisatorische und technische Lösungen umsetzen können», sagt Studiengangsleiter Endl.

Die profilbildenden Module ergänzen die Inhalte der Kernmodule, die in drei Themenbereiche gegliedert werden: Digital Transformation (Kompetenzen zur Entwicklung und Gestaltung digitaler Geschäftsmodelle), Digital Enterprise Management («klassische» Wirtschaftsinformatik-Kompetenzen mit Methoden und Werkzeugen bezüglich des Managements von IT-Infrastrukturen in und zwischen Unternehmen sowie zur Gestaltung prozessorientierter Unternehmensorganisationen) und Data Driven Enterprise (Methoden und Technologien zur Gestaltung und zum Management analytischer Informationssysteme und des Wissensmanagements, z.B. Data Science, lernende Systeme oder Business Intelligence).

Abgerundet wird das Studium mit Anwendungsmodulen. Diese dienen einerseits der praktischen Anwendung des erworbenen theoretischen Wissens aus den Kern- oder profilbildenden Modulen. Andererseits werden anerkannte wissenschaftliche Methoden geübt und konkret in Forschungs- und Innovationsprojekten angewendet.

Den digitalen Transfer mitgestalten

Die Wirtschaftsinformatik ist eine der Schlüsseldisziplinen im Zeitalter der Digitalisierung. Diesem Umstand Rechnung tragend, wurde das Studium mit dem Modulblock «Digital Transformation» ergänzt. Dieser behandelt Themen wie zum Beispiel Methoden zur Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle, Aufbau und Management von Unternehmensnetzwerken oder agile Unternehmensorganisationen. «Damit erhalten unsere Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen, die zur erfolgreichen Bewältigung der Digitalisierung in der Wirtschaft und Gesellschaft befähigen», sagt Endl.

Mit dem Abschluss sollen die Weichen für eine erfolgreiche Karriere gelegt werden: Der allgemeine Bedarf in Wirtschaft und Gesellschaft an qualifizierten Digitalisierungsfachpersonen auf Managementstufe nimmt weiter zu. Dieser Bedarf könne nicht nur mit mit Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsinformatik gedeckt werden: «In den letzten Jahren konnte an allen Kooperationshochschulen eine deutlich verstärkte Nachfrage nach dem Wirtschaftsinformatik-Master bei Absolventinnen und Absolventen eines Wirtschaftsingenieur-, Informatik- oder Betriebsökonomie-Studiums festgestellt werden. Dank neuer Berufsfelder im Rahmen der Digitalisierung und den dadurch adaptierten Abgangskompetenzen kann nun auch den Studierenden dieser Studienrichtungen ein attraktives Master-Studium angeboten werden, », erklärt Endl. Die Studierenden erwerben die notwendigen Kompetenzen während des Masterstudiums in informatik- und wirtschaftsinformatikspezifischen Modulen, die an das Niveau der Masterstufe angepasst sind. «So können auch diese Studierenden das Studium in der Regelstudienzeit absolvieren».

Mittels profilbildender Module können Studierende branchenspezifische Schwerpunkte setzen. Ausserdem wird Absolventinnen und Absolventen von «benachbarten» Studiengängen ermöglicht, während des Studiums spezifische Wirtschaftsinformatik-Kompetenzen zu erwerben, um in Zukunft die digitale Zukunft mitzugestalten.

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